Beiträge von DG7GJ

    Hallo!


    Im 70cm Band gibt es aktuell 12 Wanderfrequenzen für DMR nach TDMA 12,5kHz Standard (Motorola).

    Und ja, das mit der ColorID ist so gewollt - interessiert man sich also für ein gefundenes DMR-Signal, bleibt einem nix anderes übrig als mit DSDplus zu gucken welcher ColorCode, Timeslot und ob verschlüsselt/unverschlüsselt.

    Dort erfährt man dann ebenso was du in deinem Beitrag vergessen hast:

    Welche Talkgroups werden genutzt?

    Wolltest du diese auch alle in allen Variationen abdecken, könntest du an deinen berechneten 320 Kombinationen locker 5-7 Nullen dran hängen.


    Und nebenher:

    Willst du Motorola-DMR in einer Qualität empfangen und decodieren welche dir nicht sofort die Ohren abfallen lassen, versuch gar nicht erst mit Hytera. Motorola mit Motorola empfangen ist der beste Weg. Aber mit einem Hytera wirst du nur Hytera-Geräte in annehmbarer Qualität empfangen können.


    Bislang dachte ich, wenn TDMA 12,5kHz Geräte unterschiedlicher Hersteller probleme haben, das es am Finetuning des AMBE2000 Codecs liegt, den die Hersteller auf ihre Geräte optimal anpassen.

    Spätestens aber seit dem ich im Thema nebenan ein Hytera XPT-Bündelfunknetz vor meiner Nase hingepflanzt bekam, zweifel ich ein bisschen ob Hytera überhaupt den AMBE2000 Codec nutzt, oder irgend was anderes.


    Genau dieser Verdacht, gepaart mit der Annahme das Hytera XPT Protokoll von niemandem einfach so geknackt werden könnte, führte offenbar dazu das man bei dem Funknetz hier vor meiner Nase auf eine zusätzliche Verschlüsselung verzichtete.


    Jürgen

    Hi Norbert,


    Ahso, also Software und Update-Probleme.


    Nunja, ich könnte es verstehen wenn der ein oder andere Admin hier meint einige meiner Beiträge hier zurück zu halten.

    Immerhin könnten manche von mir meinen das ich alles schlechtreden und verbieten wolle was Spaß macht.


    Aber gerade was Freenet und PMR446 angeht legen da draußen viele einfach los, bauen Gateways, Feststationen, ohne sich Gedanken darüber zu machen ob den alles was im Internet zu finden ist überhaupt legal ist.

    Das fängt ab mit fest installierten Stationen, Aussenantennen, Internetvernetzung.

    Und neuerdings sogar bis hin zu Hotspots die ohne jeglichliche CE-Zerzifizierung und selbstverständlich ohne Konformitätsbescheinigung daher kommt. All das kann es da auch nicht geben, weil Hotspots klar gegen RED verstoßen.

    Denn sie können eben beliebig 134-174 / 400-470MHz konfiguriert werden und die zugehörige Software müsste ebenso RED-konform sein.


    Genau daher sind Hotspots eigentlich nur eine Anwendung die ausschließlich im Amateurfunk zu nutzen ist.


    Jürgen

    Ahja, und ergänzend noch zum Thema Hotspot:


    Wer einen DMR-Hotspot betreiben möchte ohne Amateurfunklizenz, sollte beachten:


    Um irgendwie auch nur ansatzweise "unauffällig" zu sein, und mittels einer Konformitätsbescheinigung legalisierbar zu sein, müssten diese Teile im ISM-Bereich 433-434,775MHz laufen.


    Denn nur weil sie mit bis zu 10mW senden, heißt das noch lange nicht das diese auf Freenet oder PMR446-Frequenzen funken dürfen.


    Für Freenet und PMR446 gilt: Handfunkgeräte

    Handfunkgeräte sind dem Sinn nach kompakte Funkgeräte die dazu bestimmt sind während des Betriebes am Körper getragen zu werden.

    Sobald man aber solch ein Handfunkgerät fix positioniert wird, beispielsweise auf einer Fensterbank oder wasserdicht verpackt auf das Dach eines Hauses geschraubt wird, ist es eben kein Handfunkgerät mehr sondern eine Feststation die unzulässig ist.


    Von daher:

    Ich kann verstehen wenn Hobbyfunker anstreben Freenet und PMR446 auf eine Art zu nutzten wo die Reichweite und der Gesprächskreis erweitert wird. Feststationen oder hier im Falle von DMR-Hotspots sind aber nicht zulässig und widersprechen dem Grundgedanken der Funkkommunikation über kurze Entfernungen.


