Beiträge von DG7GJ

    Hallo Hartmut!



    Nunja, die 458,99 gehört zum Frequenzzuteilungsgebiet (FZG) 1 wo auch die Feststation des Kunden ist.

    Der Tunnel hingegen liegt auf der Grenze zwischen FZG 4 und FZG 5.

    Welche Richtlinien die BnetzA für solche Tunnel hat oder anwendet weiß ich nicht.

    Der Tunnel ist jedenfalls knapp geschätzt ungefähr 6-7Km Luftlinie von der FZG 1 Grenze und knappe 10-12Km vom Kunden entfernt.


    Unter der Berücksichtigung das die Frequenznutzung im Tunnel ausserhalb nur einige 100m Reichweite hat - und da auch nur an Ein- und Ausfahrt, sind Störungen eigentlich ausgeschlossen.

    Dennoch wundert es mich etwas. Weil wenn das kein extrem merkwürdiger Defekt wäre, sondern tatsächlich sowas Doppler-Radar-artiges, würde mich das wundern. Denn das wäre keine für diese Frequenz zulässige Sendeart 14k00F3E/G3E und im Dauersendebetrieb auch nix mehr was zu einer Gemeinschaftsfrequenz passen würde.

    Physikalisch spricht dagegen das solche Doppler-Radaranwendungen eben absichtlich bei etlichen GHz liegen, da mit steigender Frequenz auch der Dopplereffekt vergrößert wird, und somit leichter messbar ist.


    Naja, wie gesagt:

    Laptop mit RTL-SDR-Stick wäre das nächste mal griffbereit, und wenn ich dazu vorher komme vielleicht auch der RSP1A.


    Grüße


    Jürgen

    Hallo!


    Konkret dieses Dataeagle-System kenne ich konkret nicht, aber vergleichbare Datenanwendungen.

    Die arbeiten alle mit "gewöhnlichen" FM-Abarten. Also FFSK, 4GFSK und ähnlich.

    Und die im Prospekt genannten "459MHz" darf nicht als fester Übertragungskanal gesehen werden. All diese Anlagen sind programmierbar zwischen 450-460, bzw. 430-470MHz.


    Das heftigste Geschoß was mir aufgrund einer Kundenanfrage letzten April über den Weg lief war der RipEX2:

    https://www.racom.eu/eng/products/radio-modem-ripex.html


    Ne, bei nächster Gelegenheit wenn ich vorraussichtlich irgendwann nächste oder übernächste Woche nochmal durch den Tunnel mus, will ich mir da mal ein möglichst umfangreiches Meßprotokoll via SDR aufzeichnen.


    Was ich bisher sagen kann:

    Ein Betriebsfunkgerät auf 458,990 mit 20kHz Kanalbreite programmiert empfängt das Chaos knappe 100m vor Tunneleinfahrt und bis einige zig Meter nach Tunnelende. Das Chaos an kreutzmischung der (dem Gehör nach) 3-4 Einzelsender ist in der Mitte des Tunnels am heftigsten, kreischt und quitscht fürchterlich, aber ohne das es hörbar an den flanken des ZF-Filters kratzt.

    Ebenso ein im Fahrzeug verbauter BCT-15T welcher alle Kanäle abgrast stoppt den Suchlauf exakt auf der 458,99 und nicht auf der 458,97 oder 459,01.

    Alles für mich bislang Indizien das all diese Sender innerhalb der genormten Kanalbreite von der Gemeinschaftsfrequenz 458,99 liegen.


    Was immer da gemacht wird, eine sinnreiche Datenübertragung mittels FFSK, GFSK oder 4GFSK halte ich bei dieser extremen Gleichkanalstörung für absolut unmöglich. Sollte es soeine Anlage sein die Meßdaten via Zeitschlitzverfahren übertragen will, scheinen alle Sender so kaputt zu sein das die dauerhaft senden. Halte ich also auch eher für unwarscheinlich.


    Meine Erste Idee ging direkt in Richtung Prinzip Dopplerradar:

    So ein Tunnel hat dank seiner Betonröhre ein charakteristisches Reflektionsverhalten. Jedes Fahrzeug welches da durch fährt verfälscht dieses Reflexionsverhalten. Pakt man zu den Sendern also noch ein paar Empfänger welche das Chaos zwischen leerem Tunnel und vollem tunnel vergleichen, düfte man problemlos zahlreiche Daten daraus errechnen können:

    Wieviele Fahrzeuge, wie schnell, gibt es Stauungen oder gar Stillstand.


