Auch der dritte Versuch war kein Erfolg für die Kairos-Rakete von Space One. Kairos war am 5. März um 02:10 UTC (11:10 Uhr Ortszeit in Japan) vom Spaceport Kii des Unternehmens Space One in der Präfektur Wakayama ab.
Zu den Nutzlasten von Kairos Nr. 3 gehörte NUTSAT-3, ein 3U-CubeSat, der mit Unterstützung der National Formosa University für den Amateurfunk entwickelt worden war. Der Satellit sollte der weltweiten Amateurfunk-Satellitengemeinschaft FM-Sprachrepeater-, APRS-und Telemetriedienste zur Verfügung stellen.
Zusätzlich zur Amateurfunkmission sollte das NUTSAT-3-Projekt Studenten aktiv in die Missionsdatenanalyse und die RF-Designleistung der Satellitenfunkkommunikation einbeziehen. Außerdem sollte die Öffentlichkeit durch offene Telemetriedaten zur Teilnahme ermutigt werden.
Beiträge von Blablub
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Der Ausschuss, der die empfohlenen Änderungen am australischen Amateurfunkbandplan geprüft hat, hat eine Reihe neuer Überarbeitungen veröffentlicht, wie wir von Graham Kemp, VK4BB, erfahren haben.
Der Technische Beirat des australischen Amateurfunkverbandes Wireless Institute of Australia (WIA) hat seine Empfehlungen für Änderungen am Amateurfunkbandplan nach Prüfung von mehr als drei Dutzend Eingaben überarbeitet. Er empfiehlt nun, den Notfallkommunikationskanal auf 40 m an die IARU-Region 3 auf 7,110 MHz anzupassen, den SSB-Teil des 6-m-Bands zu verbreitern und 1,87 MHz und 3,686 MHz als AM-Aktivitätszentren für 160 m und 80 m zu wählen.
Das vollständige Dokument des Ausschusses, in dem seine anderen ursprünglichen Vorschläge bekräftigt und die Nutzung des analogen FM-ATV-Bands präzisiert werden, wurde online veröffentlicht: https://www.wia.org.au/members/tac/consultation/ -
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Organische Solarzellen? Im Gegensatz zu ihrem Pendant, den OLEDs, den LEDs aus organischem Material, wie man sie inzwischen in Smartphones und Fernsehern als Display findet, hört man von ihnen bislang wenig. Der Grund: Sie sind bislang sehr instabil und ineffizient. Dabei wären sie leicht und flexibel und lassen sich auf Folien oder Textilien drucken. Doch das Ergebnis ist mit Solarzellen aus Silizium und anderen metallischen Halbleitern bislang nicht vergleichbar.
Forschende der Osaka Metropolitan University zeigen nun, dass ein zentrales Bauteil organischer Solarzellen lange falsch konstruiert war: der p-n-Übergang. Bei Silizium ist dieser Übergang klar definiert und stabil. Bei organischen Solarzellen sieht das anders aus: Hier treffen zwei unterschiedliche organische Halbleiter aufeinander: ein p-Typ- und ein n-Typ-Material. Üblicherweise werden beide Komponenten einfach gemischt. Das klingt simpel, ist aber heikel. Theoretisch entstehen so viele Kontaktstellen – praktisch ist das System empfindlich: Schon kleine Änderungen bei Temperatur, Lösungsmittel oder Trocknung verändern die Struktur. Die Folgen: instabile Grenzflächen, schwankende Leistungen und begrenzte Effizienz.
Die Forscher wollen nun die p-n-Übergänge in ein Molekül integrieren. Konkret entwickelten sie ein Donor-Akzeptor-Donor-Molekül namens TISQ. Es kombiniert ein p-Typ-Segment auf Squaraine-Basis mit einem n-Typ-Segment aus Naphthalindiimid. Wasserstoffbrücken sorgen dafür, dass sich die Moleküle geordnet zusammenlagern. Das Entscheidende: Die Grenzfläche entsteht nicht durch Zufall, sondern durch molekulare Selbstorganisation.
TISQ bildet je nach Lösungsmittel zwei verschiedene, aber stabile Aggregatsformen vom J-Typ in polaren oder H-Typ in nichtpolaren Lösungsmitteln. J-Typ-Aggregate erzeugen fast doppelt so hohe Fotoströme wie H-Typ-Strukturen, liefern also die höhere elektrische Ausbeute. Die Forschungsergebnisse wurden in Angewandte Chemie veröffentlicht.
