Beiträge von DG7GJ

    Tja, also ein FuG8b oder allgemein BOS-Geräte mit NATU-Buchse brauchen einstellige mV vom Mikrofon. Das du an den Mikrofonkontakten keinerlei Spannung misst ist korrekt, denn die NATO-Buchse basiert auf dynamische Mikrofone,

    Wenn allerdings dein Mikrofon schon an dem FuG8b nur sehr leise ist wäre ich aufmerksam: Liegt es am Mikrofon, oder ist das in der FuG8b kaputt? Denn diese etwa 5mV Signalpegel sollte eigentlich jedes dynamische Mikrofon ganz ohne externen Verstärker schaffen.

    Verstärker:
    Prinzipiell kann ein Verstärker hier Sinn machen, denn die von den Funkgeräten benötigten Mikrofonpegel können weit auseinander liegen. So ist ein analoges BOS-Gerät FuG8/9 gewöhnlich mit 5-10mV zufrieden (NATO-Stecker) und modernere Geräte wie TETRA erwarten irgend was im zwei bis dreistellugen mV-Bereich, also so grob 20-180mV. Ein Verstärker wo man die Ausgangspegel feinfühlig genug zwischen grob 1mV - 200mV abgleichen kann würde also Sinn machen.

    Alleine:

    Habe ich dich richtig verstanden, dass es theoretisch am besten ist, ausschließlich den Kondensator in Reihe zum Mikrophon zu verwenden, da die Schaltung ungeeignet ist?

    zeigt mir das du im Elektronikbereich noch etwas unerfahren bist, was eine Verstärkerschaltung natürlich abenteuerlich werden lässt. Dennoch versuche ich es mal:

    Diskrete Verstärker, beispielsweise einstufige Transistorverstärker brauchen einen Transistor (für Mikrofonverstärkung z.B. BC550) und vier Widerstände die einerseits den Verstärkungsfaktor (hier z.B. 100) vorgeben, und andererseits als Basis-Spannungsteiler den Arbeitspunkt des Transistors im linearen Bereich halten. Für Ein- und Auskopplung des NF-Signals braucht es dann Kondensatoren:

    Arbeitspunkteinstellung mit Basis-Spannungsteiler (Emitterschaltung)

    Randbemerkung: Der Eingangs-Kondensator an der Basis kann genau der 10µF-Elko sein, den du für dynamische Kapseln eh bräuchtest. Die Berechnungen der richigen Widerstände sind aber durchaus etwas anspruchsvoller, weswegen solche Transistor-Verstärker eher etwas für erfahrene Elektroniker ist.

    Deutlich einfacher und effektiver für Anfänger sind solche Mikrofonverstärker mittels Operationsverstärker. Es gibt sie bis heute in gut lötbaren DIL-8 häufig schon als Doppel-OPV was für deine Anwendung optimal wäre. Denn damit hättest du schon zwei Verstärker die unabhängig voneinander das selbe Mikrofonsignal verstärken, aber eben mit unterschiedlichen Ausgangspegeln justierbar sind.

    Nichtinvertierender Verstärker (Operationsverstärker)

    Randbemerkung: Mit R2 = 100kohm und R1 = 1kohm kommst du auf etwa Faktor 100. Gibt dein Mikrofon also beispielsweise 1mV aus, macht der Verstärker darauf 100mV. Koppel-Kondensatoren, wie eben die empfohlenen 10µF machen auch hier sinn, wie immer wenn es um Audio-Signale geht.

    Jürgen

    Moin!

    Also die Schaltung die du rausgesucht hast ist krude. Wenn von der Output-Seite Phantomspannung vom Funkgerät kommt, dann zieht er, aufgrund des 470k Basiswiderstandes über Q1 auf Masse. Saublöd! Und der Kondensator mit 220nF ist eine Lachnummer.

    Funktion des Kondensators ist es bei Anschluss eines dynamichen Mikrofones an einen Elektret-Eingang die Gleichspannung von der Kapsel fern zu halten. Denn das was du als "Knacken aus dem Mikrofon" hörst,, ist der Anschlag der Membran auf Maximalauslenkung solange die Phantomspannung anliegt. Und in dieser Stellung kann das Mikrofon nicht vernünftig arbeiten, die Membrane müsste sich dafür frei bewegen können.

    Der Kondensator wirkt also als Hochpass, genauer gesagt als RC-Hochpass im Pi-Schaltung, da beide Impedanzen (Mikrofon & Funkgeräteeingang) zu in deinem Fall etwa: 600 Ohm, Kondensator , 600Ohm. Bei 220nF hättest du viel zu viel Dämpfung über den kompletten Sprachbereich. Eher nimmt man dafür als absolutes Minnimum 3,3µF, eher 4,7µF oder gar 10-22µF.
    Denn je mehr Kapazität der Kondensator hat, um so tiefer liegt der -3dB-Punkt den man gerne möglichst weit richtung 200Hz oder 150Hz ziehen will. Denn bereits bei 300Hz wäre die Verständlichkeit nicht mehr gegeben.