    Das einzige was mich verwundert: Sowas macht man gewöhnlich zwischen 5-50GHz und eben nicht auf 70cm Gemeinschaftsfrequenzen.

    Und Verkehrstelematik ist inzwischen ein Massenproduktionsbereich wo Radar + Infrator parallel gefahren wird. Diese Teile hängen in Massen über Autobahnen und innerstätisch an manchen Ampeln.


    Grüße


    Jürgen

    Hallo Hartmut!


    Hallo Jürgen,


    ich hab bei so sahen erst den 4025 eingesetzt, später dann den SNA.3500.

    da konnte ich immer genau sehen was an HF wo los war / ist.

    Ein 4025 oder bei mir 4031 bietet nur einen sehr eingeschränkten Einblick in Signal bzw. Modulationsformen die Abseits von AM/FM liegen.

    Ein richtiger Spektrumanalyzer (z.B. SNA) ist da schon besser. Nur solche Sachen fahre ich nicht gerne auf dem Beifahrersitz umher.

    Zu teuer, zu komplex, nur eingeschränkte Aufzeichnungsmöglichkeiten.


    Heute nimmt man dafür eher SDR.

    Das sind aus meiner Sicht sowas wie "günstige Multimeter" für den Funktechniker.

    Mal eben bei einer Gerätereparatur gucken ob der µC-Takt läuft, ob alle oszillatoren schwingen oder etwas eiert...immer häufiger safte ich dafür nicht sofort ein Spektrumanalyzer an, sondern zücke eine günstige SDR-Lösung.


    Was z.B. seit Jahren mit in der Tasche meines Servicelaptops liegt, zusammen mit Nahfeldsonden, Tastkopf und ein paar Antennenadapter ist ein RTLSDR, damals Version 2, indzwischen mehrere V3 die hier liegen:

    https://www.rtl-sdr.com/buy-rtl-sdr-dvb-t-dongles/


    Schlappe 20€ die nicht sonderlich schmerzen wenn sowas abraucht oder verlohren geht.


    Seit kurzem liegt in meiner Werkstatt ein RSP1A:

    https://www.sdrplay.com/rsp1a/


    M.E. sollte sich jeder der mit Funkmeßplätzen und Spektrumanalyzer arbeitet sich solche Teile mal anschauen.

    Dann wird schnell klar was ich meine wenn ich sowas als "Multimeter für Funktechniker" bezeichne.


    Grüße


    Jürgen

    Hallo!


    Wie gesagt - komme da nur selten lang.

    Ist aber absehbar irgendwann kommende Woche oder zumindest noch diesen Monat.


    Dann werde ich zuerst mal das Signal zur späteren Analyse aufzeichnen.

    Muss mal gucken ob ich dafür einen meiner RTLSDR V3-Sticks nehme oder den RSP1A.


    Dann sehe ich in jedem Fall wieviele Einzelträger tatsächlich beteiligt sind, und ob dort eventuell auch Modulationen ausserhalb des Nutzbandes drauf sind. Werde dann berichten wenn ich da mehr habe.


    Grüße


    Jürgen

    Werde ich machen.


    Muss noch darauf warten das ich fehlende Ersatzteile geliefert bekomme.

    Für die Auslieferung muss ich dann wieder durch den Tunnel.

    Werde mal gucken das ich via SDR dabei automatisch RF, ZF und NF-Spektrum mitschneide.


    Bin zwar kein Fan von Laptop auf Beifahrersitz, ist mir aber allemal noch lieber als mit fettem Spektrumanalyzer auf dem Beifahrersitz durch nen Autobahntunnel zu fahren..:-)


    Grüße


    Jürgen

    Hallo Hartmut,


    Aneinander vorbeireden trifft es glaube ich ziemlich genau.


    Ich weis nicht aus welcher Zeit du gefallen bist, aber Intermidulationen scheinen dir Fremd zu sein, weswegen du nur Oberwellen kennst.

    Das ganze untermalst du mit Techniken die Jahrzehnte nicht mehr existent sind:

    B-/B2-Netz wurde die allerletzte Kopfstelle 1995 abgeschaltet, also vor nicht weniger als 24Jahren.


    Alle Funkdienste die du in Beitrag 2 ab Teilungsfaktor 6 aufgezählt hast, kenne ich. Weil ich mich etwa seit 1982 mit Funk beschäftige.

    7= 65,5714 MHz ---> 47 - 68 MHz Rundfunkdienst, beweglicher Landfunkdienst ohne Bewegung

    Da war in meinem Umfeld gelegentlich was los, ja. Man kennt diese Ära heute "kalter Krieg".