DL2MCD
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Das deutsche Programm von Radio Slovakia International (RSI) ist seit einigen Tagen wieder auf Kurzwelle zu hören. Von 1430 UTC bis 1500 UTC wird es auf der Frequenz 6140 kHz vom Sender Junglinster in Luxemburg ausgestrahlt. Betreiber dieses Senders ist Radio Onda aus Belgien. Von dort kommen auch deutschsprachige Programme von Radio Gloria (Schweiz) und Radio Vatikan.
Mit der Abschaltung der Frequenzen 3985 und 6005 kHz des Shortwaveservice in Kall/Eifel hatten die Kurzwellensendungen von RSI für Europa Ende vorigen Jahres geendet. Für Amerika gab und gibt es weiterhin Sendungen (in Englisch und Spanisch) via WRMI in Okeechobee/Florida.
Nach der Umstellung auf Sommerzeit Ende des Monats wird die Sendung voraussichtlich um 1330 UTC beginnen.Hans Weber
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e-QSL https://www.eqsl.cc/qslcard/Index.cfm
Da sind viele CBler eingetragen nicht nur AFUer
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Die WSJT-X-Softwarefamilie (FT4, FT8, WSPR ...), u. a. von Joe Taylor K1JT unter der GPL veröffentlicht, wurde in Italien von Martino, IU8LMC, und dem ARI Caserta Team mittels KI modifiziert, um eine schnellere QSO-Abwicklung zu ermöglichen (wir berichteten). Mit der FT2 genannten, neuen Betriebsart sinkt die QSO-Dauer auf ein Minimum. Doch es gibt Kritik, da das italienische Team den Quellcode von FT2 bislang nicht veröffentlicht hat. Inzwischen hat sich auch Joe Taylor (K1JT) selbst zu FT2 geäußert. Er schreibt:
"Der Name FT2 wurde erstmals im Januar 2019 für einen Amateurfunk-Digi-Modus verwendet, als Steve Franke (K9AN), Bill Somerville (G4WJS) und ich nach möglichen digitalen Modi suchten, die für Amateurfunkwettbewerbe populär werden könnten. Neben zeitgesteuerten Modi wie beschleunigten Versionen von FT8 zogen wir auch asynchrone Modi in Betracht, die dem traditionellen RTTY ähneln, aber weitaus geringere Fehlerraten und eine viel bessere Leistung bei schwachen Signalen bieten.
Wir implementierten Testprotokolle sowohl für synchrone als auch für asynchrone Typen unter Verwendung verschiedener origineller Codecs und digitaler Modulationen, die von 2-Ton-Minimum-Shift-Keying (MSK) bis zu 4-Ton-Gaußscher Frequenzumtastung (4-GFSK) reichten. Wir haben diese Modi mit einer Reihe von Geschwindigkeiten on air getestet, darunter vollständige Übertragungen von nur 2,5 Sekunden Länge, die zwei Rufzeichen sowie einen Grid-Locator, einen Signalbericht oder einen Contest-Austausch übermittelten. (...) Die Testgruppe kam zu dem Schluss, dass Modi mit einer zeitgesteuerten Sequenz von weniger als 7,5 s nicht genügend Zeit für die Beurteilung und Interaktion durch den Bediener lassen. Sie erfordern zwangsläufig einen Automatisierungsgrad, der die wünschenswerte Betonung der Bedienungsfähigkeiten und der guten strategischen Entscheidungen im Wettbewerb überflüssig macht. (...)
Ungeachtet dessen, was Sie vielleicht gelesen haben (z. B. „Dieses innovative Protokoll wurde von Martino (IU8LMC) und dem ARI Caserta Team von Grund auf neu entwickelt”), ist der Modus, der kürzlich als „FT2” bezeichnet wurde, nichts anderes als FT4, das mit doppelter Geschwindigkeit gesendet wird. Tatsächlich verwendet das von DG2YCB in einer experimentellen „WSJT-X i+“-Version angebotene „FT2“ genau die FT4-Software und skaliert lediglich die erzeugten und empfangenen Wellenformen um den Faktor 2.
