Beiträge von DG7GJ

    Solche Funktionen, also Tastentöne oder VOX sind spezielle Anforderungen.

    Mit viel Glück findet man in der Programmiersoftware eine Funktion um die Tastentöne zu ändern oder ab zu schalten.

    VOX hingegen bei einem FuG11b wäre wahrscheinlich nicht mal durch die TR-BOS Zulassung gekommen, wenn diese mittels Programmierung aktivierbar gewesen wäre.
    Das unterscheidet eben ein TR-BOS Gerät wie ein FuG11b von einem normalen Betriebsfunkgerät. Viele Funktionen im Funkbereich, wie eben VOX sind bei TR-BOS Geräten strickt verboten, da diese den BOS-Funk stören können bei Fehlbedienung (unbewusste VOX-Aktivierung). Ein absolutes No-Go für ein Gerät, welches eine TR-BOS Zulassung erlangen will.

    Jürgen

    Hmm, was erhoffst du dir denn von einer Anleitung?

    Die IC-F3062S FuG11b sind eigentlich selbsterklärend. Das Einzige was häufig nicht ersichtlich ist und wofür man bei fast allen FuG11b das erste mal in die Anleitung schauen muss, ist die Umschaltung zwischen Wenigkanal- und Vielkanal-Mode.
    Wer aber FuG11b der verschiedenen Hersteller kennt, schafft das mit wenigen Try&Error-Versuchen auch sicherlich bei einem F3062S FuG11b.
    Meistens ist es ein langer Tastendruck, nicht selten oben auf die orangene Notruftaste, oder der O/U-Taste.
    Wenn das nicht geht: Taste gedrückt halten beim einschalten.

    Abseits dieser Wenigkanal/Vielkanal-Umschaltung ist aber das Icom FuG11b genau so "idiotensicher" wie jedes andere FuG11b intuitiv bedienbar. Zumindest wenn man mal einen BOS-Funk Lehrgang gemacht hat und weis was es mit Wechselsprechen, Gegensprechen sowie Oberband und Unterband auf sich hat.

    Jürgen

    Ach, das ist dann wieder genau so ein Fall.
    Im Programmierkabel sitzt ein LT1081 der eben das selbe macht wie ein MAX232, er übersetzt RS232 TTL 5V zu RS232 V24 12V.

    Deinen USB-RS232 Adapter kannst du einfach mit dem Adapter 9pol auf 25pol RS232 adaptieren und an das Programmierkabel hängen. Einen MAX232 brauchst du nicht, denn der LT1081 im Programmierkabel erledigt die Übersetzung von 12V zu 5V und inverterte Logik.
    Das wäre für dich das einfachste.

    Allerdings: Je nach dem wie die Programmiersoftware gestrickt ist, und für welche Betriebssystemumgebung, kann das via USB kritisch werden. Sollte das zum Problem werden hilft nur noch der Griff zu einem alten Rechner. Windows XP oder gar Windows2000 und eben einer echten RS232.

    Jürgen

    Ohje, natürlich verkabelt man das nach Logik. Allerdings machst du dir das mit den Brocken die du fotografiert hast maximal komplex.
    Also das blaue Teil wo die rote LED leuchtet ist offensichtlich irgendein exotischer USB-RS232 Controller.
    Üblicher weise ist solch ein USB-UART Controller seit 20 Jahren winzig und kaum größer als ein USB-Stick!

    Und wer wie du für Funkgeräteprogrammierungen eigentlich nicht V24 sondern TTL UART braucht, entweder mit 5V oder 3,3V, idealer weise weil sehr universell 3,3V UART und 5V-tollerant, der kauft sich kein V24-Adapter mehr und packt da einen MAX232 dahinter.

    Im Kern: Du musst wissen an welchen Pins des Programmierkabels die Signale RxD, TxD und GND liegen, und ob die 3,3V oder 5V verlangen, mehr braucht es nicht.

    Jürgen

    Moin Stefan,

    Welche Firmware die Geräte aktuell besitzen, zeigt die CPS om Codeplug an.
    Wären da bei beiden Geräten entweder R02.07.05 oder eben R03.15.00 dann hätte beide die gleiche Firmware. Was hingegen auf den Typenschilder steht ist eher irrelevant in Bezug auf die Firmware - denn da steht nur die Firmware ab Werkszustand.