    -?- 38,25 MHz ---> 38, 25 - 38,45 MHz Beweglicher fester Funkdienst

    -?- 35,3 MHz ---> BOS 8m - 35,320 MHz

    -?- 32,78 MHz ---> Beweglicher fester Funkdienst 30,01 -34,35 MHz

    Kenn ich auch noch. Gute 10 Jahre bevor das B-netz abgeschaltet wurde, also grob 1984-1985 sind die eifristen Nutzer dort unten (Autobahnmeisterreien und ADAC) das 8m Band aufgegeben. Seit dem funkt dort - ein paar Fernsteuerungen von Modellbaufreaks abgesehen - gar nichts mehr.


    Ist das nicht evtl. nur der Funk für den Tunnel?

    Anschließend wird er Funk -Draht umgesetzt?


    Der Funk für den Tunnel - das macht schon mal Sinn. Denn immerhin kommt es ja aus dem Tunnel. Würde es also nichts mit dem Tunnel zu tun haben, wäre es dort garantiert nicht.


    Und Drahtfunk...tja...ich weis was du meinst. Nur was hat das mit meiner Beschreibung zu tun?


    Sicherlich wird "Der Funk" dieses Tunnels zusammen mit den Livebildern der Kameras dort zu einer Verkehrsleitzentrale geführt.

    Ob nun über Kabel oder Richtfunk ist dabei egal.

    Nur...was sollte dann meine Frage hier?


    Ich kenne Objektfunk/Tunnelfunk/Gebäudefunk. Das arbeitet prinzipiell, wenn es nur halbwegs sinnreich aufgebaut ist, sauber ohne Phasenüberlagerungen und sich gegenseitig zuquitschenden Störsignalen.

    Im Tunnel für gewöhnlich ist ein oder maximal zwei Rundfunksender die ausgestrahlt werden, geht m.W. über Schlitzkabel.

    Ebenso eine BOS-Tunnelfunkanlage die im regelfall abgeschaltet wird. Muss von der BF-Leitstelle im Einsatzfall aktiviert werden.

    Ansonsten im Tunnel:

    68-87,5MHz tot

    108-174MHz tot

    380-526MHz tot


    Bis eben das beschriebene Signal:


    458,91 nix

    458,93 nix

    458,95 nix

    458,97 nix

    458,99 <- die 3-4 sich gegenseitig störenden Sender

    459,01 nix

    459,03 nix


    Mein erster Gedanke war halt irgendeine EMV-Abstrahlung einer Kamera oder sonstwas was da rumsaut.

    Aber -40dBm an einer PKW-Antenne? Über 1,3Km Tunnellänge?


    Ne, das stinkt für mich nicht mehr nach EMV-Dreck sondern nach gut 800mW - 1,xW ERP an drei oder vier Stellen über die Tunnellänge.


    Käme das Signal so aus dem Schlitzkabel wäre das eine unheimlich abschreckende Fehlleistung des Erbauers der Tunnelfunkanlage, die kein Gesunder Mensch so abnehmen würde.

    Noch etwas ist merkwürdig:

    Die 458,99 gehört zur FZG 1

    Der Tunnel liegt aber auf der Grenze zwischen FZG4 und FZG5.


    Grüße


    Jürgen

    Hallo Hartmut,


    nochmals die Klarstellung was ich meine:

    Ich schrieb das dort drei bis vier "Träger" ohne Modulation rumsenden. Das "gekreische" aus dem Lautsprecher kommt durch die Überlagerungen der einzelnen unmodulierten Träger im Empfänger des Funkgerätes. Die Einzelträger selber haben bislang keinerlei erkennbare Modulation, zumindest nicht im betriebsfunküblichen Sprachband-Bereich 150-3000Hz.


    Somit kann ich allenfalls auf 458,990 das Gesamtsignal aufnehmen und demnächst mal analysieren, freilich auch was etwaige Modulation oder Reste davon angeht.


    Das Signal auf der Grundfrequenz vermessen brauche ich nicht.

    Das einzige Signal was aus deiner Sicht "verdächtig" sein könnte, ist ein DMR-Relais unbekannten Standortes im Dauersendebetrieb TierIII und unbekanntem Betrieber/Zweck. Sitzt exakt auf der 153,0125MHz und ist eben ein DMR-Signal.

    Also Modulation am knattern wie eine Stichsäge und einer Kanalbreite von glatten 12kHz. Wie das eben so bei 4GFSK/4800Bd so ist.

