BUND VERKAUFT FREQUENZ FÜR 113 MILLIONEN EURO - Zoff um sicheren Polizeifunk

  • Zitat

    Ist der Bundesregierung das Geld wichtiger als die Sicherheit von Polizei und Feuerwehr?

    Künftig werden in Deutschland 450 Megahertz-Frequenzen für Digitalfunk frei. Statt die Funkspur aber der Polizei, Feuerwehren und dem Rettungdienst für eine sichere und schnelle Kommunikation zu Verfügung zu stellen, will der Bund mit dem Verkauf der Nutzungsrechte lieber Kasse machen.

    „Die Digital-Funkversorgung ist schon jetzt sehr lückenhaft und für die Sicherheitskräfte lebensgefährlich“, erklärt Rainer Wendt (64), Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft. „Dass die Bundesregierung diese dringend notwendige 450-Megahertz-Frequenz auf dem freien Markt verscherbelt, ist eine handfeste sicherheitspolitischer Skandal.“


    weiterlesen: Polizeifunk – Bund verkauft 450 Megahertzfrequenz für 113 Mio. Euro - Politik - Bild.de

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  • die nutzen ja jetzt nicht mal die ganze bandbreite.

    wo die frher nur eine bis 2 frequenzen hatten können die heute nicht genug kriegen.

    Die sollen ihr netz vernünftig ausbauen und effektiv nutzen.

    und was wollen die damit die sollen die freq bei 445mhz oda wo die sind umstrukturieren.

    Sprüche der besten funker

    S-wert ermiteln : "...wie kann ich es machen ohne das es nachher ungefähr genau ist...?" Zitat ende

  • Einfach nur plumpe Polemik von Herrn Wendt.
    Ohne Infrastruktur und Netzanbindung kann ich auch auf 450 MHz nicht in Objekt funken.
    Das vorhandene Netz ausbauen, ist der richtige Weg.

    mit freundlichen Grüßen
    Tom
    köpi61


    Holzhacken ist deshalb so beliebt, weil man bei dieser Tätigkeit den Erfolg sofort sieht.
    Albert Einstein

  • Die haben im UHF Bereich schon eine Menge an Frequenzen. Fassen wir mal zusammen:


    380 - 385MHz Eingabe TETRA 5MHz

    390 - 395MHz Ausgabe TETRA 5MHz


    406,1 - 410MHz DMO 3,9MHz


    Analoge Zubringerstrecken:

    443,6 - 444,9625MHz Unterband 1,3625MHz

    448,6 - 449,9625MHz Oberband 1,3625MHz


    Das sind zusammen 16,625MHz.


    Sicher wird es noch einige Bereiche geben wo noch nicht auf TETRA umgestellt wurde und dadurch die 70cm Zubringer noch in Betrieb sind.

    Aber das kann doch kein Grund sein die Frequenzen nicht für den Digitalen BOS Betrieb freizugeben. Soviele dürften es nicht mehr sein. Dann sollen die in Bereichen wo es noch genutzt wird die Kanäle umbelegen und schon einmal einen Bereich für den angeblich so benötigten frequenzbedarf freigeben.

    Sollen die später auch so lange brach liegen wie die alten C-Netz Frequenzen ?

    Gruss Flo 13RF112


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  • Es gibt noch den Einkanal-Richtfunk auf 410/420 MHz. Der ist zwar nicht exklusiv für die BOS. Aber neben Industrie ist die BOS hier in BW ebenso rege mit ihren Zubringerstrecken dort vertreten.


    Der Grund dafür erschließt sich mir jedoch nicht. Ich hatte nicht den Eindruck, dass zu Spitzenzeiten des BOS-Funks, die 70cm Kanäle bis zum Anschlag belegt waren.


    Hier in Baden-Württemberg wird das 70-Zentimeter-Band noch intensiv genutzt. Für die Feuerwehren und dem Katastrophenschutz ist der Analogfunk noch Standard. Vereinzelt sind einzelnen Feuerwehren im Besitz von Digitalfunk, dann aber allenfalls das Gerätehaus, sowie Führungskräfte und Einsatzleitung. Die Umstellung auf digitale Alarmierung ist auch noch nicht abgeschlossen, überall. Und der 2-Meter Einsatzstellenfunk wird sowieso bleiben wie er ist.


    Wie es beim Rettungsdienst aussieht, weis ich nicht. Die machen viel mit Tablets heutzutage. Der Regelrettungsdienst hat jedenfalls noch 4-Meter-Band Antennen auf den Fahrzeugen. Aber das muss nichts heißen. Die Netzdichte beim Digitalfunk hier in Baden-Württemberg ist so ausgelegt, dass Polizisten etwa sowieso nur mit Handfunkgeräten arbeiten. Möglich daher, dass der Rettungsdienst (zumindest teilweise) auch digital arbeitet.


    Die Einzigen, die definitiv weg vom Analogfunk sind, dass ist die Landes- und Bundespolizei, der Zoll und andere Polizei-artige BOS. Dadurch wurde nicht nur im 4-Meter- und 2-Meter-Band viel frei an Kapazitäten. Sondern logischerweise die ganzen Zubringer im 70-Zentimeter-Band sind verschwunden.


    TETRA der BOS sucht man dort aber vergebens. Ich schätze das liegt daran, dass sämtliche Analogfrequenzen am Ende der Bundesnetzagentur zurück gegeben werden sollen. Und die plant sicher, den Frequenzbereich grob von 440 bis 450 MHz dem Bündelfunk zur Verfügung zu stellen. Schon heute können die Frequenzbereiche 440 - 443 MHz (UB) und 445 - 448 MHz (OB) gemäß VV BüFu dem Bündelfunk zugeteilt werden.


    73, Michi