    Wer Feststationen mit Dachantennen und / oder Anbinungen über das Internet bauen möchte, sollte statt mit Freenet oder PMR446 lieber zum CB-Funk gehen wo das alles zulässig und konkret geregelt ist.

    Oder gleich Richtung Amateurfunk gehen, wo einem dann noch viel mehr Möglichkeiten geboten werden.

    Gerade mit der aktuellen N-Klasse dürfte Funkinteressierten ein ziemlich leichter Zugang ermöglicht werden.


    Jürgen

    Hallo!


    Dank an erzbischof für die Freischaltung des Beitrags.


    Aber statt 3 Monate aufwändig zu prüfen ob mein Inhalt stimmig ist, hätte eine kurze nachfrage gereicht.

    Denn ich bin eben in meinem Gewerbe nicht nur ein Händler, sondern durchaus in manchen Sachen auch Hersteller.

    Damals eben Fernwirkempfänger für Betriebsfunk und seit Jahren verstärkt auch ISM-Krempel wie GFSK auf 433 sowie 868MHz.


    Eben darum habe ich verflixt viel mit EN-Normen im Funkbereich inklusive RED zu kämpfen, da ich sonst keine anständigen Konformitätsbescheinigungen wahrheitsgetreu und überprüfungssicher erstellen könnte.

    Und neben dem Wahnsinn der um PMR446 reguliert wird, gibt es auch ganz allgemein in den letzten 10 Jahren einen Trend in Brüssel und dem ETSI, der vieles verkompliziert.

    Statt nämlich wie damals klar zu trennen zwischen Consumerkrams wie WLAN, Smartphones, Modellfernsteuerungen einerseits, und eben professionelle Funkanwendungen in Wirtschaft, Behörden und Industrie, wird da immer mehr zusammengeschmissen was nicht zusammen gehört.

    So muss ich z.B. meine 868MHz Transceiver anhand von RED behandeln wie einen WLAN-Router und nachweisen das Endverbrauchermanimuplationen wie Frequenzänderungen oder Steigerung der Sendeleistung weder durch Hardware- noch Softwaremanipulation möglich sind, beispielsweise durch aufspielen fremder Firmware....


    Wahnsinn...


    Jürgen

    Hallo!


    Der Artikel ist mal wieder abschreckendes Beispiel für journalistische Schwächen.

    Überschrift und zitierter Textanfang deutet auf Probleme im BOSNET hin.


    Tatsächlich beschrieben und angeprangert wird Onlineverbreitung von analogen BOS-Funk.

    Ganz andere Baustelle, ein Problem welches bereits vor 20 Jahren existent war.

    Genau daran beißen sie sich fest.


    Nur ehrlich gesagt: Wenn die KRITIS schon dieses Thema beleuchtet und BOSNET als Aufmacher hernimmt, dann fehlt die adaption dieses Analog-Themas auf BOSNET.

    Denn ob man nun den Audioausgang eines analogen Funkgerätes als IP-Stream verbreitet, oder den Audioausgang eines MRT/FRT ist dem Stream und dem Internet egal, technisch kein bisschen schwieriger.


    Nee, es gäbe ausreichend Sachverhalte rund und BOSNET die mal öffentlich diskutiert werden müssten.

    Wenn ich kürzlich durch zufall den Lärm aus einem BOSNET-HRT hörte, fühlte ich mich in die Zeit zurückgebeamt wo die aller ersten DMR-Geräte raus kamen. Jedoch ist der Codec und dessen Feintuning seitens der Hersteller immer besser geworden so das DMR heute fast den Stand erreicht, die man vom Analogfunk gewohnt war.

    Warum fand diese stetige Verbesserung bei BOSNET und dessen Codec offenbar nie statt?


    Jürgen

    Hallo!


    Sicherlich, als Kamera-Freak kann man das so machen.

    Es gibt aber eben eine große Mehrheit von Anwendern da draussen, die eben nur eine funktionierende Videoüberwachung brauchen. Und solange diese funktioniert wird sie halt älter und älter.


    Im Betriebsfunk genau das selbe. Da werde ich regelmäßig gerufen wenn was nicht mehr geht.

    Und das was ich dann vorfinde...tja...

    Variante 1: Irgendwie kunstvoll wieder zusammenflicken, was dann einen regelmäßigen Rattenschwanz ergibt.

    Variante 2: Alles raus und neu.


    Und gerade die letzten Jahre tendiert es immer wieder zu Entscheidungen für Variante 1.