    Die Kondensatorart ist beinahe egal. Aber wenn du nF vergisst und richtung µF gehst, dann mache bitte einen Bogen um SMD-MLCC in diesem Bereich. Denn all diese hoch-kapazitiven SMD-Keramik-Kondensatoren sind für deine Anwendung nicht geeignet. Was du eher braucht ist ein Elektrolytkondensator oder auch Tantal-Kondensator. Die Polung hierbei ist logisch: Plus-Pol Richtung Funkgerät, den Minuspol zum Mikrofon.

    Jürgen

    Hallo!

    Na, nimm doch mal ein Multimeter und gucke ob da am Mikrofoneingang des Funkgerätes eine Spannung anliegt, meist zwischen 3-9V wenn da kein Mikrofon dran hängt. Denn ein Knacken einer dynamischen Mikrofonkapsel deutet mämlich genau auf solch eine Spannung hin. Wenn du alo kein Elektret-Mikrofon da dranhängen willst, sondern unbedingt diese dynamische, braucht du einen Kondensator da zwischen, Sollten mehrere µF sein, so ab 4,7µF aufwärts.

    Jürgen

    Moin!

    Daran haben sich schon gute Leute versucht. Die haben es nicht hinbekommen.

    Ein Geschäftsfreund hat doch Kartonweise davon, aber wird nichts.

    Tja, zu Icom hatte ich da noch nix, eher Bosch, Motorola, Vertex und so.

    Beispielsweise Vertex VX-925/FuG10/11/13b, die BOS-Varianten der VX-920 Betriebsfunkserie. Da hatten, ganz offiziell vorgesehen, die FuG10 und 11 eine Hintertür mit einer bestimmten Befehlszeile (NoNfUg) oder so ähnlich) die Software zu starten, um dann in den Geräte eine frei definierbare Kanalgruppe hinzu zu fügen.
    Als dann einer meiner Kunden der ein paar 4m Betriebsfunkkanäle hat dringend neue Geräte brauchte, hat er VX-925/FuG13b aufgetan und mir zwecks Umprogrammierens zugeschickt.
    Da dachte ich noch das würde beim FuG13b genauso gehen wie bei den FuG10 und FuG11.

    Die Betriebsfunk-Software zu den VX-924E - wie solle es auch anders sein - meckerte stur das dieses Gerät inkompatibel sei. Aber ich gab nicht auf...und siehe da:

    Eine stinkalte CE142...Version 1.xx hingegen meckerte nicht, aber weigerte sich bei der FuG13b die BOS-Kanäle zu editieren, oder gar neue Kanäle hinzu zu fügen. Aber auslesen und schreiben ging.

    Und mittels basteln eines eigenden Codeplug-Files gelang es mir dann doch die Kanäle mit der uralten CE142 in das FuG13b zu bekommen. Am Ende der BOS-Tabelle:
    510 Letzter BOS-Kanal
    511 Betriebsfunkkanal 1
    512 Betriebsfunkkanal 2
    ....

    Der Witz dahinter ist:
    Im Geräte durch die BOS-Prüfung in Bruchsal zu bekommen, tun die Hersteller einiges um solche Manipulationen zu verhindern. Lediglich bei den FuG10/11 im 2m Band wird es etwas lockerer gesehen, da es in manchen Bundesländern toleriert wurde wenn 2m Handfunken neben BOS auch z.B. DLRG oder auch Frequenzen von Werksfeuerwehren schalten können.

    tjo dann weg damit

    Ähm, wären es stinkalte Handgurken - sicherlich.

    Aber die Icom FuG's stehen von ihrem Technologiestand auf einer Stufe mit Motorola GP360/FuG's und den aktuellen Kenwood-FuG's.
    So etwas in die Tonne zu treten macht man nicht.
    Denn irgendwann in den nächsten Jahren wird man vielerorts wieder nach solchen Geräten schreien.

    Jürgen

    Hallo!

    Von den F3062 gab es neben der FuG11-Variante wohl auch Betriebsfunkvarianten, wobei ich jetzt aber nicht weis ob die BOS-Variante überhaupt alle ZF-Filter moniert wurden.

    Der Unterschied dürfte weiterhin in der Firmware liegen.
    Da müsste man also eine Betriebsfunk-Firmware versuchen drauf zu laden.

    Allerdings habe ich das bei einer F3062 bislang nie machen müssen.

    Jürgen

    Hi Norbert,

    Ich mache diesen ganzen Kram wie WSTJX usw. nicht und das aus gutem Grund.
    Denn spätestens ab Windows 7 aufwärts wird Windows immer dümmer - oder Besserwisserisch - was man deutlich merkt wenn man solche Betriebsarten heute nutzen will.

    So sind die aller meisten externen Soundkarten keine dezidierten Soundkarten mehr mit einem eigenen Treiber dem man in Windows schön einem Programm oder einer Funktion zuweisen kann, sondern pauschale USB-Audiodevices die, wenn man mehrere davon am Rechner hat, munter fröhlich bei jedem booten ihre Reihenfolge ändern und damit nicht mehr fest zuweisbar sind.

