Vom 4. - 10. Oktober ist Weltraumwoche, eine von den Vereinten Nationen ausgerufene, weltweite Aktionswoche zur Feier der Raumfahrt und ihrer Bedeutung für die Menschheit. Die Datumswahl basiert auf zwei Meilensteinen der Raumfahrtgeschichte: 4. Oktober 1957 - Start von Sputnik 1, dem ersten künstlichen Erdsatelliten; 10. Oktober 1967 - Inkrafttreten des Weltraumvertrags (Outer Space Treaty). Viele der ersten Satellitenexperimente wurden von Funkamateuren aufmerksam verfolgt. Heute betreiben Funkamateure weltweit eigene Amateurfunksatelliten, die sogenannten OSCAR-Satelliten ... | ▶️
... (= Orbiting Satellite Carrying Amateur Radio). AMSAT-OSCAR 7 (Bild) ist dafür ein gutes Beispiel: Dieser Amateurfunksatellit ist trotz seines hohen Alters noch immer aktiv - nach mehr als 50 Jahren. Er wurde am 15. November 1974 von der Vandenberg Air Force Base aus gestartet. So bietet auch die Weltraumwoche Gelegenheit zu zeigen, dass Funkamateure nicht nur auf Kurzwelle arbeiten, sondern auch über Satelliten kommunizieren können. Genannt seien etwa QO-100 oder die LEO-Satelliten. Das zeigt: Amateurfunk ist Teil von Weltraumforschung, Bildung und Kommunikation.
Ein Höhepunkt sind häufig ARISS-Aktivitäten (Amateur Radio on the International Space Station). Es werden immer wieder SSTV-Aussendungen oder Funkkontakte mit der ISS organisiert, zudem liefern Satelliten und Raumsonden Daten zum Weltraumwetter, dem Space Weather - für uns Funkamateure tägliche Praxis. Sonnenflecken, Flares und geomagnetische Störungen beeinflussen die Ausbreitung auf Kurzwelle direkt. Space Weather liegt somit genau an der Schnittstelle zwischen Raumfahrt und Amateurfunk.
Beiträge von Blablub
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Harald Geier, DL9NDW, und Paulo Teixeira, CT2IWW, sind die neuen Koordinatoren des IWS, der globalen Arbeitsgruppe der IARU. Damit folgen sie Gaspar Miró, EA6AMM, der aufgrund persönlicher Umstände bereits im März 2026 den IARU-Präsidenten über seinen geplanten Rücktritt unterrichtet hatte. Gaspar, EA6AMM, wurde 2018 spanischer Koordinator des IARU Monitoring Service (IARUMS). Im Jahr 2020 folgte dann die Rolle des IARUMS-Koordinators für die IARU Region 1. Und 2024 wurde Gaspar globaler Koordinator dieser Arbeitsgruppe, die kürzlich in IARU Intruder Watch Service umbenannt wurde. | ▶️
Im aktuellen IWS Newsletter bedankt sich Gaspar EA6AMM bei allen IARU-IWS-Koordinatoren und Mitwirkenden für ihre Arbeit und Effizienz sowie für ihre Unterstützung und Hilfe, ihr Engagement und ihren selbstlosen Einsatz: "Diese Unterstützung hat es mir ermöglicht, auf meine eigene bescheidene Weise zu den Bemühungen beizutragen, Sendungen von Nicht-Amateurfunkstationen zu bekämpfen, die auf den dem Amateurfunkdienst zugewiesenen HF-Frequenzen operieren."
Sowohl Harald, DL9NDW, als auch Paulo, CT2IWW, verfügen über langjährige Erfahrungen im Intruder Monitoring; Harald ist zudem der Leiter der Referats Intruder Monitoring (aka Bandwacht) im DARC. Haralds und Paulos offizielle Bezeichnung lautet nun "IARU Global IW Coordinator Team". -
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Die 23. Amateurfunk-, Rundfunk- und Elektronikbörse Dresden (AREB) findet am 10. Oktober 2026 im Erdgeschossbereich des Haus der Presse Dresden von 9 bis 15 Uhr statt.