    Merke R02.xx.xx oder R03.xx.xx ist die Firmwareversion! Die letzte und aktuellste die ich kenne ist die R03.16.00 wo du mit deiner R03.15 schon recht aktuellst wärst, wogegen eine R02.07...ziemlich alt anmutet.

    Zu deiner Frage ob man ein Downgrade von R03.15.00 auf R02.07.05 machen kann:
    Das wäre oberflächlich betrachtet vielleicht möglich, aber nur brutal und mit ungewissem Ergebnis. Denn der Downgrade wäre dann von der Controllerversion abhängig wo es durchaus einige Gab.
    Die TANAPA-Version gibt da eher eine grobe Vorahnung, viel aussagekräftiger wären die Boardnummern die auf der Platine eingeätzt sind. Mit dieser erfährt man dann welche Controller-Generation da drin steckt und wie man einen Downgrade stricken müsste, damit das Funkgerät eben kein Briefbeschwerer wird.

    Beim MMDVM in der Repeaterversion (Analoge Funkgeräteschnittstelle) ist mir bislang nicht klar wozu MMDVM im DMR Mode tatsächlich den Squelch benutzt. Taugen würde solch ein Squelch-Signal nämlich ausschließlich bei analogem FM.

    Es mag da draußen durchaus eine Handvoll Leute geben die meinen ein analoges Squelch-Signal nutzen zu können um den SDR-Signalpfad des Frontends zu entlasten. SDR wird nämlich ab dem AD-Wandler zu einer Datenflut die digital mit immenser Rechenpower schnell genug verarbeitet werden muss. Gerade Anfänger die aus dem analogen Funkbereich kommen, landen daher sehr schnell bei der These man könnte Strom oder Rechenpower/Wärme einsparen, indem man diese SDR-Engine nur startet wenn ein Squelch-Signal Bescheid gibt "Achtung, da ist ein Signal!"
    Blöder weise ist das aber ein Irrweg: Was man für DMR/TDMA da bräuchte wäre ein Squelch der innerhalb von µs öffnet, und eben nicht erst irgendwann nach 5-10ms wie bei den GM3x0 üblich.

    Jürgen

    Hallo!
    Das Problem mit den Konfigurationsbits ist das es nur ganz wenige Funktionen gibt, die über alle Firmwarestände gleich geblieben sind. Welche neuen Konfigurationsbits hinzu gekommen sind und was diese bewirken, steht ausschließlich in der Readme-Datei des jeweiligen Upgradetools.
    Vor gefühlt 10 Jahren mal hatte ich die idee all diese Informationen der Upgradekits gebündelt in einer übersichtlichen Funktionstabelle zu tippen. Habe ich aber aufgegeben - denn die Unterschiede sind von Firmware zu Firmware unterschiedlich und ältere wurden nicht mehr weiter genutzt, funktionieren also bei neuerer Firmware nicht mehr.
    Genau das scheint bei dir der Fall zu sein, und ist gleichzeitig der Grund weswegen noch niemandem eine übersichtliche Konfigurationsbit-Auflistung gelungen ist.

    Statt dessen Workaround: Bleibt der Fehler weiter bestehen, wenn du die Squelch komplett abschaltest?

    Nachtrag:
    Hab mal eben geguckt...in Konfigurationsbyte 2 war zuletzt das Bit 2 (= h04) lediglich eine Entprellung um Faktor 4 der Rauschsperre. Gegen DMR-Bursts dürfte diese aber machtlos sein. Besser wäre es die Rauschsperre komplett ab zuschalten und den Ton anderweitig zu killen. Denn weder Rauschen noch das TDMA-Rattern der DMR-Pakete will man hören. Also wahlweise Lautsprecher abziehen (im Bedienteil) oder mittels Tonrauschsperre oder CTCSS/DCS die NF abwürgen, so das diese nur am Flat-Audio Pin zum DVM gelangen, aber nicht über Lautsprecher.

    Jürgen

    Moin!

    Laut Aufdruck auf dem Relais 10 A / 277 V.

