Kundendienstschrift für Bosch 168/458

  • Egal, wenn ich die Abgleichanleitung habe, wird sich bestimmt auch jemand mit einem geeigneten Messplatz finden. Kenne da auch jemanden, aber ohne Unterlagen geht der da nicht dran.


    Warum findet man das eigentlich nirgends im Netz? Ist das so "geheim"? :)


    73, Andy

  • Doch, das ist mit Feingefühl und minimalste Ausstattung schon machbar. Ok, das letzte db wird man so nicht rauskitzeln.
    Vielleicht kann DG7GJ hier mal sein damaliger Abgleich schilderm :D

  • Hi,


    geheim ist das nicht aber da sind Copyrightrechte drauf.


    Gruss Flo

    Gruss Flo 13RF112


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  • Zitat

    Original von Florian 40
    Hi,


    geheim ist das nicht aber da sind Copyrightrechte drauf.


    Gruss Flo


    Na gut, heute, am 26. April, dem Welttag des geistigen Eigentums, lassen wir das mal durchgehen....


    ;,z18


    Zitat

    Original von mixery
    Doch, das ist mit Feingefühl und minimalste Ausstattung schon machbar. Ok, das letzte db wird man so nicht rauskitzeln.


    Ich habe hier ja auch ein paar Mess- und Funkgeräte, nur eben keinen High-Tech-Messplatz. Das Gerät liegt hier eh nur herum, und darum dachte ich mir halt, ich versuche das mal afu-tauglich zu machen. :)


    73, Andy

  • Das geht schon, hoffe daher, das DG7GJ sich meldet. Er hatte es auch erfolgreich hinbekommen mit einfachsten Mitteln. Er hatte mir da eine amüsante abenteuerliche Geschichte erzählt wie er das machte :D Aber erfolgreich.

  • Hi mixery!


    Zitat

    Original von mixery
    Das geht schon, hoffe daher, das DG7GJ sich meldet.


    *MELD* ;,z41
    Bin halt nicht immer der schnellste hier im Forum..:-)


    Zitat

    Original von mixery
    Er hatte es auch erfolgreich hinbekommen mit einfachsten Mitteln. Er hatte mir da eine amüsante abenteuerliche Geschichte erzählt wie er das machte :D Aber erfolgreich.


    Hehe...das waren noch Zeiten...:-)


    Also KF168.
    Gerät öffnen und so vor sich hinlegen das die Fontplatte richtung des eigenen Bauches und die HF-Endstufe hinten links liegt.


    Knapp unterhalb der Endstufe und des Tiefpassbereiches befinden sich aufgereiht die fünf Kastenkerne für den RX-Bandpass.


    Zu den Kernen in den Kastenkernen braucht man zunächst das passende Abgleichbesteck. Nix Schraubendreher sondern exakt passendes, elektromagnetisch neutrales Material (Plastik, Bernstein, allerhöchstens eine wenige mm große Messingklinge).


    Nun braucht es ein Messignal auf der Empfangsfrequenz, welches man beliebig dämpfen kann.
    Der Funkamateur ohne entsprechende Meßmittel nutzt dazu...:


    Am abzugleichenden Funkgerät eine beinahe beliebige Antenne passend zum Frequenzbereich.


    Ein Testfunkgerät welches sich auf 10~250mW o.ä. runter schalten kann.
    Bei mir war es damals ein IC-Q7E.
    An diesem Testsignalgerät hängt man nun einen Dummyload und bastelt sich was zum Dauerträger ansteuern. Beim IC-Q7E bei mir damals war es ein 4-pol Klinkenstecker mit 2k2-Widerstand als PTT-Dauertaster.


    Nun stimmt man die fünf RX-Kreise nacheinander etappenweise ab auf bestes Rauschmaß in der KF168.
    Jedes mal wenn man die optimale Einstellung gefunden hat, dämpft man das Testsignal weiter, indem man dem Testsignalgeber (IC-Q7E mit Dummyload) Dämpfungsglieder verpasst.


    Als haushaltsübliche Dämpfungsglieder bieten sich an:


    - Zimmerwände
    - metallische Wäschekörbe
    - Kühl-/Gefrierschränke (nicht zulange drinn lassen, hi)
    - Waschmaschinen
    - Mikrowellengeräte


    (beide letzten Varianten nur im abgeschalteten Zustand, hi).


    Das geht so übrigens mit fast allen Funkgeräten und FME's usw. so.
    Ist aber halt die "Küchentischmethode" die keinerlei Meßwerte liefert.
    Man weis halt nicht ob z.B. 20dB SINAD erreicht werden bei 0,2µV oder erst bei 10,xµV.


    Man kann so also schon "das letzte dB rauskitzeln", jedoch kann man z.B. keine Defekte dabei erkennen.
    Bestes Rauschverhältniss kann bei einer defekten Vorstufe auch bei 10-30µV liegen - man merkt es halt nicht wenn man keine klaren Meßwerte vor Augen hat.


    Und im professionellen Bereich (Betriebsfunk + BOS + Flugfunk usw.) ist diese Methode absolut *Bäh*.


    Für reine Afu-Anwendungen hingegen, spricht nix dagegen - solange es nur um die Bandpass-Einstellung geht.


    Achja...und Frequenzversatz geht so "Pi x Daumen" auch, wenn man ein sauber kalibriertes Allmode-Gerät besitzt (SSB...Schwebungsnull...)


    Das sind halt Methoden für Leute die spielerisch lernen wollen.
    Ansonsten: Wenn Programmierung schon drinn ist, und es alleine nur noch um den Abgleich geht, liegen die Kosten bei einer fairen Funkwerkstatt im Trinkgeldbereich zwischen 10 und 25€. Mehr ist Wucher, für nichtmal 10 Minuten Arbeit.


    Grüße aus Dortmund


    Jürgen Hüser