Etwa 60 Sammler und Händler aus ganz Deutschland und Europa, z. B. aus Holland, Litauen, Österreich, Tschechien und Polen, werden erwartet. Sie zeigen und verkaufen alles rund um alte Rundfunkgeräte, Amateurfunkgeräte, Rundfunk- und Funktechnik, Elektronik, Ersatzteile, Literatur, Zubehör sowie Computer. Auch gebrauchte PCs und Laptops finden hier einen neuen Besitzer.
Besucher können hier auch ihre „technischen Antiquitäten“ schätzen lassen oder Hilfe und Rat bei technischen Problemen einholen.
Fachverlage und zahlreiche Vereine sind ebenfalls jeweils mit einem Stand vertreten. Angeboten werden zudem viel Bastelware, Stecker, Kleinstersatzteile, Antennen, Röhren, Elektronikneuheiten, Lampen, spezielle Batterien usw. inklusive fachkundiger Beratung.
Die AREB Dresden ist eine der führenden Amateurfunk-, Rundfunk- und Elektronikbörsen Deutschlands, welche jährlich am zweiten Oktober-Samstag in Dresden stattfindet. Die Veranstaltung, welche früher in der Dresdner Messe lief, wurde von Oktober 2012 bis Oktober 2023 erfolgreich auf dem Dresdner Campus durchgeführt. Nun residiert die AREB noch zentraler im Dresdner Stadtzentrum — ganz nahe am Bahnhof Dresden-Mitte.
Interessierte Aussteller sollten sich normalerweise längst angemeldet haben, wir berichteten. Nachzügler können es auf gut Glück unter (0351) 4864 2443 bzw. https://www.ddv-lokal.de/areb/ versuchen.
Eintritt: 5 €, ermäßigt (Kinder bis 16 Jahre, Studenten, Rentner, Schwerbeschädigte) 3 €, Kinder bis 12 Jahre frei.
DL2MCD nach PI
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Dresden galt einst als Tal der Ahnungslosen, weil dort infolge der Lage in einem Talkessel nur das lokale DDR-Fernsehen zu empfangen war. In Halle könnte jedoch bald gar kein terrestrisches Fernsehen mehr zu empfangen sein: Der erst 2005 errichtete, 160,5 m hohe und damit zweithöchste für funktechnische Zwecke errichtete freistehende Stahlfachwerkturm in Deutschland nach dem Funkturm Leipzig soll abgerissen werden. Der Grund: Der Mietvertrag für den Standort Dieselstraße zwischen der DFMG und der EVH GmbH, einer Tochtergesellschaft der Stadtwerke Halle, lief zunächst 20 Jahre, wurde aber im Oktober 2025 unerwartet nicht verlängert.
Neben der terrestrischen Übertragung öffentlich-rechtlicher und kommerzieller Fernsehprogramme wird der Funkturm auch zur Information der Bevölkerung im Katastrophenfall genutzt. Zudem läuft am Standort auch das 5-G-Broadcast‑Pilotprojekt, wir berichteten. Erst in diesem Jahr hat die Medienanstalt Sachsen‑Anhalt (MSA) die zugehörige Zuweisung für die Übertragungskapazität im UHF‑Kanal 40 bis zum 31. Mai 2028 verlängert.
Der Amateurfunk ist vom drohenden Abbau des Funkturms zwar nicht direkt betroffen, auf DFMG-Funktürmen ist er ohnehin immer seltener Gast. Der Großteil der regionalen Relais wie DB0HAL auf 2 m und 70 cm sind nördlich von Halle auf dem Fernmeldeturm Petersberg oder im Umfeld der dortigen Stiftskirche. Einzelne digitale Stationen, Gateways oder Klubstationen wie DL0MLU sind wiederum bei der Universität oder an privaten/klubinternen Standorten in Halle-Saale untergebracht.
Allerdings ist der Amateurfunk auch von Standortkündigungen der EVH betroffen, DM0KWD musste deshalb abgebaut werden, der zwar nicht auf dem Funkturm, aber am danebenstehenden Schornstein auf dem Gelände an der Dieselstraße montiert war.