Im Vergleich zu FT4 ist „FT2“ deutlich weniger empfindlich, benötigt die doppelte Bandbreite und weist weitaus mehr Dekodierungsfehler aufgrund von Timing-Fehlern auf. Der Modus ist ohne vollständige (oder nahezu vollständige) Automatisierung kaum nutzbar (...)."
Der vollständige Text (engl.) von K1JT findet sich unter https://wsjtx.groups.io/g/main/message/58994. -
Die Frequenzkoordination seitens der IARU für den Cube-Satelliten NUTSAT-3 ist abgeschlossen. Sie wurde am 25. Dezember 2025 beantragt und am 31. Januar dieses Jahres abgeschlossen. Der Satellit mit dem Rufzeichen BN0UTC wird mit Unterstützung der National Formosa University betrieben. NUTSAT-3 wurde entwickelt, um der weltweiten Amateurfunk-Satellitengemeinschaft einen Sprachrepeater, APRS- und Telemetriedienste zur Verfügung zu stellen.
Die primäre Nutzlast ist ein FM-Sprachrepeater mit einem Uplink auf 145,980 MHz unter Verwendung eines 67-Hz-CTCSS-Tons und einem Downlink auf 435,250 MHz. Die Telemetrie wird auf 437,850 MHz mit 1k2 AFSK im AX.25-Protokoll übertragen. Die gesamte Telemetrie ist unverschlüsselt und für den öffentlichen Empfang und die Analyse bestimmt. Der APRS-Digipeater arbeitet auf 145,825 MHz. Der Digipeater soll sowohl auf sein eindeutiges Rufzeichen als auch auf den ARISS-Alias unter Verwendung von Standard-APRS-Pfaden reagieren. Das offene Telemetrieformat und die öffentliche Datenverteilung sollen die weltweite Teilnahme fördern, einschließlich der Überwachung durch Netzwerke wie SatNOGS.
NUTSAT-3 soll an Bord einer Space One KAIROS-Rakete vom Weltraumbahnhof Kii in Kushimoto, Japan, in eine geplante polare Umlaufbahn in 500 km Höhe gestartet werden. Space One hat kürzlich den dritten Flug des Fahrzeugs aufgrund einer Wetteranalyse verschoben, und das Startfenster erstreckt sich nun bis zum 25. März 2026. Ein genauer Starttermin wird voraussichtlich etwa zwei Tage vor dem Start bekannt gegeben. Darüber berichtet der AMSAT News Service. -
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Eine Frage, die man sich eher ungern stellen dürfte – wer will sich schon mit seiner Funkleidenschaft in Konkurrenz zu den Kaninchenzüchtern sehen? Eher noch mit der freiwilligen Feuerwehr. Und an auch bei den Funkamateuren auftretende Auseinandersetzungen im Verein denkt niemand gern.
In diesem NDR-Retro-Beitrag von 1964 geht es jedoch sogar um Vereine und Hobbies im europäischen Vergleich. 15 % der Bundesbürger waren damals noch Mitglied in einem Kegelverein – es hieß noch nicht Bowling, die Kugeln hatten noch keine Löcher und die Bahnen sahen auch noch anders aus. Doch die Deutschen, bei denen damals jeder dritte einem Verein angehörte, sind entgegen ihres Rufs gar nicht die größten „Vereinsmeier“: In Deutschland benötigt man sieben Mitglieder, um einen Verein zu gründen, in den Niederlanden reichen bereits zwei.
Es gibt sogar Skivereine in den bergarmen Niederlanden, die das inzwischen auch in den Alpen häufige Problem des Schneemangels auf ganz spezielle Weise gelöst haben. Oder einen „Raucherclub“, bei dem es damals noch nicht um das Umgehen des Rauchverbots in Gaststätten ging. Und einen Hahnen-Kräh-Kampf-Verein.
Und natürlich gibt es auch viele Vereine, bei denen es um den gemeinsamen Beruf geht und nicht das Hobby.
Und die Funkamateure? Die sind ab Minute 11:43 im Beitrag mit PA0LX zu sehen!