    Seine dritte Harmonische läge dann nicht auf 458,99 sondern auf 459,0375MHz und würde über fast 40kHz breite knattern.

    Solch eine Harmonische ist aber bei diesem Tier3-Relais nicht feststellbar - was auch verunderlich wäre.

    Zumindest wenn man weis wie modern und anspruchsvoll solche DMR-Relais sind.


    Nein...stelle dir drei kleine Senderchen vor, beispielsweise Handfunken, die gleichzeitig senden ohne Modulation. Einfach nur ein nackter Peak im Spektrum. Was würde ein viertes Gerät empfangen? Genau diesen Effekt meine ich.

    Nur halt noch etwas heftiger, aufgrund Betonröhre und entsprechend vielen Reflexionen.


    Naja, hab mir eben zusätzlich zum SDR# noch HDSDR auf dem Laptop installiert und mittels Meßplatz pegelmässig kalibriert.


    Grüße


    Jürgen

    Hallo Hartmut,


    Von ausserhalb kommt sogut wie nix in den Tunnel, kein Radio, kein DVB-T, kein Mobilfunk.

    Alles was da empfangbar ist, muss aus dem Tunnel selbst kommen.


    Daher:


    /2 = 223-290 beweglicher Landfunkdienst: Du weist schon was da bislang gefunkt hat, und das man sowas eher in Theatern, Schauspielhäusern usw findet, aber bestimmt nicht in einen Autobahntunnel.


    /3 = Autotelefon B/B2....gibt es seit ziemlich grob 20 Jahren nicht mehr, dort liegt heute DMR-Betriebsfunk

    /4 = Flugnavigation, gibt es dort nicht.


    /5 = UKW-Rundfunk ist so ziemlich das einzige deiner Liste was ansatzweise denkbar erscheint.

    Weis nicht welche Sender und Frequenzen da über die Tunnelfunkanlage übertragen werden, das Verkehrsfunkschild dort ignoriere ich regulär :-)


    Bei einfachen Oberwellen bin ich übrigens gar nicht.

    Denn zum einem sind die grob gemessenen -40dBm dafür zu hoch - soein Sender dürfte nichtmal in Bergwerken betrieben werden.

    Zum anderen kommt bei Harmonischen immer die Modulation mit in das Mischprodukt.

    Anders bei Intermodulation der verschiedenen Ordnungskategorien.


    Kommende Woche werde ich da mutmaßlich noch zwei mal durch müssen. Da überlege ich mir bis dahin ob ich da mal Laptop mit SDR-Stick mitnehme.

    Mit SDR# lässt sich schön das Baseband (ZF) aufzeichnen, dummer weise aber nicht nachträglich laden und betrachten.

    Sowas habe ich damals mal mit HDSDR gemacht, zur not gucke ich mal ob ich das auf den Laptop schmeiße.


    Nach mehrmaligen hören glaube ich auch keinesfalls mehr an Tunnelfunk und Schlitzkabel als Quelle.

    Beim durchfahren geht die Feldstärke sinusartig auf und runter, mit 3 oder vier diskreten Maxima bei knapp -40dBm.

    Hört sich für mich so an als ob da 3-4 Sender über die knapp 1,3Km Tunnellänge verteilt sind, deren Trägerfrequenzen alle nur wenige hundert Hz auseinander liegen.

    An den Tunnelenden hört man jeweils nur einen Träger ohne Mischprodukte, im Tunnel dann schnell zwei, drei, vier, drei, zwei Sender die sich munter Mischen und ziemlich charakteristisch im Funkgerät Pfeifen.


    BTW:

    Erstaunlicher weise kennt wikipedia den Tunnel, zur technischen Ausstattung steht da aber leider nix:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Tunnel_Berghofen

    Hallo!


    Saudumme Frage, aber vielleicht hat hier ja schon jemand Erkentnisse die das Rätsel aufhellen könnten.

    Ein Kunde von mir erwähnte das seine Handfunkgeräte wild anfangen zu blinken (Kanal belegt/SQL) wenn er durch einen bestimmten Tunnel fährt.

    Den Tunnel kenne ich, weiß z.B. das dort eine Tunnelfunkanlage der BF sowie eine Rundfunkanlage drin verbaut ist...aber 70cm Betriebsfunk???


    Hatte die letzten Wochen mehrfach diesen Tunnel (B236 zwischen B1 und Do-Berghofen) zu durchqueren, wo ich mir das mal angehört habe.

    Nach nun dreimaligen Anhören des Signals wäre ich beinahe geneigt mir das mal mittels Spektrumanalyzer oder SDR an zu schauen.