DL2MCD
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01.10.2026 Erstellt von Redaktion
Vor dem Hintergrund geopolitischer Ereignisse ist generell Vorsicht bei der Einfuhr von Geräten aus Russland geboten. Dem DARC e.V. ist ein Fall bekannt geworden, bei dem im Jahr 2023 eine EME-Endstufe für 23 cm gekauft und bezahlt wurde und sich das Zollfahndungsamt nun an den Käufer gewandt hat. Dass der Hardware-Kauf für die hobbymäßige Ausübung des Amateurfunkdienstes diente, wird als nebensächlich behandelt. Die Pressestelle des Zolls äußert sich auf unsere Anfrage nicht zum konkreten Fall.
Stattdessen informiert sie darüber, dass die EU-Sanktionen gegenüber Russland nicht ausschließlich sogenannte Dual-Use-Güter betreffen. Damit sind solche Güter gemeint, die zivil- und militärisch verwendet werden können. Die Pressestelle weiter: „Auch andere zahlreiche Waren und verschiedene Produktgruppen (u.a. Elektronik) sind erfasst. Maßgeblich sind die jeweiligen Anhänge der EU-Sanktionsverordnung Nr. 833/2014 sowie hinsichtlich der Dual-Use-Güter die EU-Verordnung 2021/821. Darüber hinaus ist zu beachten, dass die einschlägigen Verbote und Beschränkungen grundsätzlich bei der Einfuhr-, Ausfuhr- und Durchfuhr von Waren gelten. Für die sanktionsrechtliche Einstufung von Waren bzw. die Prüfung, ob eine Ware unter die Dual-Use-Verordnung fällt, ist in Deutschland das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zuständig. Der Zoll überwacht die Einhaltung der EU-Sanktionen im Rahmen der Überwachung des grenzüberschreitenden Warenverkehrs und stimmt sich hierbei bei Fragen zur Erfassung bestimmter Güter eng mit dem BAFA ab. Darüber hinaus ist der Zoll (Zollfahndungsdienst) bei Verdacht auf Sanktionsverstöße für strafrechtlichen Ermittlungen unter Sachleitung der jeweiligen Staatsanwaltschaft zuständig. Verstöße gegen die Russlandsanktionen werden als Straftat oder Ordnungswidrigkeit nach dem Außenwirtschaftsgesetz verfolgt.“
Auf die Frage, welche Tipps der Zoll den DARC-Mitgliedern vor einem potenziellen Kauf geben kann lautet die Antwort wie folgt: „Vor einem Kauf sollten sich die Mitglieder zwingend darüber informieren, ob die betreffende Ware Einfuhrverboten unterliegt. Hierfür stehen u.a. auf der Website der EU, des BAFA und des Zolls umfangreiche Informationen zur Verfügung. Zudem steht das BAFA als zentraler Ansprechpartner zur Verfügung: https://www.bafa.de/DE/Aussenwirts…d/russland.html. Darüber hinaus ist zu beachten, dass generell jede Warensendung aus einem oder in ein Drittland elektronisch beim Zoll angemeldet werden muss. Im Rahmen der Zollabfertigung wird risikoorientiert nach geltendem Unionsrecht und nationalen Rechtsvorschriften geprüft, ob die Einfuhr zulässig ist.“
Aktuelle Informationen zu den Sanktionen werden seit Beginn des Ukrainekrieges fortlaufend auf der Webseite zur Verfügung gestellt: https://www.zoll.de/DE/Fachthemen/…sland_node.html. -
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Erstellt von HF-Referat / Tom Kamp DF5JL
HADES-L (AMSAT-EA) ist ein kleiner Versuchssatellit (10 × 5 × 5 cm) mit einer durchschnittlichen Leistungsabgabe von 175 mW. Seine Experimente umfassen u.a. einen Kommunikationstransponder (Uplink 28,472 MHz USB, 3 kHz Bandbreite; Downlink 436,665 MHz FM; kein Zugangston), einen digitalen Sprachbaken-Stream mit CODEC2 (K = 7) und Faltungs-FEC R = 1/2, Messungen der Rauschleistung bei 30 MHz zur Link-Budget-Validierung sowie tägliche Aufzeichnungen in der letzten Umlaufbahn (Batteriespannung, interne/externen Temperaturen, Signal‑ und Rauschpegel, Zeit seit letztem Reset). | ▶️
Außerdem trägt der Satellit eine Nutzlast zur Strahlungsmessung (Elektronen, Photonen, Röntgen) zum Materialvergleich und validiert das Energiemanagement, das alle Experimente ermöglicht.