    Das sind dann Fälle von Firmen, die eh nur noch ein paar Jahre laufen müssen. Inhaber schon 10 Jahre über Renteneintrittsalter und findet keine Nachfolger...und irgendwie gilt "solange es noch geht, wuselt man sich durch".


    Jürgen

    Hallo Ehrich,


    Aha, ein loses Modul - ja auch das ist ein Thema bei Altgeräten.

    Die besten Modularretierungen nutzen nix wenn diese sich im laufe der jahrzehnte verkrümmeln.


    Und Ihr Hinweis zu SDR: Ich bin mit Empfängern der "ursprünglichen Art" groß geworden und in dieser Hinsicht etwas altmodisch. Wellenjagd auf dem Laptop mit Doppelklick erinnert mich zu sehr ans Internet, wo plötzlich KW- Sender rauschfrei und bei Bedarf in Stereo hörbar sind, was für mich nichts mit dem "Abenteuer" der alten Art zu tun hat, als man noch stolz auf eine QLS aus Quito war ;)

    Nachvollziehen kann ich das. Aber manch ein Fortschritt gilt eben universell für alle.

    Und in diesem Punkt schlichtweg auf Grund von Filtern!

    Empfänger und Funkgeräte zwischen 1950-2020, so auch dein NRD535, basieren auf dem Superhet-Prinzip mit gleich einem ganzen Bündel unterschiedlicher ZF-Filter.

    Und genau diese werden seit spätestens 2019-2022 nicht mehr hergestellt.

    Und die speziellen 6 & 8 poligen Schmalbandfilter wie man bis dahin für Kurzwellengeräte brauchte, waren schon Jahre zuvor von Abkündigungen betroffen.


    Und nein, ein SDR-Empfänger ist nicht immer nur über einen PC bedienbar.

    Es gibt durchaus auch Standalone-SDR's mit Tasten, Knöpfen und Displays.


    Jürgen

    Hallo!

    heyhey, Technik aus den 80er Jahren, wo bekommt man sowas heute noch ? 8o

    Das frage ich mich auch gelegentlich im Funkbereich wenn ich bei Kunden noch Geräte wie KF160 oder SQM612 sehe.

    Aber vielerorts ist das eben so:

    Irgendwann teuer investiert, und solange es funktioniert vergisst man es.

    Funktioniert es dann mal nicht mehr, sind nicht selten mehrere Jahrzehnte vergangen.


    Ist bei Videoüberwachung auf FBAS/BNC-Technik, so, bei Betriebsfunk, aber eben auch in der EDV.

    Die Mehrheit hat heute Win10 oder Win11, während manche Firmen teile ihrer EDV unter DOS laufen haben.


    Jürgen

    Hallo!


    Was sagt denn der Verkäufer dazu?

    Solch derart alte Geräte (>30 Jahre) brauchen generell eine gute Wartung, inklusive solcher Sachen wie Elektrojyt- und Tantal-Kondensatoren-Austausch. Mechanische Bauteile wie Schalter, Taster und Potis sind nach Jahrzehnten auch enorm verdächtig.


    Um das alles auf zu arbeiten um solch ein Gerät wie den NRD535 wieder funktionsfähig zu machen ist eine riesige Schufterrei, welche komerziell ausgeführt warscheinlich ein vielfaches kosten würde als du für die Kiste ausgegeben hast.


    Von daher lohnt sowas eigentlich nur, wenn Zeit und Geld keine Rolle spielt.

    Vor allem nicht in der heutigen Zeit wo SDR immer ausgereifter und günstiger wird, beispielsweise RSP1A/B oder gleich RSP2duo.


    Jürgen

    Hallo!


    OK, wenn die Kameras sowohl FBAS-Composite (1xBNC) sowie auch VGA (RGB+Sync = 4xBNC) ausgeben, mit welcher Syncfrequenz arbeiten die denn via VGA?

    Denn VGA läuft gewöhnlich mit völlig anderen Taktraten die ziemlich inkompatibel zum Composite-Signal sind.


    Jürgen

    Also dinnstecken in dieser Thematik tue ich nicht mehr.

    Ist gefühlt laaaange her wo ich mich mit FBAS über Koax beschäftigt hatte.


    Liefert die Kamera denn im Komplettsystem ein klares Bild?

    Dann könnte - vorausgesetzt der BNC-Eingang deinem Monitors hat keine Schuld - die Anschlussimpedanz eine Rolle spielen.

    Es gibt eine handvoll FBAS-Treiber denen es ziemlich Wurscht ist ob sie an Ausgang 20Ohm oder 1kOhm sehen, sie pfeffern das FBAS-Signal immer sauber aus.