    Allerdings fehlte mir dazu bisher die Gelegenheit.


    Kurz umschrieben was ich mittels normalem Betriebsfunkempfänger (FM) wahrnahm:

    Betriebsfunkfrequenz 458,99MHz, Gemeinschaftsfrequenz.

    Signal beginnt ca. 100m vor dem nördlichen Beginn und endet einige zig Meter nach dem südlichen Ende des Tunnels.

    Entlang des Tunnels offenbar drei oder vier diskrete Einzelträger, offenbar unmoduliert, in einem Pegelbereich von -90 bis -40dBm auf- und abschwellend.


    Es mag meine damalige erste Idee zutreffen: EMV-Dreck, Störabstrahlung von Videoüberwachung, Intermodulation der Rundfunkanlage mit *irgendwas*.

    Allerdings vermute ich da eher das es irgendwas in Richtung Verkehrsflusskontrolle/Geschwindigkeitsmessung o.ä. sein könnte.

    Aber auf einer Gemeinschaftsfrequenz im 70cm Band??

    Bislang kenne ich solche Systeme nur weit oberhalb von 1GHz.


    Grüße


    Jürgen

    Hallo!



    ich habe seit Jahren bei 446.0500 MHz, 458.187 MHZ und 887.7125 MHz und ab und an auch in anderen Frequenzen bzw. Kurzwelle leise Brumm und Ratternde Signale. Dachte zuerst an Irgendwelche Mysteriöse Funkdienste. Schuld bei mir ist Vermutlich die Photovoltaik-Anlage die hier aufs Dach ist. Der Wechselrichter wird wohl das Problem sein.

    Beweisen kann ich es nicht.

    Wechselrichter bei 10-30kHz...immernoch?

    In vielen anderen bereichen wo Schaltwandler höhere Leistungen switchen, ist man inzwischen zwischen 600kHz - 2,xMHz.

    Eben weil entsprechende Schaltelemente das locker verlustarm verkraften, und die Induktivitäten deutlich kleiner und preiswerter (weniger Kupfer) werden.


    Die Herrausforderung bei Netzanschlußgeräten von Photovoltaik-Anlagen ist ja gerade die Netzsynchronität die exakt stimmen muss.

    Und weil die Netzfrequenz ja Lastabhängig ist, muss soein Netzanschlußgerät wahnsinnig schnell (im µs-Bereich) seine Phasenlage nachführen können. Genau dabei entstehen dann häufig die meißten und stärksten EMV-Störungen.


    Der beweis welche Störungen von dieser Anage ausgehen und welche nicht, kann man mittels Laptop und SDR-Stick austesten.

    Nur wenn so ein klarer Hinweis gefunden wird das die Störungsquelle gefunden wird, kann man dagegen vorgehen.

    Entweder indem man selber eine Nachbesserung versucht (da sollte man wissen wo welche Spannungen in solch einer Anlage herrschen) oder das ganze an die BnetzA weiter leiten.

    Im letzteren Fall wäre aber die Messung des Störpegels mit einem kalibrierten Spektrumanalyzer sinnvoll.


    Zitat

    Habe den Hersteller kontaktiert aber genaueres kann der mir auch nicht sagen bzw. kann er sich nicht erklären. Ich will deswegen auch kein Faß aufmachen mit der Bundesnetzagentur, da diese Signale nicht dauernd sind. Aber normal arbeiten diese Wechselrichter bei 10 bis 30khz. Ich kann mir auch nicht richtig erklären warum diese Störsignale auf so Unterschiedliche Frequenzen zu hören sind. Teils sind die Signale im Haus und Keller genauso Stark wie draussen.


    Die Hersteller sowie die Fachbetriebe für Photovoltaik sind generell keine EMV- und Funkfachkräfte, sondern eher "spezialisierte Elektriker".

    Erzählt man denen was von EMV-Störungen durch Schaltwandler fühlen die sich verarscht.

    Ist aber wie gesagt nicht mehr das größte Problem hier.

    Deutlich größer ist der Bereich Elektromobilität, neben den bislang kaum relevanten E-Autos vorrangig die letzten Jahre eBikes und neuerdings eScooter.


    Alles auf Effizienz getunte Antriebe, also mit hohen Strömen über H-Brücke an der Motorwicklung und PWM mit einigen MHz.

    Und ja, es ist ein Lernresistenter bereich, wo die Entwickler heute noch verkappte Antennen verbauen, weil man ja auf seine 15cm Motorkabel bestehen will.


    Grüße


    Jürgen

    Oh ja, das dachte ich mir.