Der Transponder ist im 12‑Minuten‑Rhythmus für 4 Minuten aktiv; alle Telemetrie‑ und Experimentdaten werden mit 800 bps übertragen. Der UHF‑Sender schaltet je nach Batterieladezustand automatisch zwischen +13 dBm und +20 dBm. Betrieb kann entweder mit Sprache oder mehreren gleichzeitigen CW/FT4/FT8‑Signalen erfolgen; der erste Mittwoch jedes Monats ist für digitale Betriebsarten reserviert. Die AMSAT‑EA betont die Besonderheit, das 29‑MHz‑Band für den Uplink zu nutzen.
Der Start ist geplant mit dem Mission Transporter-18 von SpaceX, einem Rideshare-Flug, der mehrere Kleinsatelliten ins All bringen soll, die Amateurfunk-Frequenzen nutzen, welche von der IARU koordiniert wurden. Läuft alles nach Plan, startet HADES-L am 1. Oktober 2026 mit einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Space Force Base (USA) in eine 500 × 600 km, 97° Umlaufbahn (UNNE‑1B).
Das Bild macht die Dimensonen von HADES-L deutlich: Es zeigt Vorgänger HADES-R (Bild: AMSAT-EA). -
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Vorbereitungen für das diesjährige JOTA
Am dritten Oktoberwochenende treffen sich vom 16. bis 18. Oktober 2026 wieder weltweit bis zu 2,5 Millionen Pfadfinderinnen und Pfadfinder per Amateurfunk und Internet. Einzelnen Funkamateuren oder Teams von Klubstationen bietet sich dabei durch die Unterstützung von Pfadfindergruppen auch die Gelegenheit, neue Interessierte für den weltumspannenden Amateurfunk zu begeistern.
Ausführliche Informationen über Aktionen sowie Möglichkeiten zur Teilnahme stehen im JOTA-JOTI-Wiki unter https://jota-joti.online/de/JOTAJOTI2026 sowie für Funkamateure unter https://jota-joti.de/fuer-funker/infos-zur-teilnahme/
Eine weltweite Liste der teilnehmenden Amateurfunkstationen veröffentlichen niederländische Pfadfinder unter https://worldscoutscontest.com/jota-participants-2026/ sowie unter https://jota-joti.scouting.nl/deelnemerskaart/
Parallel zum JOTA findet seit Jahren der Worked All Germany-Contest (WAG) statt. In Gesprächen mit dem DX-Referat, Veranstalter des Contestes und den Vertretern der Pfadfinder wurde der contestfreie Bereich zum WAG erweitert. Hierdurch soll es zu einer Entzerrung der beiden Veranstaltungen kommen. Die WAG-Teilnehmer werden um Rücksicht gebeten und die JOTA-Stationen darum, den Interessierten auch die Möglichkeiten des Contestes zu zeigen. Weiteres dazu steht ebenfalls unter https://jota-joti.de/fuer-funker/infos-zur-teilnahme/
JOTA via DL1AX
Red. FA/-joi
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Digitalfunk: Bund schließt kritische Anbieter beim Umstieg auf Breitband ausDeutschland stellt den Behördenfunk auf 5G um. Um die digitale Souveränität zu wahren, setzt der Bund auf offene Standards und schließt Risiko-Anbieter aus.www.heise.de
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ARISS hat angekündigt, dass ab dem kommenden Wochenende, dem 2. Oktober, bis einschließlich 6. Oktober eine SSTV-Veranstaltung von der Internationalen Raumstation (ISS) aus übertragen wird. Es handelt sich um die SSTV-Serie 33, die erste SSTV-Veranstaltung der Expedition 75 auf der ISS. Die Bildinhalte sollen den Schwerpunkt auf die Bildung von Schülern legen. Die Sendungen erfolgen im SSTV-Mode Robot 36 auf 437,500 MHz plus/minus Dopplerverschiebung.
Empfangene Bilder können in der ARISS-SSTV-Galerie eingereicht werden unter https://ariss-usa.org/ARISS_SSTV/ . Sie auch den Original-Post unter https://mastodon.hams.social/@ARISS_Intl/117315559694748769.