    Aber es gibt oder gab eben auch billigere FBAS-Treiber die bei allen kleiner 70 Ohm und größer 80 Ohm anfingen Signalverzerrungen zu verursachen.


    Aber das ist wirklich schon lange her, wüsste so auf Anhieb gar nicht ob es überhaupt noch Halbleiter in dem Segment gibt.

    Überwachungskameras mit denen ich gelegentlich zu tun habe laufen schon seid Jahren über Netzwerk.

    Alles über RJ45 und GBIT-Swiches.

    Kein Problem mehr mit Impedanzen, Reflektionen, Geisterbildern, Farbverfälschungen, der ganze Dreck der bei analogen CCTV und BNC immer wieder zur Massenseuche wurde, ist heute Geschichte.


    Und spätestens seit dem ich hoer rüber gesolpert bin:

    GitHub - silvanmelchior/RPi_Cam_Web_Interface: A web interface for the RPi Cam
    A web interface for the RPi Cam. Contribute to silvanmelchior/RPi_Cam_Web_Interface development by creating an account on GitHub.
    github.com

    Muss ich sagen....RaspberryPi Zero, nen Kameramodul, ne SDHC-Karte und mehr brauchts kaum.


    Jürgen

    Kurzer Nachtrag...


    Dem in manchen Fällen wie diesem ziemlich kontraproduktiv behindernden Datenschutz sei dank, habe ich nach 3 Wochen endlich Kontakt zum Betreiber. Blöder weise ist die EM nun schon fast vorbei, aber die von mir erwähnten Probleme scheinen alle behoben zu sein.


    Jürgen

    Hallo!

    Habt ihr Ideen zum Bau, oder schon Erfahrungen beim Kofferbau gemacht?

    Speziell für CB-Funk noch nicht, aber was 4m / 2m / 70cm angeht sehrwohl vereinzelt.

    Ist aber auf CB komplett übertragbar:


    Bei normalen flachen Koffern hat man immer das Problem der geringen Einbautiefe.

    Also eine (die untere) Kofferhälfte mit einer großen Frontplatte schließen und da drunter Funkgerät ist blöde.

    Sowas geht wenn z.B. im Betriebsfunk die Bedienung nur aus wenigen Tasten besteht.

    Aber Amateur- & Hobbyfunk geht so eigentlich nur bei Funkgeräten mit abnehmbarem Bedienteil.

    Im Amateurfunk gibt es solche Modelle, aber CB-Mobilgeräte mit absetzbaren, flachen Bedienteil? Da fällt mir kein Modell ein welches das bietet.


    Ohne Frontplatte auf Billig wäre Mobilgerät über Montagebügel in den Koffer schrauben - aber das macht keine Freude, eben weil Verkabelung offen liegt.

    Was hingegen gehen müsste, allerdings nur mäßig stabil, wären Plattenkoffer als Grundlage.

    Also Plattenkoffer im Sinne von DJ-Koffern für Schallplatten.

    Da hat man dann eine traumhafte Einbautiefe wo selbst große CB-Geräte wie die AR-5890 nebst fettem Akku problemlos drin platz findet.

    Blöder weise kenne ich bei solchen Koffern aber nix robustes was Outdoor-geeignet wäre.


    Jürgen

    Hallo!

    Warum nutzen die nicht ihr TETRA-Netz?

    Das ist eine verflixt gute Frage die ich mir freilich auch stellte.

    Denn selbst wenn es um knappe Netzrecoursen ginge im BDBOSNET, bliebe ja immer noch die Möglichkeit mit DMO-Repeatern zu arbeiten.

    Allerdings habe ich zwischenzeitlich eine bestätigung gefunden das die da selbstverständlich auch alle BOS-TETRA haben.

    Denn während der Sprechfunk über dieses DMR-Netz läuft, sieht es bei Status anders aus -> TETRA.


    Hast du eine Idee, weswegen die Bundesnetzagentur auf diese Frequenzen gekommen ist?


    Und steht den Rundfunkanstalten, Programmproduzenten, o.ä. die Regiefunk-Frequenzen zur selbständigen Frequenzwahl zur Verfügung, oder werden Einzelfrequenzen zugeteilt wie sonst auch beim Betriebsfunk üblich?

    Bei Kurzzeitzuteilungen fällt die Entscheidung über Frequenzzuteilungen immer nach der Prämisse Störungen anderer Frequenznutzungen zu minnimieren.

    So ist die Entscheidung für dieses DMR-Netz wahrscheinlich schon vor Monaten gefallen, da man wohl meinte das dort die wenigsten Störpotentiale liegen.