DL2MCD
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Lithium ist aktuell als wichtiger Bestandteil moderner Akkumulatoren bekannt. Bisher wird das Metall vor allem in Australien, Argentinien, Chile und China gefördert. Insbesondere diese geopolitischen Abhängigkeiten sind der Grund dafür, dass Deutschland nach Wegen sucht, Lithium im Inland zu gewinnen. Das Forschungsprojekt Li+Fluids unter Beteiligung der Fraunhofer IEG hat das Potential von Lithium aus Tiefenwässern in Norddeutschland untersucht und die Ergebnisse im Fachmagazin „Geothermics“ veröffentlicht. Die Studie geht von circa 0,39 bis 26,51 Mio Tonnen Lithium in deutschen Böden aus. Zum Vergleich: Die Deutsche Rohstoffagentur schätzt den deutschen Lithium-Bedarf auf bis zu 0,17 Mio. Tonnen im Jahr 2030.
In den hydrothermalen Fluiden des Norddeutschen Tieflands haben Forschende bereits früher Lithiumgehalte von bis zu 600 mg/l Tiefenwasser nachgewiesen – insbesondere in Wässern aus den Rotliegend Sandsteinen, dem Zechstein Karbonat und dem Buntsandstein. Die Region lebte lange von der Erdgas-Industrie. Ehemalige und aktive Bohrlöcher – die den einfachen Zugang zu tiefen Schichten ermöglichen – gibt es noch immer etliche.
Bis zu 26,51 Mio. Tonnen Lithium im deutschen Untergrund
Neben dem Norddeutschen Becken hat das Projekt auch das Thüringer Becken untersucht und Steckbriefe mit Daten zur potenziellen Lithiumgewinnung aus hydrothermalen Fluiden erstellt. Katharina Alms, Projektleiterin auf Seiten des Fraunhofer IEGs:
Um die Wirtschaftlichkeit der Lithium-Gewinnung zu steigern, haben wir auch die Kombination mit Geothermieanlagen untersucht: Aus dem geförderten heißen Tiefenwässern könnte in einem Nebenprozess das im Fluid gelöste Lithium abgeschieden werden.
Das heiße Wasser könnten die Betreiber dann für die Beheizung von Gebäuden, für Produktionsprozesse oder die Stromgewinnung einsetzen. Anschließend flösse das nun deutlich kühlere und abgereicherte Fluid wieder in den Untergrund.
Allerdings müssen für den gemeinsamen wirtschaftlichen Betrieb von Geothermieanlage und Lithiumabscheidung einige Kriterien erfüllt sein, wie etwa eine ausreichend große Fließrate des Untergrundes. So wie im niedersächsischen Munster: Dort ertüchtigen die Stadtwerke derzeit eine alte Erdgasbohrung. Noch 2026 will der Energieanbieter die ersten von 4.000 Haushalten mit Fernwärme aus der Anlage versorgen. Gleichzeitig streben die Stadtwerke eine Förderung von bis zu 500 Tonnen Lithium im Jahr über die Anlage an.
DL2MCD nach PI
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Turbulentes Plasma aktiver Sterne könnten Alien-Signale abschwächen und Detektion erschwerenEine neue Studie zeigt nun, warum mögliche außerirdische Radiosignale schwerer zu entdecken sein könnten als bislang gedacht.www.grewi.de
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Der Betrieb der beliebten HamClock-Lösungen, ob auf PC oder dedizierter Hardware, drohte durch das Ableben des Entwicklers Elwood Downey, WB0OEW, Mitte Juni zu enden, da damit nicht nur keine Updates mehr gekommen wären, sondern auch die Server dann abgeschaltet werden, wir berichteten.
Mit OpenHamClock begann eine Community nun, das Programm weiterzuentwickeln, wir berichteten.
Für jene, die das Programm nicht im Browser nutzen und auch nicht für ihre Hardware neu kompilieren wollen, gibt es nun auch eine Möglichkeit: Nach den auf der Seite hamclock.com von Bruce Edrich, W4BAE, hinterlegten Anleitung ist der Serverzugriff auf Raspberry, in Windows oder in anderen Lösungen auf einen neuen, von ihm bereitgestellten Server umzuleiten und die Uhr wird auch weiterhin wie gewohnt nutzbar sein. Diese Möglichkeit hatte Elwood, WB0OEW in seine letzte Version noch eingebaut.