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Wer schaut nicht gerne hinter Türen, die sonst verschlossen sind, um etwas Unbekanntes zu entdecken? Viele davon werden am Aktionstag „Türen auf mit der Maus“ in Deutschland am 3. Oktober öffnen. Das Motto des WDR-Aktionstages in diesem Jahr lautet „Kleine Wunder“. Kleine Wunder entstehen jeden Tag, in Unternehmen, Vereinen, Werkstätten, Laboren und vielen weiteren Orten. Eine gute Gelegenheit, die kleinen Wunder des Amateurfunks der Öffentlichkeit zu zeigen.
Eine Karte mit bundesweiten Teilnehmenden finden sich auf der Webseite der Aktion unter https://www.wdrmaus.de/extras/tueren_auf/.
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In seiner turnusmäßigen Sitzung am 25. September hat der Bundesrat die Fünfte Verordnung zur Änderung der Frequenzverordnung beschlossen. Damit ist nun ein weiterer Schritt getan, eine rechtliche Basis für den erneuten Sendebetrieb deutscher Funkamateure im 4-m-Band zu schaffen. Dieser Beschluss des Bundesrats bedeutet jedoch nicht automatisch, dass etwa ab dem 1.1.2027 wieder im 4-m-Band gefunkt werden darf.
Auf der Zeitschiene stehen erst einmal die formale Ausfertigung der Verordnung durchs zuständige Ministerium und die Verkündung im Bundesgesetzblatt. Daran anschließend folgen die notwendige Aktualisierung des Frequenzplans durch die Bundesnetzagentur und die Anpassung der Nutzungsbestimmungen. Danach kann eine Zuteilung durch die BNetzA erfolgen. Erst nach Veröffentlichung einer entsprechenden Verfügung, also dem dort genannten Stichtag, dürfen Funkamateure diese Frequenzen legal nutzen. Wenn alle diese Prozesse zügig ablaufen, könnte es bis zum Beginn der Sporadic-E-Saison 2027 klappen.
Bernd Mischlewski, DF2ZC
Martin Weber, DL5DS
Referat Frequenzmanagement -
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Mit WSJT‑X 3.2.0-rc1 wird ein neuer Digimode vorgestellt: JTTY [1]. Im Text‑ und Messaging‑Slang steht JTTY für „just to tell you“. Der neue digitale Modus bietet schnelle, RTTY‑ähnliche Contest‑Austausche und Chat‑Kommunikation von Tastatur zu Tastatur. | ▶️
JTTY arbeitet ähnlich wie RTTY, liefert jedoch eine deutlich bessere Empfindlichkeit bei gleichzeitig sehr niedrigen Fehlerraten. Im Gegensatz zu den FTx‑Modi erlaubt JTTY das Senden jederzeit. Verwendet wird eine 4‑Ton‑GFSK‑Wellenform mit 1,888‑Sekunden‑Frames und einer Bandbreite von etwa 127 Hz. Wie bei PSK31 lassen sich die Funktionstasten F1–F8 mit contesttypischen Austauschmeldungen belegen. Texte können während des Sendens geschrieben und in eine Warteschlange gestellt werden. Signal‑Subtraktion und adaptive Dekodierung unterstützen bei überlappenden oder fadenden Signalen. Gesendeter und empfangener Text wird in der Datei ALL.TXT protokolliert; eine MMTTY‑kompatible Schnittstelle verbindet zu MM‑Logger+ ab Version 1.0.11449 oder neuer. Das WSJT-Entwicklerteam um Joe Taylor hatte bereits im Juni 2026 JTTY angekündigt [2].
Was ist 4-GFSK?
GFSK, die Abkürzung für Gaussian Frequency Shift Keying, ist ein digitales Modulationsverfahren, das in zahlreichen modernen Funkanwendungen zum Einsatz kommt. Es handelt sich dabei um eine Weiterentwicklung der klassischen Frequenzumtastung (FSK), bei der digitale Informationen durch unterschiedliche Trägerfrequenzen übertragen werden. Während bei herkömmlicher FSK die Frequenzsprünge zwischen den einzelnen Datenbits abrupt erfolgen, werden diese Übergänge bei GFSK durch einen sogenannten Gauß-Filter geglättet. Dadurch entstehen weichere Frequenzwechsel, die das ausgesendete Signal deutlich spektral sauberer machen.