    Was diesen Frequenzbereich konkreten Bereich des Regiefunkes angeht:

    440,1250 - 440,1875 / 445,1250 - 445,1875

    440,3125 - 440,3875 / 445,3125 - 445,3875

    441,2625 - 441,3500 / 446,2625 - 446,3500

    441,4625 - 441,6250 / 446,4625 - 446,6250

    Diese Frequenzen wird in aller Regel niemals als Bündel "zur freien Frequenzwahl" zugeteilt.

    Im Gegenteil ist dieser Bereich gegenüber allen anderen Reportegafunkbereichen am strengsten auf regionale Örtlichkeiten und maximale Antennenhöhen von 5m über Grund festgeschrieben.


    Dieses sind die Standardfrequenzen für den Regie- und Kommandofunk innerhalb von Studios.

    Schon vor 30 Jahren blieb mein Scanner dort häufig stehen wenn ich z.B. im Düsseldorfer Studiobereich unterwegs war.

    Man glaubt ja gar nicht wie heiter und Unterhaltsam der Regiefunk von Teleshopping-Studios sind...


    Ja, gut. Wenn gleich solch exponierte Standorte (Fernsehturm) im Raum stehen, dann kann ich ja mal beim nächsten Spiel mal scannen.

    Die Wahl des Standortes dürfte in jeder Host City anders ausfallen.

    Die Spezialität hier in Dortmund ist aber der weitläufige Veranstaltungsbereich zusammen mit der Topologie.


    Stadion und Westfalenpark (1. Public Viewing-Fläche) liegen topologisch nahe nebeneinander.

    Da bräuchte es kein Megastandort um diese beiden Flächen gut zu versorgen.

    Die 2. Public Viewing-Flache liegt hingegen 2,5 km nördlich hinter einer Erhöhung.

    Ganz grob zur Verdeutlichung der Topologie:

    Stadion etwa 100m ASL

    2. Veranstaltungsfläche 97m ASL

    Dazwischen eine geologische Erhebung mit Grasnarbe 122-130m ASL


    Alle drei Veranstaltungsorte mit einem Relaisstandort so gut versorgen das Handfunkgeräte problemlos überall und in jeder Position gehört werden wäre machbar nur mit Standorten jenseits 60m über Boden.


    dieses Thema wird auch in einem andern Forum diskutiert und viele Vermutungen aufgestellt. Wir alle kennen nicht die Hintergründe, warum so ein DMR-Netz in der Luft ist.

    In der Planung und Vorbereitung auf so eine sensible Veranstaltung wird sich keiner der Verantwortlichen, z.B. Feuerwehr, auf ein Netz, was möglicherweise durch die UEFA beauftragt worden ist, verlassen und dies auch nutzen.

    Genau das ist ja der Knackpunkt.

    Ich könnte es verstehen wenn:

    - Der Wunsch bestand alle Funkkommunikation zu Bündeln und die UEFA zahlen lassen...

    - Die Idee wäre, neben BDBOSNET ein zweites, unabhängiges Funknetz zu haben...


    Wäre aber inzwischen hinfällig.

    Denn wenn in der heißen Einsatzphase gefühlt 20-30% aller Funksprüche von Handfunkgeräten gar nicht, oder nur zur Unkenntlichkeit zerfetzten Geräuschfragmenten führt, sollte es eigentlich Ärger geben.

    Zumal sich dieses inzwischen über alle Vorrundenspiele anhielt.


    Die Aussage, das der Rettungsdienst über dieses DMR Netz abgewickelt wird, halte ich für sehr gewagt und führt zu Verunsicherung. Als führende Einsatzmittel wird hier sicherlich TETRA BOS genutzt, auch im Hinblick auf eine sichere Kommunikation und Verschlüsselung zwischen allen beteiligten BOS Kräften bei einer Einsatzlage wie z.B.

    MANV.

    Tja, also die Fahrzeuge haben selbstverständlich alle MRT, und die meisten wichtigen RD'ler auch ein HRT am Mann.

    Warum diese das DMR-Netz nutzen ist mir Schleierhaft.


    Was aber Verschlüsselung angeht sehe ich bei Sanitätsdienst keine Gründe.

    Denn im Gegensatz zum normalen Rettungsdienst geht es bei Sanitätsdienst niemals um schützenswerte personenbezogene Daten. Eben keine Patientennahmen, sondern ausschließlich entpersonifizierte Erstdiagnosen.


    Was bei eskalierenden Szenarien, wie MANV, passiert frage ich mich auch wie das mit dem Funknetz gehen soll.