    Ja, aber das was auf einem Relais aufgedruckt ist, hier 10A/277V gilt häufig für AC / 50-60Hz.
    Das Problem mit solchen Schnellschüssen "wird schon passen" kann u.U. nach Monaten oder Jahren wieder ausfallen.
    Rs geht da im Detail um zwei bis drei Parameter eines Relais die selbst in den Datenblättern nur oberflächlich genannt werden:
    - Kontaktbeschichtung: Sollten für DC und AC jeweils optimiert sein.
    - Kontaktabstand bei "Open", häufig im Parameter "dielectric strange" für AC definiert.
    Für DC hilft aber nicht die AC-Isolationsspannung, sonder viel mehr ob Kontaktabstand ausreicht den Lichtbogen zu unterbrechen, falls das Relais abschalten muss während zweistellige Ampere fließen. Und das findet man eher bei den seltenen DC-Relais die dann mit Stichworten wie Funkenlöschung oder Funkenunterbrechung im Datenblatt reden.
    - Strombelastbarkeit der Kontaktlippe:
    Selbige muss eben dünn und biegsam sein, damit sie vom Magneten verbogen, und ansonsten wieder zurück-federt. Nur wie viel Ampere verträgt diese dauerhaft ohne ins glühen zu kommen? Hochlastrelais der 20-30A-Klasse haben daher eine extra Hochstrombrücke aus geflochtenen Kupferlitzen parallel zur Kontaktlippe, die bei kleineren Relais eingespart wird.

    Spielt das in diesem Fall der FT-890 von Erich eine Rolle?

    Mein Problem ist nicht die Leistung arbeite nur in CW oder Psk 31 mit Max 30-40 W also immer im Low Bereich

    Da sollten auf der DC-Seite maximal 7-8A fließen, und im Normalbetrieb eben nur bei angezogenem Relais.
    Interessant wäre hingegen der Fehlerzustand "manuelle Abschaltung bei Prozessorabsturz und Dauersenden 100W".
    Schaltet man das Gerät dann am Frontschalter aus, und das abfallende Relais bekommt den 18-20A Lichtbogen nicht gelöscht, zerstört sich damit nicht nur das Relais sondern weite Teile des Funkgerätes.

    Jürgen

    Ja, genau so meinte ich das.
    Das Zettler AZ943 wäre ein Versuch wert.
    Was allerdings problematischer ist, wäre die Frage nach Langlebigkeit.
    Das Zettler ist spezifiziert for DC 10A bis 30V - das gilt für den Schaltstrom.
    Wenn man jedoch den maximalen Strom im geschlossenen Modus (ohne Schaltvorgänge) berücksichtigt, wo die FT-890 als 100W-Allmode locker 20A Peak ziehen kann, rauft man sich heute die Haare.
    Denn genau der Parameter ist heute kaum noch in Datenblättern enthalten, auch beim AZ943 nicht.
    Für gelegentliche SSB-Runden wird solch ein 10A-Relais sicherlich jahrelang halten. Wenn man aber viel mit RTTY oder ähnliche Dauerstrich-Betriebsarten mit 100% Leistung fahren will, wäre ein KFZ-Relais der 20-30A-Klasse eine Option.

    Jürgen

    Hallo!

    Das die Relaiskontakte zusammenkleben ist Wahrscheinlich, da über diesen Kontakt der gesamte Strom für das komplette Gerät fliest. Bekommt das Funkgerät noch Strom, dann ist der Relaiskontakt am kleben, oder irgendwo ist ein Kurzschluss zwischen +12V und +12V-Geschaltet.
    Und wenn es das Relais nicht mehr gibt:
    Es gibt einen Haufen von 12V-Relais die locker 6-12A schalten können, also mehr als ausreichend als Ersatz. Wenn das Pinning nicht passt, dann wird es eben passend gemacht. Also z.B. mit kurzen Drähten eingelötet und so fixiert (z.B. geklebt) das es ausreichen robust ist.

    Jürgen

    Hallo!

    Prinzipiell sind +100Hz und -250Hz schon recht viel für DMR.
    Das kann klappen wenn die Firmware der Endgeräte (z.B. Anytone) eine AFC nachbildet die dafür sorgt diesen Fehler aus zu gleichen. Aber moderne Motorola haben nicht ohne Grund einen viel genaueren VCTCXO eingebaut, als bei den alten analogen.

    Prinzipiell können aber auch GM3x0 mühelos weniger als +-100Hz Abweichung aufgrund der Temperaturkompensation.
    Und genau da könnte die Ursache liegen: Ist das Temperaturkompensationswort kaputt, beispielsweise weil deine GM360 mal eine GM660 war die falsch umgeflasht wurde (keine Sicherung und Wiedereinsetzung des zum Gerät gehörenden Temperaturkompensationswortes, wäre dein Problem die logische Konsequenz.
    Derartige Geräte kann man zwar am Messplatz auf 10Hz Genauigkeit justieren, aber eben nur noch für die Temperatur während des Abgleichs.