Der größte Vorteil dieser Technik liegt in der reduzierten Bandbreite. Durch die geglätteten Übergänge wird weniger Energie in unerwünschte Nebenwellen abgestrahlt, sodass benachbarte Kanäle wesentlich geringer gestört werden. Dies verbessert die Frequenzökonomie und ermöglicht eine effizientere Nutzung des verfügbaren Spektrums. Gerade in Zeiten zunehmender Funkaktivität und knapper Frequenzressourcen stellt dies einen wichtigen Vorteil dar.
Ein weiterer Pluspunkt von GFSK ist die nahezu konstante Hüllkurve des Signals. Im Gegensatz zu vielen komplexeren digitalen Modulationsverfahren bleibt die Sendeleistung weitgehend gleichmäßig, wodurch auch hocheffiziente Leistungsverstärker eingesetzt werden können. Die Anforderungen an die Linearität der Endstufe sind vergleichsweise gering, was insbesondere bei batteriebetriebenen Geräten von Vorteil ist. Gleichzeitig bleibt die Modulation robust gegenüber Störungen und Amplitudenschwankungen, was zuverlässige Funkverbindungen selbst unter schwierigen Ausbreitungsbedingungen ermöglicht.
Die Glättung der Frequenzübergänge bringt allerdings auch einen kleinen Nachteil mit sich. Da sich benachbarte Symbole gegenseitig beeinflussen können, steigt die Komplexität der Signalverarbeitung im Empfänger. Moderne digitale Signalprozessoren bewältigen diese Aufgabe jedoch problemlos, sodass die Vorteile in den meisten Anwendungen deutlich überwiegen.
GFSK und verwandte Verfahren haben sich daher in einer Vielzahl technischer Systeme etabliert. So basiert Bluetooth sowohl in der klassischen Variante als auch bei Bluetooth Low Energy auf GFSK. Das weltweit eingesetzte Mobilfunksystem GSM verwendet mit GMSK (Gaussian Minimum Shift Keying) eine eng verwandte Modulationsart. Auch das automatische Schiffsidentifikationssystem AIS setzt auf diese Technologie. Im Amateurfunk finden sich entsprechende Verfahren ebenfalls wieder. Die digitale Sprachbetriebsart M17 nutzt beispielsweise 4GFSK, bei der vier statt zwei Frequenzzustände übertragen werden. Dadurch lässt sich bei gleicher Kanalbreite eine höhere Informationsdichte erreichen. Weitere digitale Sprachsysteme wie DMR, NXDN oder D-STAR basieren ebenfalls auf FSK-Varianten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass GFSK die Robustheit und Einfachheit der klassischen Frequenzumtastung mit einer deutlich besseren Spektraleffizienz verbindet. Die Kombination aus geringer Bandbreite, reduzierten Nebenaussendungen, hoher Energieeffizienz und guter Störfestigkeit macht dieses Verfahren bis heute zu einer der wichtigsten digitalen Modulationsarten im professionellen Funk, im Mobilfunk und im Amateurfunk.
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[1] https://wsjtx.github.io/wsjtx/guide-full.html#JTTY
[2] https://www.dx-world.net/new-digital-mode-jtty/ -
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Die Mission Transporter-18 von SpaceX ist ein Rideshare-Flug, der Kleinsatelliten ins All bringen und am 1. Oktober 2026 mit einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Space Force Base starten soll. Insgesamt befinden sich 130 Nutzlasten an Bord, darunter Raumschlepper (auch als orbitale Transferfahrzeuge, OTV bekannt), Mikrosatelliten, Nanosatelliten (CubeSats) und Picosatelliten (PocketQubes), die in eine sonnensynchrone Umlaufbahn gebracht werden sollen. Unter dieser Vielzahl von Nutzlasten werden mehrere Pico-Satelliten sein, die Amateurfunk Frequenzen nutzen, die von der IARU koordiniert wurden.