Bruce, W4BAE wird die HamClock auch weiterentwickeln, so er Zeit findet. Der Zugang zu seinem Server ist und bleibt kostenlos, er freut sich allerdings über eine Spende.
DL2MCD
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Bilder einer Mobilfunkfuchsjagd aus dem Jahr 1965 zeigt dieser ARD-Retro Mediathekbeitrag, bei dem leider der Ton verloren ging. Dennoch sehenswert mit längst vergessenen Autotypen mit großen drehbaren Yagi-Antennen auf dem Dach, gegenüber denen ein regulärer Funkmesswagen langweilig erscheinen mag.
DL2MCD
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Tägliche Informationssendungen umgehen Internet-Blockade
Der BBC World Service hat ein Radioprogramm für den Iran als Reaktion auf die anhaltenden Auseinandersetzungen gestartet. Das einstündige Liveprogramm kommt derzeit täglich ab 0330 UTC auf 12065 kHz sowie von 1830 UTC bis 1930 UTC auf 6130 kHz (ex-5935 kHz). Zusätzlich wird es auf der Mittelwelle 702 kHz ausgestrahlt.
Die Ausstrahlungen in AM auf Kurz- und Mittelwelle erfolgen zusätzlich zu digitalen Übertragungen der BBC in Persisch für den Iran per Internet und Satellit. Damit, so erklärte ein BBC-Sprecher, wolle man sicherstellen, dass die Informationen überall im Land ungehindert empfangbar sind, um den Zugang der Bevölkerung zu Nachrichten zu verbessern. Um den freien Zugang zu den Programmen zu erweitern, hat der BBC World Service zudem einige seiner per Internet und Satellit verbreiteten TV-Inhalte bzw. deren Fernsehton per Übertragung auf Mittelwelle verfügbar gemacht.
Seit dem 8. Januar 2026 blockiert der Iran das Internet und damit den Zugang zu Informationsangeboten von Auslandsdiensten wie dem BBC World Service oder der Deutschen Welle. Die Kurzwelle ermöglicht dagegen den ungehinderten Zugang zu Informationen, wenn Empfang per Internet oder Satellit nicht möglich ist. Die BBC-Übertragungen auf Kurzwelle sind vorerst bis Ende März befristet.
BBC World Service, ergänzt WRTH Mauno Ritola
Red. FA/-joi
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6G als riesiges Radarsystem: ETSI sieht Gefahren für Privatsphäre und Sicherheit6G-Funk soll nicht nur Daten übertragen, sondern die Umgebung aktiv ausleuchten. ETSI warnt vor Gefahren für Sicherheit und Privatsphäre durch dieses „Sensing“.www.heise.de
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Nokia setzt mit KI-fähigen Funkgeräten und Marktplatz auf KI-RANDer Netzwerkausrüster Nokia stellt neue, energieeffiziente Funkgeräte und einen Marktplatz für Auwww.ad-hoc-news.de
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Bandwachtbericht der IARU-Region 1
Die Bandwachten der IARU-Region 1 sammeln regelmäßig Beobachtungen über Bandeindringlinge und veröffentlichen einen zusammenfassenden Bericht. Der jüngste steht als PDF-Datei unter https://www.iaru-r1.org/wp-content/upl…ter-2026-01.pdf allen Interessierten zum Herunterladen zur Verfügung.
Gleichzeitig veröffentlichen die Bandwacht-Mitarbeitenden nun eine Prognose für das Jahr 2026. Demnach benötige man keine Kristallkugel, um das Ausmaß der nicht-amateurfunktechnischen Störungen vorherzusehen, die uns bevorstehen: „Bereits ab dem ersten Tag des Jahres wissen wir, dass die dem Amateurfunkdienst zugewiesenen Kurzwellenfrequenzbereiche im gesamten Jahr 2026, unabhängig von den Ausbreitungsbedingungen, erneut von nicht-amateurfunktechnischen Störungen überflutet werden.“
Zu den intensivsten Störungen durch Bandeindringlinge gehören demnach weiterhin Radarübertragungen, hauptsächlich, aber nicht ausschließlich, Überhorizont-Radargeräte für militärische Zwecke. Hinzu kommen überwiegend digitale Übertragungen für die militärische Kommunikation. Darüber hinaus treten aufgrund ihrer weitverbreiteten und zunehmenden Nutzung im Bereich der elektronischen Kampfführung (EK) sogenannte Störsender immer häufiger auf. Diese Systeme dienen dazu, den Funkempfang oder die Funkübertragung durch die gezielte Aussendung starker und oft breitbandiger Störsignale in den betroffenen Bandbereichen zu verhindern oder stark zu beeinträchtigen.