    Jürgen

    Moin!

    Soweit ich weis dürfte die Bundeswehr zwischen 68-87,5MHz gar kein Interesse mehr haben. Genau deswegen haben die sich vom 4m Band vor einiger zeit zurück gezogen.

    Was aber in den letzten Jahren sichtbar wird ist der zivile KRITIS-Bereich für den immer mehr Frequenzen zugewiesen wird.
    Ich vermute das mit der 70MHz-Duldung könnte genau daran klemmen.

    Jürgen

    Hallo in die Runde!

    Ich habe an meinen Raspberry Pi der bislang als SDR-Server mit einem RTL-SDR V2 war, nun einen RSP1A gehängt und RSPTCPserver ans laufen gebracht.

    Prinzipiell verhält sich der RSPTCPserver kompatibel zum rtl_tcp bisher.
    Das Problem ist nur: Eine Amokkaufende AGC die permanent die Verstärkung viel zu hoch regelt.

    Verursacht wird das dadurch, das die TCP-Schnittstelle nur "weitgehend" statt "absolut" kompatibel zu rtl_tcp ist.
    Man kann die AGC-Probleme in den Griff bekommen, wenn am Client der spezielle SDRplay_ExtIO_TCP_1.2 verwendet wird. In HDSDR funktioniert dieser prächtig und auf Anhieb.

    Nur wie binde ich diesen SDRplay_ExtIO_TCP_1.2 nun in SDRsharp ein?
    In der SDRsharp 1919 finde ich im Programmordner überhaupt keine Konfigurationsdateien mehr wo ich diese neue ExtIO eintragen könnte.

    Hat das schon mal jemand geschafft?

    Jürgen

    Moin!

    Ein Hermes TRX...puh, ist das lange her!
    Aber ich würde erst mal allgemein sagen das Hermes TRX in diesem Punkt ähnlich zu anderen teuren Dispatchersystemen:
    Das was das Funkgerät tatsächlich sendet (gültige GPS-Infos? Korrektes Format?) sieht man in den Dispatchersystemen meist gar nicht - was eine Fehlersuche erschwert.
    Wenn das Funkgerät korrekt konfiguriert ist und regelmäßig korrekte GPS-Daten sendet, gibt es häufig zwei mögliche Ursachen im Dispatchersystem.

    1.: Die GPS-Daten wurden im Server umgeleitet auf eine andere IP (GPS-Server).
    wird gelegentlich aus Datenschutzgründen gemacht, wenn der Dispatcher nicht pauschalen Zugriff auf die GPS-Daten haben soll.

    2.: Irgend was mit Lizenzen! Wann immer man an solch einem Dispatchersystem etwas ändert, beispielsweise Geräte ersetzt, neue RID's oder Geräte-Seriennummern kommt es zu Lizenz-Konflikten. Hinzu kämen dann noch die Laufzeitlizenzen die 2-4 Jahre laufen, und beim Datumswechsel dann z.B. das GPS-Feature sperren.

    Jürgen

    Hallo!
    Da habe ich mich vertan, sorry. Das Gerät was bei mir keinerlei Elkos hatte, war das Nachfolgemodell 4922.
    Leider sind mir zu solchen Zusatzgeräten nie irgend welche Serviceunterlagen unter die Augen gekommen.

    Somit ist bei anfälligen Reparaturen eben eher "stochern im Heuhaufen" angesagt.
    Ein fetter 3220µF hört sich für mich aber nach einer Netzteilsiebung an.
    Es gäbe also zwei Möglichkeiten:
    Die Leiterbahnen verfolgen und gucken ob die Polung eines anderen Bauteils, oder bestenfalls ein Regler einen Hinweis auf die Polarität am Elko geben kann.
    Falls gar nichts geht: Behelfsweise einen fetteren Folienkondensator der Kategorie 4,7µF einlöten.
    Dann das Netzteil so hinbiegen das es anläuft, und dann Spannung und Polarität am Folienkondensator messen.