ERMINAZ-2: Die AMSAT-DL nutzte eine unerwartete Flugmöglichkeit auf einem Raumschlepper der Firma UARX Space und stellte in Rekordzeit die drei Flugmodelle ERMINAZ-2U, -2V und -2X zusammen. Die 1P PocketQubes tragen Strahlungssensoren, Magnetometer und dreiachsige Trägheitsnavigationssysteme. Ein SSDV-Download von Bildern und ein Digipeater-Betrieb sind vorgesehen. Von der IARU wurden folgende Frequenzen koordiniert:- ERMINAZ-2U: Downlink auf 435,900 MHz (Rufzeichen: DP0PQA)
- ERMINAZ-2V: Downlink auf 145,920 MHz (Rufzeichen: DP0PQB)
- ERMINAZ-2X: Downlink auf 145,960 MHz (Rufzeichen: DP0PQC)
Die Mission des KENSAT ist ein Amateur- und Open-Source-Weltraumprojekt, das von dem malaysischen Ingenieur, Ken Chan, entworfen wurde. Sein Hauptziel ist es, die Machbarkeit von künstlicher Intelligenz in der niedrigen Umlaufbahn (Edge AI) zu demonstrieren. Von der IARU koordinierte Frequenzen:
- Downlink: 437,080 MHz / GFSK 9600 Baud
- Telemetrie: Protokoll AX.25 / G3RUH
Die Mission des Satelliten HADES-L der AMSAT-EA dient der Amateurfunkkommunikation und technologischen Experimenten in der niedrigen Umlaufbahn. Bei der IARU beantragte Frequenzen (Koordinierung noch nicht abgeschlossen) sind:
- Uplink: 28,472 MHz USB
- Downlink: 436,665 MHz FM
UNNE-1B / HADES-E2 ist ein 1.5P-PocketQube, der von der AMSAT-EA in Zusammenarbeit mit der Universität Nebrija in Madrid gebaut wurde. Er trägt einen SDR-basierten FM- und FSK-Repeater. Zusätzlich werden digitale Codec2-Sprachnachrichten gesendet. Und er enthält ein pädagogisches "Ratespiel", für das wöchentlich Hinweise in der Telemetrie versteckt werden. UNNE-1B war schon für einen Start auf der Transporter-17-Mission gemeldet und soll diesmal wirklich dabei sein. IARU-Frequenzen sind:
- Uplink: 145,925 MHz / FM (ohne CTCSS) FSK 200 bps, AFSK, AX.25, APRS 1200/2400 bps
- Downlink: 436,888 MHz / FM und Daten
- Telemetrie: CW-Bake, APRS und AX.25 (von 50 bps bis 1200 bps)
UTNH-SAJILO-SAT ist ein CubeSat, der AMSAT Nepal, der auch als Sanosat-2 bezeichnet wird. Die Hauptaufgabe dieses Satelliten besteht darin, als digitaler Repeater zu fungieren. Darüber hinaus verfügt der CubeSat über eine 2-Megapixel-Kamera für SSDV-Übertragungen. Von der IARU wurde ein Downlink auf 436,650 MHz (GFSK (1000 bps) und CW (20 WPM)) koordiniert.
UTN Haedo ist ein 3U CubeSat der Universidad Tecnologica Nacional Regional Haedo in Argentinien. Er wird LoRa Telemetrie und ein CW-Beacon auf 436,850 MHz übertragen und einen automatischen LoRa-Ping-Service anbieten: Amateure, die eine Ping-Anfrage an den Satelliten senden, erhalten eine Antwort mit ihrem Rufzeichen. Die IARU-Frequenzkoordinierung ist noch nicht abgeschlossen.
Quelle: AMSAT-DL, AMSAT News Service, AMSAT Francophone
DM4TG -
Video: MeshCore — So kommuniziert ihr auch beim BlackoutWenn der Strom ausfällt, fällt meist auch das Handynetz aus. MeshCore hält euch trotzdem in Kontakt. Wie das geht, erklären wir im Video.www.heise.de
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Grimeton sendet am 24. Oktober 2026 auf 17,2 kHz
Am 24. Oktober 2026 sendet der schwedische Längstwellensender mit dem Rufzeichen SAQ anlässlich des „Tags der Vereinten Nationen“ auf 17,2 kHz eine Botschaft in Morsetelegrafie an die Welt. Um die eigene Empfangsanlage für dieses Ereignis vorzubereiten, ist noch ausreichend Zeit.