    Ein schon breites (450-500kHz) Upstreamsignal eines Kabelmodems.


    Das sowas auch aus dem BK-Netz leckt wundert mich absolut nicht.


    Schon damals als es keine Rückkanalanwendungen für Endkunden gab war das BK-Netz undicht.

    Insbesondere Sie Sonderkanalbereiche störten vielerorts Sprechfunkanwendungen.


    Damals, bereits ab dem Kabelpilotprojekt (1983/1985) haben die Störungsuntersuchungen gezeigt das die Netzebenen der Bundespost damals bis auf wenige Einzelfälle (Erdkabel und HÜP's) sauber waren. Die in die Millionen gehenden Leckstellen lagen überwiegend hinter dem HÜP, also die Verkabelung in Hausantennenanlagen und in Wohnungen zwischen Antennendose und Rundfunkgerät.

    Pegelmässig also an den Empfangsgeräten mit eher niedrigeren Pegeln.


    Heite bei Internetanwendungen über BK ist die Problematik krasser, weil dort wo Otto Normalverbraucher über Kabel und Stecker bestimmt, nicht mehr nur schwache Signale empfängt, sondern deutlich höhere pegel ins Kabel sendet.

    Mit DOCSIS 3.1 wird für Uplink der Frequenzbereich 5-204MHz genutzt womit solche Störungen locker bis ins 2m Band reichen können.


    Was ich aber eher noch fraglich finde:

    Ähnliche Signalformen empfange ich im 70cm band gelegentlich:



    Sind zwei dicht nebeneinanderliegende, 550kHz breite Streams:

    464,525MHz +- 275kHz = 464,250 - 464,800MHz

    465,075MHz +- 275kHz = 464,800 - 465,350MHz


    Wo die her kommen weis ich nicht. Für BK-Upstrem wäre die Frequenz deutlich zu hoch. Ob es was bezüglich Downstrem ist kann ich nicht eruieren mangels Kabelanschluss.

    Vermute aber eher eine bewegliche Funkanwendung, weil das Signal nur sporadisch sichtbar ist und vom Pegel vor allem dann stark ist, wenn hier in der Stadt Großveranstaltungen laufen.


    Grüße


    Jürgen

    Hallo!


    Also das Unitymedia im BK-Netz auf 83,735MHz sendet glaube ich nicht wirklich.

    Es ist keiner der mir geläufigen Pilottöne.

    Wenn es ein Nutzsignal aus dem Kabelnetz sein sollte, dann kommt es nicht vom Netzbetreiber sondern gehört gemäs DOCSIS3.0 oder DOCSIS3.1 zum Upstream (Rückkanal).

    Signale in diesem Frequenzbereich im BK-Netz kommen also von Kabelmodems.

    Und solche Signale würden niemals durch den ZF-Filter (15kHz) eines Sprechfunk-Scanners passen.


    Ich würde an deiner Stelle nun mal einen SDR-Stick ans Kabel halten und mir das Spektrum mal mit SDR# anschauen.


    Grüße


    Jürgen

    Hach ja...Verschwörungstherorien...


    Wobei: Der rasante Fortschritt ist unaufhaltsam, Sensoren werden immer besser, die digitale Rauschfilterung immer Effizienter.

    Genau das ist ja das was die ganze Klimahysterie antreibt:

    Nicht nur das Regenradar ist hochauflösender geworden, sondern so ziemlich alle Instrumente in der Metereologie.

    Das führt freilich auch dazu das Effekte heute messbar sind, die noch vor wenigen Jahren unbekannt waren und daher niemanden interessierten.


    Vor dem Aspekt würde es mich gar nicht wundern wenn irgendwann tatsächlich minnimale Wetterbeeinflussungen im Bereich von Großsendern festgestellt werden.

    Ob aber KW-Rundfunksender die mit ein paar tausend KW senden, oder solche Anlagen wie DCF77 oder DHO38 tatsächlich überregional das Wetter beeinflussen, oder nur zig stellen nach dem Komma im 1Km-Radius um den Sender die Moleküle etwas wärmer sind, darf heute schon bezeifelt werden.


    Zum Glück sind die Sensoren noch nicht sooo gut...:-)


    Grüße


    Jürgen

    Hallo!


    Es sind also keine neuen Signale die plötzlich aufgetaucht sind?


    Nun, deine MP3's reichen nicht für eine Analyse. Vom klanglichen Eindruck hingegen kommt mir das sehr gewohnt vor.

    Allerdings ist das schon gute 25-30 Jahre her...so anfang 1990-1995 etwa habe ich genau das was in deinen MP3's steckt häufiger gehört.