Die komplette Analyse ist dem genannten PDF-Dokument zu entnehmen. Eine umfangreiche Informationssammlung über typische Signale von Bandeindringlingen steht zudem unter https://www.iaru-r1.org/spectrum/monit…em/iarums-wiki/ online.
Info Bandwachten der IARU-Region 1
via DL1AX
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Neben den bekannten Outdoor-Programmen wie SOTA, POTA, WWFF, GMA und BOTA wurde kürzlich auch "Towers On The Air" (TOTA) eingeführt. Es ist ein besonders spannendes Programm für Outdoor-Aktivitäten und kombiniert Amateurfunk mit der Erkundung von Aussichtstürmen, Aussichtspunkten und Höhenbauwerken. Was in Tschechien (OK) begann, breitete sich schnell auf die Slowakei (OM) aus. Und wächst nun über Deutschland (DL) zu einem grenzüberschreitenden europäischen Projekt weiter.
"Towers On The Air" soll Funkamateure dazu ermutigen, von oder in der Nähe von Aussichtstürmen aktiv zu werden. Ziel ist es, ein einheitliches europäisches System von Aussichtstürmen aufzubauen, das Tourismus, Technik und Outdoor-Funk miteinander verbindet. Jeder Turm ist ein einzigartiges Ziel. Die Organisation und Koordination erfolgt unter der Leitung von Ivan Holinka OK2IH mit Unterstützung verschiedener tschechischer und slowakischer Funkamateure und Vereine.
Grundprinzipien des Projekts- Die Schönheit der Aussichtstürme entdecken – TOTA motiviert dazu, bekannte und vergessene Aussichtspunkte gleichermaßen zu besuchen.
- Amateurfunk fördern – erhöhte Standorte bieten hervorragende Bedingungen für KW und UKW.
- Menschen, Technik und Ausflüge verbinden – TOTA verbindet Familien, Tourismus und Outdoor-Funk.
Wie funktioniert das Projekt?
- Aktivierer – funkt vom Aussichtsturm
- Jäger – stellt Verbindungen zu Aktivierern von überall her
- Diplom-System – automatische Vergabe von Diplomen nach Punktestand
Das Programm ist vollständig kompatibel mit anderen Outdoor-Funkinitiativen wie SOTA, POTA, WWFF, GMA und BOTA. Und es richtet sich sowohl an OPs wie auch an SWLs.
Mehr unter https://wwtota.com/?lang=de -
Die umstrittenen Artikel 3.3i und 4 der Funkrichtlinie 2014/53/EU (RED) werden nicht aktiviert. Wie aus einer Folgenabschätzung hervorgeht, hätte insbesondere Artikel 3.3i erhebliche negative Auswirkungen auf die europäische Elektronik- und Funkbranche gehabt, ohne messbare Sicherheitsvorteile zu bringen. Die Europäische Kommission markierte die entsprechende „Have your say“-Initiative am 20. Januar 2026 als verworfen.
Die Radio Equipment Directive, kurz RED, regelt seit dem 16. April 2014 die Anforderungen für das Inverkehrbringen von Funkanlagen in der EU. Sie trat am 13. Juni 2016 in Kraft. Kritiker hatten gewarnt, dass die geplante Aktivierung einzelner Bestimmungen faktisch dazu führen könnte, dass nur noch zertifizierte Software auf Funkgeräten betrieben werden dürfte. Da sich moderne Funksysteme weitgehend per Software steuern lassen, sahen Branchenverbände, Open-Source-Vertreter und Europaabgeordnete Innovationsfreiheit und Wettbewerb in Gefahr. Die Piratenpartei berichtet darüber ausführlich auf ihrer Webseite und bietet dort eine Analyse der Folgen: https://piratenpartei.de/2026/01/31/pir…ch-entschaerft/. Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information über aktuelle politische Entwicklungen im Bereich der Gesetzgebung. Er stellt keine Wahlempfehlung oder Unterstützung für eine Partei dar