    Denn schon im Normalfall hätte ich hohe Anforderungen an solch ein Funknetz. Die angespannte Sicherheitslage kommt hinzu. Warum man das Technikern überlässt deren Problembekämpfungshorizont nur bei Laptop und Programmierkabel liegt, finde ich brand gefährlich.

    Ebenso wundert mich das merkwürdige Rumgebastel an diesem Funknetz.

    Gestern und heute wären ideale Tage gewesen die Relais mal komplett zu checken inklusive aller Antennen, Kabel, etwaiger Filter.

    Aber ne, wenn da ein überforderter Techniker anfängt zu bastelt ist das immer erst wenige Stunden vor einer heißen Einsatzphase.

    So wie am 25.06...

    In Talkgrop 1 beginnt der Sanidienst mit seiner Aufstellung, Prüfung der Sprachverständlichkeit zu den Rettungsmitteln, wartet auf Fans, während der Techniker noch auf Talkgroup 9 in Selbstgesprächen darüber sinniert warum er den Fehler nicht findet.


    Und das unmittelbar vor meiner Nase.

    Knapp 1,2km südlich vom Stadium und 1,3km vom Friedensplatz sitze ich fast genau mittig auf knapp 118m ASL.


    Jürgen

    Hallo!

    Sind das Kurzzeitzuteilungen?


    Ich wohn leider viel zu weit vom Schuss. Stuttgart ist zu weit weg.

    Jawollja, das sind definitiv Kurzzeitzuteilungen.

    Denn als die Signale auftauchten dachte ich sofort an die EM 2024.

    Denn wenn die SNG's der Rundfunkanstalten ihre Refaces mit ihren locker 30W einschalten, hatte ich die selben Effekte.


    Allerdings waren es diesmal keine analogen Reface-üblichen analogen Frequenzen bei 450/460MHz, sondern eben DMR-Signale in den 440-448MHz Regiefunkbereichen, was mich zunächst extrem wunderte.

    Denn alles womit die Rundfunkanstalten Sprechfunk ist FM, von DMR und anderen Digitalfunk halten die sich aus Prinzip fern.


    Um so erstaunter war ich am ersten EM-Spieltag wer dort funkte:

    SanitätsLeitstelle, Einsatzabschnittsleiter, Sanitäter, Notärzte, KTW's und RTW's.

    Das scheint zahlenmäßig der Nutzer mit den meisten Funkgeräten in diesem Netz zu sein.

    Erst einige Tage später stolperte ich auch über Talkgroups wo EM-Security Fanmärsche begleitete, sowie Stadionlogistik usw.


    Also ganz klar ein Funknetz rund um EM-Veranstaltungen.

    Denn mit Regiefunk von Rundfunkanstalten oder Programmproduzenten, wofür diese Kanäle eigentlich gedacht sind, hat der Betrieb da absolut nichts zu tun.


    Mein Hauptproblem zwischen dem 12.6. und 25.6. waren die schieren Großsignale knapp unter -30dBm an meiner Antenne, in Verbindung mit der Frequenzverteilung 445,375 / 445,3875 / 446,475.

    Am 25.06., also letzten Dienstag hat da vormittags jemand an den Relais gearbeitet.

    446,475MHz wurde für knapp 5 Minuten abgeschaltet, warscheinleich aufgrund Neuprogrammierung, und war anschließen 12dB schwächer! Statt -30 nur noch erträgliche -42dBm.

    Das selbe anschließend bei 445,3875 und anschließend 445,375MHz.

    Ganz offensichtlich wurde also die Sendeleistung massiv runter gesetzt...12dB sind schon eine Hausnummer!

    Das, sowie ebenso erfreulich für mich war, das die 445,3875MHz an diesem Dienstag abgeschaltet wurde.


    Sowie so gut, bis dann gestern, am 26.06. das ganze richtig bizzar wurde.

    Statt das man mal grundlegende Sachen prüft, wie z.B. die Dämpfung zwischen Antenne und Empfängereingang, sowie die Weichenübernahme zu messen, wurde die unsägliche 445,3875MHz wieder eingeschaltet, und ein viertes Relais dazu gestellt auf 446,525MHz.


    Das heißt der technische Betreuer geht offenbar davon aus das die Gesprächskapazitäten für den Funkverkehr nicht ausreicht. Dabei liegt das Problem nicht an der Funkauslastung, sondern ganz klar daran das die Relais sich selber und gegenseitig die Empfänger zustopfen.


    Also abseits dessen, das die Jungs offenbar Ihre Sendeleistung absolut nicht im Griff haben, kommen noch weitere Probleme dazu.