1924 war der Aufbau der Grimeton-Funkstation in Schweden abgeschlossen und die beiden von Ernst F.W. Alexanderson entwickelten Maschinensender nahmen den kommerziellen Betrieb auf. Das Rufzeichen der Funkstation lautete schon damals SAQ. Heute ist dies die einzige erhaltene und noch funktionsfähige VLF-Sendeanlage aus jener Zeit, auch wenn nur noch einer der beiden ursprünglichen Alexanderson-Wechselstromgeneratoren erhalten ist.
SAQ-Sendeplan für den 24. Oktober
Im Vergleich zu den Sendungen in früheren Jahren wurde die Sendezeit um eine Stunde verschoben:
14.20 Uhr (1220 UTC) Beginn der Live-Videobertragung aus Grimeton auf dem YouTube-Kanal von SAQ mit einem Rundgang durch die Senderhalle.
14.30 Uhr (1230 UTC) Start und Abstimmung des Wechselstromgenerators.
14.45 Uhr (1245 UTC) Beginn der Testschleife „vvv vvv vvv de SAQ SAQ SAQ“.
15.00 Uhr (1300 UTC) Übertragung einer Nachricht auf 17,2 kHz CW.
Empfangsberichte sind über ein Online-Kontaktformular willkommen und werden innerhalb weniger Tage per elektronischer QSL bestätigt.
Testsendungen am 23. Oktober
Am Freitag zuvor, dem 23.10., zwischen 13.00 und 16.00 Uhr Uhr (1100 UTC bis 1400 UTC) ist auf 17,2 kHz mit einigen kurzen Testübertragungen zu rechnen. Während dieser Tests ist SAQ auf Sendung, um Messungen durchzuführen.
Amateurfunkstation SK6SAQ am 24. Oktober
Am 24.Oktober 2026 ist vor und nach der SAQ-Sendung die Klubstation auf dem Gelände des Längstwellensenders unter dem Rufzeichen SK6SAQ auf den folgenden Amateurfunkfrequenzen aktiv:
3517,2 kHz CW
7017,2 kHz CW
14017,2 kHz CW
3755 kHz SSB
7140 kHz SSB
Zwei der Frequenzen werden laut aktueller Planung die meiste Zeit auf Sendung sein. QSL-Karten und Empfangsberichte an SK6SAQ (nicht SAQ!) werden gerne entgegengenommen über E-Mail an info(at)alexander.n.se oder über das schwedische QSL-Büro. Direktsendungen (bitte mit Rückporto) erreichen SK6SAQ über diese Postanschrift: Alexander – GVV, SK6SAQ, Radiostationen Grimeton 72, SE-432 98 Grimeton, Schweden.
Zur Vorbereitung des Längstwellenempfangs: Im FUNKAMATEUR wurde mehrfach über SAQ Grimeton und die für Längstwelle geeignete Empfangstechnik berichte (Suche nach „SAQ“ unter https://archiv.funkamateur.de/).
SAQ Grimeton via DL1AX
Red. FA/-joi
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Kein Signal und doch: Erstmals Radiostrahlung direkt von einem Exoplaneten detektiertErstmals ist es gelungen, ein natürliches Radiosignal aus dem All direkt einem exoplaneten zuzuordnen.www.grewi.de
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"Unlösbar": KI entschlüsselt Deutschen Funkspruch aus dem Ersten WeltkriegÜber ein Jahrhundert lang blieb ein deutscher Funkspruch von 1918 ungelöst. Nun will ein Blogger ihn mithilfe von KI entschlüsselt haben. Britische Logbücher…www.t-online.de
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27. General Conference der IARU Region 1: Amateurfunkverbände aus aller Welt beraten in Wien über Frequenzen, Satelliten, Jugend und Zukunft des FunkdienstesInternationale Vertreter des Amateurfunks treffen sich derzeit im Parkhotel Schönbrunn zur 27. General Conference der International Amateur Radio Union Region…www.meinbezirk.at