    Hier in meiner Heimatstatt tauchten diese Signale gelegentlich auf, vorwiegend bei Inversionswetterlagen. Dann aber vorwiegend im 2m und 70cm Band. Im 4m Band gab es damals andere interessante Signale auf Basis FFSK und PSK.

    Das war da alles noch deutlicher lebendiger, weil noch zuhauf Industrie und stationierung von Besatzungsmächte reichlich mit zum Teil sehr skurilen Sachen rumfunkten.


    Das System was du da gefunden hast war damals m.E. nach ein Daten-Bündelfunk, also Vorläufer von MODACOM.

    Wie es genau hies, ob es einem offenem Standard angelehnt war, und wer es nutze habe ich nie herraus gefunden.


    Grüße


    Jürgen

    Hallo!


    DMR ist nur in den absoluten Grundfunktionen zwischen den Herstellern kompatibel.

    Also das grundlegende Format wie ColorCodes und ID's zusammen mit dem AMBE-Codec übertragen werden.

    Alles was darüber hinaus geht ist nicht standerisiert!


    Also Verschlüsselung, GPS, Bündefunkfunktionen usw.

    Selbst bei Text-Messanging gibt es zwar einen Grundstandard, aber nur wenige teurere Gerätetypen (Motorola DPxxxx) ermöglichenen diesen Grundstandard zu aktivieren statt des probitären Verfahrens.


    Grüße


    Jürgen

    Hallo!

    Schon jetzt gibt es 700 Millionen Endgeräte, die neben anderen Satellitennavigationsdiensten auch Galileo-Signale verarbeiten können.

    Ach, wie...?

    Seit einigen Jahren beschäftige ich mich gelegentlich mit GNSS-Modulen.

    Immer wenn dieses Thema bei mir aufkommt suche ich nach zukunfstauglichen Plattformen die wünschenswerter weise dann auch Galileo können sollten.

    Aber mehr als waage andeutungen fand ich bislang nie.

    Angefangen vor gefühlt ~3 jahren mit dem Modul A2200-A der Firma Meastro, die auf dem GSD4e Core basierte.

    Hirzu galt damals und offenbar bis heute:

    Die Hardware des GSD4e beherrscht theoretisch neben den amerikanischen und russischen Netzen auch Galileo.

    Die Firmware higegen zur GSD4e beherrscht Galileo nicht - und es gibt offenbar auch keine Anstrengungen da Galileo mit rein zu implementieren.

    Bei u-Blox sieht es ähnlich aus...Hardware würde dafür taugen, aber Firmware ignoriert Galileo.


    Und nun lese ich da das es schon 700 Millionen Endgeräte für Galileo geben soll? *grübel*...


    Jürgen

    Hallo!


    Laut diesem Pinning hier:

    http://www.zh-tek.com/china/ProductShow.asp?nClass=&ID=271

    der Antennenausgang auf:


    Pad 14 = OUTP

    Pad 15 = OUTN


    Ein echtes Datenblatt habe ich auf der Schnelle nicht gefunden.

    Sieht aber so aus als ob das Antennensignal wie bei vielen ähnlichen Chips symmetrisch ausgegeben wird.

    Falls du da wirklich dran wolltest, weil du z.B. unbedingt eine Antennenbuchse dranbauen willst, bleibt nur ein Weg:

    Herrausfinden welche Ausgangsimpedanz der Chip exakt hat.

    Dann die Signalwege durch ausbau der vier Bauteile an Pad 14 und 15 auftrennen und einen zur impedanz passenden Balun zwecks unsymmetrierung und transformation auf 50 Ohm einbauen:

    https://www.box73.de/index.php?cPath=82_154_239


    Grüße


    Jürgen

    Hallo!


    Bei originalen, unverbastelten Geräten kenne ich das Problem der verzerrten Wiedergabe (die sich so anhört wie Frequenzversatz) nur bei kaputten ZF-Filtern.

    Ganz anders hingegen sieht es aus bei falsch umgeflashten Bündelfunkgeräten GP/GM 6x0 auf 3x0.

    Nämlich immer dann wenn der falsche - nicht zur Hardware passende - Codeplug ins Gerät geschoben wurde (Tanapa).

    Das vermute ich aber bei dir weniger - denn in diesen Fällen reden wir nicht von einstelligen kHz, sondern mitunter von dreistelligen kHz Frequenzversatz zwischen Rx und Tx.


    Abgleichen kann man bei den Geräten nur die Referenzfrequenz die gleichsam für RX und TX zuständig ist.