    Drei oder aktuell vier DMR-Relais offensichtlich alle am selben Standort machen keinen Sinn.

    Falls Duplexweichen für alle Relais verwendet werden, stimmt offensichtlich was in derem Abgleich nicht. Allerdings vermute ich eher das gar keine Duplexweichen sondern je Relais zwei Antennen benutzt werden.

    Das wären dann bei vier Relais eben unfassbare 8 70cm Strahler auf dem selben Gebäude.


    Hab heute mal eine grobe Erkundungsfahrt gemacht um den Standort dieser Misere ein zu grenzen.

    Die zwei Punkte die ich zunächst vermutete (Fernsehturm sowie alter 60m hoher Brauerreisilo) sind es nicht.

    Vor dem Stadion laue -80dBm. Maximalpegel -41dBm hatte ich irgendwo in der Pampa wo weit und breit kein geeignetes Gebäude steht.


    Und ich frage mich nun, ob das nur lokal hier in Dortmund so katastrophal läuft, oder an mehreren / allen Host Citys.


    Jürgen

    Hallo!


    Für die EM 2024 sind die EM-Spielorte über 10 Host Citys verteilt.

    Hier in Dortmund, auch eine Host City, wurde zur Abdeckung der Kommunikation für alle EM2024-Veranstaltungen (also neben lokalen Spielen auch alle auswärtigen Spiele zwecks Public Viewing) ein DMR-Netz errichtet.


    Betreiber ist nicht zweifelsfrei feststellbar, aber sehr wahrscheinlich wurden diese Funknetze von der UEFA gemietet.

    Die technische Umsetzung hier vor meiner Haustür zeugt aber von Fachkräftemangel und Unfähigkeiten die beinahe schon bemitleidenswert sind.


    Das Funknetz beschäftigt mich schon seit etwa 12.06. wo der Schalter umgelegt wurde.

    Mehrere Signale der Kategorie -30dBm brachten meine GM380 (RX bei 450MHz rum) schlagartig ins schwitzen.

    Delikat auch die Frequenzverteilung:

    Alles Unterband / Oberband:

    CH1 440,3750 / 445,3750MHz

    CH2 440,3875 / 445,3875MHz

    CH3 441,4750 / 446,4750MHz

    CH4 441,5250 / 446,5250MHz


    Nicht nur das die lokal im Umkreis einiger Km den kompletten bereich 445-448MHz dicht machen, haben die offenkundig massive Kommunikationsprobleme.

    Die Ursachen rieche ich über meine Antennen:

    Ganz offensichtlich mangelhafte RX/TX-Entkopplung bei den Relais. Also mindestens völlig falsch justierte Duplexweichen, möglicher weise auch gar keine Duplexweichen.

    Ebenso scheinen die vier Relais sich auch gegenseitig zu stören.


    Und die Krönung des ganzen: Bei DMR-Bündelfunk trennt man die Nutzergruppen in Talkgroups, nicht in Frequenzen!

    Bei diesem Teil aber wurden einfach vier identisch programmierte Hytera Relais mit XPT hingeworfen wo alle genutzten Talkgroups voneinander isoliert genutzt werden. Eine Weiterleitung irgendwelcher Talkgoups über die Relais hinweg gibt es nicht.


    Und was noch kurioser ist:

    Darüber funken nicht nur die ehrenamtlichen Helfer, Security und Logistik drüber,

    sondern primär der Sanitätsdienst bestehend aus allen möglichen HiORG's nutzt dieses System und ärgert sich fast täglich über die miese Kommunikation.


    Mich würde nun interessieren:

    Wie sieht es in anderen Host Citys aus?

    Was seht Ihr wenn ihr den SDR-Stick mal über 440-470MHz schnuppern lässt?

    Sind die Zustände in den anderen Host Citys genau so desaströs?


    Jürgen

    Hallo!


    Bei Win10 habe ich Cortana mehrfach über das Fenster Einstellungen abgewürgt.

    Allerdings reaktivierte sich Cortana regelmäßig, gefühlt nach jedem größeren Windows Update.


    Seit nem knappen Jahr hab ich Cortana dann ein Stückchen vor die Nase gebunden.

    Ein loser 3,5mm Klinkenstecker in die Mikrofonbuchse am Rechner gesteckt und dem System kargemacht:

    Das da ist mein einziges Mikrofon....Fass!


    Erst seit dem habe ich auf meinen diversen Line-In's ruhe vor diesem blöden Cortana.


    Bei Win7 allerdings gibt es offiziell noch kein Cortana.