    Jürgen

    Tja, also ein FuG8b oder allgemein BOS-Geräte mit NATU-Buchse brauchen einstellige mV vom Mikrofon. Das du an den Mikrofonkontakten keinerlei Spannung misst ist korrekt, denn die NATO-Buchse basiert auf dynamische Mikrofone,

    Wenn allerdings dein Mikrofon schon an dem FuG8b nur sehr leise ist wäre ich aufmerksam: Liegt es am Mikrofon, oder ist das in der FuG8b kaputt? Denn diese etwa 5mV Signalpegel sollte eigentlich jedes dynamische Mikrofon ganz ohne externen Verstärker schaffen.

    Verstärker:
    Prinzipiell kann ein Verstärker hier Sinn machen, denn die von den Funkgeräten benötigten Mikrofonpegel können weit auseinander liegen. So ist ein analoges BOS-Gerät FuG8/9 gewöhnlich mit 5-10mV zufrieden (NATO-Stecker) und modernere Geräte wie TETRA erwarten irgend was im zwei bis dreistellugen mV-Bereich, also so grob 20-180mV. Ein Verstärker wo man die Ausgangspegel feinfühlig genug zwischen grob 1mV - 200mV abgleichen kann würde also Sinn machen.

    Alleine:

    Habe ich dich richtig verstanden, dass es theoretisch am besten ist, ausschließlich den Kondensator in Reihe zum Mikrophon zu verwenden, da die Schaltung ungeeignet ist?

    zeigt mir das du im Elektronikbereich noch etwas unerfahren bist, was eine Verstärkerschaltung natürlich abenteuerlich werden lässt. Dennoch versuche ich es mal:

    Diskrete Verstärker, beispielsweise einstufige Transistorverstärker brauchen einen Transistor (für Mikrofonverstärkung z.B. BC550) und vier Widerstände die einerseits den Verstärkungsfaktor (hier z.B. 100) vorgeben, und andererseits als Basis-Spannungsteiler den Arbeitspunkt des Transistors im linearen Bereich halten. Für Ein- und Auskopplung des NF-Signals braucht es dann Kondensatoren:

    Arbeitspunkteinstellung mit Basis-Spannungsteiler (Emitterschaltung)

    Randbemerkung: Der Eingangs-Kondensator an der Basis kann genau der 10µF-Elko sein, den du für dynamische Kapseln eh bräuchtest. Die Berechnungen der richigen Widerstände sind aber durchaus etwas anspruchsvoller, weswegen solche Transistor-Verstärker eher etwas für erfahrene Elektroniker ist.

    Deutlich einfacher und effektiver für Anfänger sind solche Mikrofonverstärker mittels Operationsverstärker. Es gibt sie bis heute in gut lötbaren DIL-8 häufig schon als Doppel-OPV was für deine Anwendung optimal wäre. Denn damit hättest du schon zwei Verstärker die unabhängig voneinander das selbe Mikrofonsignal verstärken, aber eben mit unterschiedlichen Ausgangspegeln justierbar sind.

    Nichtinvertierender Verstärker (Operationsverstärker)

    Randbemerkung: Mit R2 = 100kohm und R1 = 1kohm kommst du auf etwa Faktor 100. Gibt dein Mikrofon also beispielsweise 1mV aus, macht der Verstärker darauf 100mV. Koppel-Kondensatoren, wie eben die empfohlenen 10µF machen auch hier sinn, wie immer wenn es um Audio-Signale geht.

    Jürgen

    Moin!

    Also die Schaltung die du rausgesucht hast ist krude. Wenn von der Output-Seite Phantomspannung vom Funkgerät kommt, dann zieht er, aufgrund des 470k Basiswiderstandes über Q1 auf Masse. Saublöd! Und der Kondensator mit 220nF ist eine Lachnummer.

    Funktion des Kondensators ist es bei Anschluss eines dynamichen Mikrofones an einen Elektret-Eingang die Gleichspannung von der Kapsel fern zu halten. Denn das was du als "Knacken aus dem Mikrofon" hörst,, ist der Anschlag der Membran auf Maximalauslenkung solange die Phantomspannung anliegt. Und in dieser Stellung kann das Mikrofon nicht vernünftig arbeiten, die Membrane müsste sich dafür frei bewegen können.