    Daher:

    Schaue mal wo das Oszillatorsignal für den RX liegt...liegt er tatsächlich neben der Sollfrequenz?

    Wenn nicht, schau dir mal die ZF jeweils vor und hinter den ZF-Filtern an.


    Grüße


    Jürgen

    Hallo Norbert!

    Hallo Jürgen,


    da macht jeder andere Erfahrung. Mein Jetziger Laptop und die paar alte Hündchen nur für Funkanwendungen haben alle AMD´s drin und noch nie Probleme damit gehabt,. So alt wie die sind. Aber ich hab auch nicht die Ahnung davon was gut oder schlecht ist.


    An Gebrauchtgeräte war ich auch dran... und auch Leasingrückläufer hatte ich im Visier... sogar mit Garantie aber leider alles weiter weg von mir und Versand kommt nicht mehr in Frage.


    Nunja, jeder hat andere Anwendungen und Erfahrungen, klar.

    Ich habe halt zuhause und in meiner Werkstatt mehrere Dektops und Tower, angefangen von DOS, Win3.11, W2k, XP bis Win7, zum teil als Multiboot-Systeme - inzwischen überall ausschließlich nur noch Intel's.


    Laptops verwende ich niemals ernsthaft als Hauptrechner, sondern - solange sie noch samt Zubehör (Akku) laufen ausschließlich als mobile Servicegeräte im Kundendienst oder alle paar Jahre mal im Urlaub.


    Und statt mir wie vor 10 Jahren alle paar Jahre neue, aktuelle Laptops (Toshiba, Gericom, etliche mehr) kaufe, fahre ich nur noch robuste Marken.

    In Münster gibt es da einen großen Laden wo ich selten vorbeikomme, aufgrund meiner guten Erfahrungen dort aber auch regelmässig bestelle.

    Der hat Leasinggeräte genau nach meinem Geschmack: Originale DELL die teilweise nur 1-2 Jahre alt sind zu einem, ja man könnte fast "Schüttgut-Preis".


    Wie gesagt: Der letzte war ein Dell Latitude E6320 mit Core i5-2520M 2x2,5GHz / 1333MHz FSB mit allem möglichen Ausstattungsmerkmalen.

    U.a. für mich wichtig im Kundendienst UMTS-Modem, eingebaute Webcam, WLAN Dualband ac und Win7 64Bit Professional OEM.

    Zusammen mit Netzteil und neuem Akku stand da unterm Strich 186€ (ohne neuem Akku nur 149€).

    Und für meine Bedürfnisse genau richtig: Gehäuseschale unten nix Plastik sondern Magnesium-Legierung, ebenso Bildschirmrücken, quasi rundum Metall.

    Gut, der Monitor ist für manche Sachen bissel klein: 13,3" 1366x768 Pixel.

    Motorola DMR-CPS ist da grenzwertig, braucht man ne Maus mit robustem Scrollrad.

    Alles andere, nebst SDR# hingegen läuft da perfekt mit der Auflösung.


    Das selbe in neu mit kaum mehr Power hätte mich locker das 10-15-fache gekostet.


    Achja, mein vorletzter war ein Dell Latitude D630 der nun gute 8 Jahre täglich läuft, leider nur mit XP, aber immer noch fit.


    Grüße


    Jürgen

    Hallo!

    Welcher CPU Hersteller ist mir eigentlich egal. ;D

    Autsch!

    Vor mehreren Jahren hatte ich mehrfach Streß mit CPU-Ausfall.

    Bei genauer Betrachtung kam schnell raus: Nacheinander starben alle AMD's. Hingegen die Intels laufen und laufen, noch nie einer abgebrannt.


    Speziell bei Laptops die für mich nur eine "mobile Notlösung" sind welche diverse Desktops ergänzen, lege ich nicht mehr all zu viel Wert auf RS232 und ähnliche Anschlüsse. Und nagelneu muss es für mich auch nicht sein, eben weil Laptops bei meiner Anwendung eben nicht geschont werden.

    Letztes Jahr erst für ich glaube 169€ rum ein "altes" Leasinggerät ergattert, immerhin mit Intel i5, WLAN 2/5GHz (400Mbit/s), WAAN+GPS.

    Ein seichter Kratzer im Deckel inklusive, den man inzwischen gar nicht mehr erkennt..:-)


    SSD war für den bislang kein Thema: Er schläft wochenlang im Stromsparmodus und ist, wenn er gebraucht wird, in nichtmal 10 Sekunden aufgeweckt.


    Grüße


    Jürgen