    Aber offensichtlich andere Fragmente die ebenso im Hintergrund an alles rumschnüffeln was eventuell ein Mikrofon sein könnte.

    Und das auf strunzdumm.

    Beispielsweise wird eine USB-Soundkarte USC-222 von Win7 als Mikrofon erkannt, obwohl sie nur einen Line In mit zwei Chinch-Buchsen hat.


    Unter Dienste habe ich schon einige abgewürgt die verdächtig klangen. Blöder weise sind die Dienstbeschreibungen da aber alles andere als Deutlich in der Frage welche Dienste alles an Soundkarten schnüffeln.


    Jürgen

    Gestern ist mir erstmals was begegnet, wobei ich zuerst dachte bei mir wäre gehörig was kaputt gegangen.

    Bin seit Tagen im 70cm Band 440-470MHz unterwegs, und gestern (21.06.24) gegen 17Uhr war plötzlich etwas anders.


    SDR Meldet viel zu geringen Eingangspegel für die eingestellte Vorverstärkung.

    Auch eine analoge Anlage hier meldete das der Arbeitspunkt des Vorverstärkers außerhalb normaler Werte lag.


    Erster Test: Referenzignal suchen, ob über 70cm überhaupt noch was geht. Da muss ich nicht lange grübeln, eine Referenz ist delbsverständlich auf 70cm Cityruf. 465,970 / 466,075 / 466,230MHz.

    Tot...nix als Rauschen unten bei -125dBm. Das gibt's doch gar nicht...?!?


    Anderen SDR vorgekramt, angeschlossen...465-467MHz tot.

    Als ich dann minuten lang auf dieses Spektrum schaute und überlegte wo der Fehler liegen könnte, tauchten plötzlich wieder langsam Signale auf.

    Zuerst 465,97 mit einer ziemlich merkwürdigen DFSK Unsymmetrie, erst noch recht schwach aus weiter Entfernung.

    Während sich die DFSK-Symmetrie langsam wieder auf Normalzustand übergingen, ging das selbe auf den beiden anderen Frequenzen rund.

    Als das dann durch war, ging das selbe mit den lokalen Sendern hier rund, gute 50dB stärker als davor.

    Nach gut 10 Minuten war der Spuk vorbei

    Heftig interessant wie solch ein komplexes Netzwerk wie Cityruf neu eingestartet und die Gleichwelle neu justiert wird.


    Jürgen

    Es ist frustrierend...

    Weiß der Geier was in heutigen PC's und Betriebssystemen wie Win7/10/11 mit Soundkarten und deren Signalverarbeitung umgegangen wird.


    Seit gut einer Woche versuche ich DMR über drei Kanäle zu überwachen.

    Einzeln mit SDR-Programmen wie SDR# oder SDRuno, einem Virtual Audio Cable und DSD klappt das Super.

    Aber aus einem Funkgerät oder Empfänger ein sauberes Diskriminatorsignal via Line-In in einen modernen PC zu bekommen ist ja ein Unding.

    Und nein, es liegt nicht an unsauberen Signalen:

    GM380 & GM360 Flat Audio Out sind über jeden Zweifel erhaben, das Diskriminatorsignal aus meinen diversen anderen Geräten ebenso.

    In eine Onboardsoundkarte eines alten Thinclienten unter XP läuft Pocsag, DMR spontan und sauber, über Wochen, Monate und Jahren robust und Gußeisern.

    Aber Via Onboard- und USB-Soundkarte in ein Win7 oder Win10-PC bekomme ich nix mehr hin:


    Stundenlange Einpegelung, an Steckern rütteln, neu Booten, rumspielen mit Prioritäten kam ich gelegentlich auf Decodierraten die gut aussahen, aber bereits nach wenigen Stunden nur noch Müll erkannten.


    Jetzt habe ich es robust und stabil hinbekommen, nur halt anders als ich eigentlich wollte.

    Zu meinem auf allen meinen Rechnern vorhandenen VB-Cable eben noch die Option VB-Cable A+B hinzu gekauft.

    Dann auf einem Win7 Desktop SDRuno mit RSP1A, drei Empängerpanels auf VB-Cable L, R und Cable A L geroutet zu 3x DSD 1.101pt.


    Woran das bei Win7 mit den Soundkarten liegt ist mir schleierhaft.

    Bei Win10 sind es reichlich Subsysteme welche die Soundkarten unbrauchbar machen für Funkkram, allen voran Cortana und etliche andere.


    Wie bekommt man diese ganzen Programme abgewürgt, damit die nicht permanent an den Soundkarten rumwerkeln? Gibt's da einen Trick?


    Jürgen