    Der Kondensator wirkt also als Hochpass, genauer gesagt als RC-Hochpass im Pi-Schaltung, da beide Impedanzen (Mikrofon & Funkgeräteeingang) zu in deinem Fall etwa: 600 Ohm, Kondensator , 600Ohm. Bei 220nF hättest du viel zu viel Dämpfung über den kompletten Sprachbereich. Eher nimmt man dafür als absolutes Minnimum 3,3µF, eher 4,7µF oder gar 10-22µF.
    Denn je mehr Kapazität der Kondensator hat, um so tiefer liegt der -3dB-Punkt den man gerne möglichst weit richtung 200Hz oder 150Hz ziehen will. Denn bereits bei 300Hz wäre die Verständlichkeit nicht mehr gegeben.

    Die Kondensatorart ist beinahe egal. Aber wenn du nF vergisst und richtung µF gehst, dann mache bitte einen Bogen um SMD-MLCC in diesem Bereich. Denn all diese hoch-kapazitiven SMD-Keramik-Kondensatoren sind für deine Anwendung nicht geeignet. Was du eher braucht ist ein Elektrolytkondensator oder auch Tantal-Kondensator. Die Polung hierbei ist logisch: Plus-Pol Richtung Funkgerät, den Minuspol zum Mikrofon.

    Jürgen

    Hallo!

    Na, nimm doch mal ein Multimeter und gucke ob da am Mikrofoneingang des Funkgerätes eine Spannung anliegt, meist zwischen 3-9V wenn da kein Mikrofon dran hängt. Denn ein Knacken einer dynamischen Mikrofonkapsel deutet mämlich genau auf solch eine Spannung hin. Wenn du alo kein Elektret-Mikrofon da dranhängen willst, sondern unbedingt diese dynamische, braucht du einen Kondensator da zwischen, Sollten mehrere µF sein, so ab 4,7µF aufwärts.

    Jürgen

    Moin!

    Daran haben sich schon gute Leute versucht. Die haben es nicht hinbekommen.

    Ein Geschäftsfreund hat doch Kartonweise davon, aber wird nichts.

    Tja, zu Icom hatte ich da noch nix, eher Bosch, Motorola, Vertex und so.

    Beispielsweise Vertex VX-925/FuG10/11/13b, die BOS-Varianten der VX-920 Betriebsfunkserie. Da hatten, ganz offiziell vorgesehen, die FuG10 und 11 eine Hintertür mit einer bestimmten Befehlszeile (NoNfUg) oder so ähnlich) die Software zu starten, um dann in den Geräte eine frei definierbare Kanalgruppe hinzu zu fügen.
    Als dann einer meiner Kunden der ein paar 4m Betriebsfunkkanäle hat dringend neue Geräte brauchte, hat er VX-925/FuG13b aufgetan und mir zwecks Umprogrammierens zugeschickt.
    Da dachte ich noch das würde beim FuG13b genauso gehen wie bei den FuG10 und FuG11.

    Die Betriebsfunk-Software zu den VX-924E - wie solle es auch anders sein - meckerte stur das dieses Gerät inkompatibel sei. Aber ich gab nicht auf...und siehe da:

    Eine stinkalte CE142...Version 1.xx hingegen meckerte nicht, aber weigerte sich bei der FuG13b die BOS-Kanäle zu editieren, oder gar neue Kanäle hinzu zu fügen. Aber auslesen und schreiben ging.

    Und mittels basteln eines eigenden Codeplug-Files gelang es mir dann doch die Kanäle mit der uralten CE142 in das FuG13b zu bekommen. Am Ende der BOS-Tabelle:
    510 Letzter BOS-Kanal
    511 Betriebsfunkkanal 1
    512 Betriebsfunkkanal 2
    ....

    Der Witz dahinter ist:
    Im Geräte durch die BOS-Prüfung in Bruchsal zu bekommen, tun die Hersteller einiges um solche Manipulationen zu verhindern. Lediglich bei den FuG10/11 im 2m Band wird es etwas lockerer gesehen, da es in manchen Bundesländern toleriert wurde wenn 2m Handfunken neben BOS auch z.B. DLRG oder auch Frequenzen von Werksfeuerwehren schalten können.

    tjo dann weg damit

    Ähm, wären es stinkalte Handgurken - sicherlich.

    Aber die Icom FuG's stehen von ihrem Technologiestand auf einer Stufe mit Motorola GP360/FuG's und den aktuellen Kenwood-FuG's.
    So etwas in die Tonne zu treten macht man nicht.
    Denn irgendwann in den nächsten Jahren wird man vielerorts wieder nach solchen Geräten schreien.

    Jürgen