    Damals unter W2K und XP war es mühelos möglich mehrere Soundkarten in einem Rechner zu montieren die beständig und Datenhaltig verwaltet wurden. Also Pegeleinstellungen im Mixer und deren Zuodnung waren nach jedem booten stabil. Und heute geht so was gar nicht mehr, außer man greift zu Soundkarten aus dem professionellen Bereich...ASIO Mehrkanalkarten.
    Ist aber auch keine Lösung, da die vielen Programme für digitale Betriebsarten gewöhnlich kein ASIO beherrschen.

    Jürgen

    Hallo Norbert,

    Also laut dem was ich aus dem Handbuch erkenne, allerdings erst ziemlich versteckt, ist die Information das dort ein FTDI-Chip drin ist. Dieser sauteure Eltima Treiber ist wohl ein krudes Treiberkonstrukt welches dem Multiplexen einer seriellen Schnittstelle in beliebig viele Schnittstellen erlaubt.

    Ich kann verstehen das es neuerdings den Wunsch gibt solche Radio-Interfaces mit mehreren seriellen Ports aus zu statten.
    Denn wo damals solche Interfaces nur eine UART brauchten um dessen DTR oder RTS-Leitung als PTT-Signal zu nutzen, geht es heute vermehrt um das Thema Remote-Amateurfunk. Also dem steuern von Funkstationen via internet.
    Dazu braucht man eben mehrere vollwertige Schnittstellen für CI-V und UART nach RS232 und TTL 5V/3,3V/1,8V.

    Nur ehrlich gesagt: Wer ein RoIP-Interface für solche Zwecke baut, braucht doch kein kommerziellen, teuren Multiplex-Treiber.

    Chips für USB-Hubs gibt es ab Minimum 1 Upstream auf vier Downstreams. Hängt man dort ein Audio-Codec in Stereovariante wie dem PCM2903 dran, hat man bereits 2 TX-Audio-Out und 2 RX-Audio-In. Der Hub hätte dann noch drei freie Ports für serielle Schnittstellen aus kleinen FT230. Reicht das nicht kann man freilich einen größeren Hub-Chip nehmen 1:8 beispielsweise und dann sieben FT230 auf die Platine tackern.

    Dein Hauptproblem wird aber am Windows Update liegen. Wahrscheinlich gehört dieser Eltima-Treiber von der Original-Treibergeschichte zu den Teilen wo ein Update meinte das etwas mit seiner Treiber-Zertifizierung nicht stimmt und ihn entsprechend rausgeschmissen hat.

    Frag mal beim Hersteller oder bei Wimo die das Teil offenbar vermarktet haben, ob die einen aktuellen Treibersatz haben der mit deiner Windows-Version kompatibel ist.

    Jürgen

    Hallo Norbert,

    Was ist das genau für ein Interface...gibt es da technische Details zu?

    Wenn du so ein USB-Funk-Interface meins, dann werden da ein USB-Hub und dahinter jeweils eine USB-Soudkarte sowie ein USB-RS232-Chip drin sein.

    Wenn Ton bei die funktioniert, dann erkennt sein Betriebssystem schon mal den USB-Hub sowie den Sound-Chip dahinter korrekt.
    Der RS232-Chip wäre interessant warum er den nicht erkennt. Was ist das für ein Chip?

    Bei allen FTDI-Teilen sucht Windows automatisch den richtigen Treiber via Microsoft Updates.
    Häufig eingesetzte chinesische Billig-Konverter wie der CH340 und ähnliche bekommt man mit den originalen (chinesischen) Treibern ans laufen.

    Tip:
    Das Interface an einen Rasberry Pi anschließen und in dem Terminal lsusb abfragen was er für Chips am USB-Port findet.
    Damit sollte man die korrekten Treiber finden.

    Jürgen

    Hallo!

    Ist der Frequenzbereich hier in Deutschland noch als ISM/SRD zugewiesen?

    40,66-40,70MHz ist ISM, aber eben nicht nur.

    Der Bereich ist lediglich der Kernbereich wo die aller meisten Brocken laufen wie da wären: Funksteckdosen, Garagentoröffner, vor einigen Jahrzehnten noch Babyphone (werden in dem Frequenzbereich seit Ewigkeiten nicht mehr hergestellt), professionelleres Fernwirken (500mW) und ebenso bis heute die stationären Sender (satte 5W Sendeleistung an Full-Size Groundplanes) von alten Personenrufanlagen.

    Aber der gesamte Bereich...sagen wir mal grob 32-50MHz wird noch regelmäßig für allerlei Anwendungen genutzt.

    Da wären neben den alten Fernsteuerfrequenzen bei 35 und 40MHz ebenso noch Funkmikrofone zu nennen die mancherorts auch noch immer genutzt werden. Und wie eine Studie zur Auslastung der für Funkmikrofone vorhanden Geräte vor ein paar Jahren zeigte ist ausgerechnet dort noch auf den bitter alten Mikrofonkanälen 32-36MHz regelmäßiger Betrieb, wo man es am wenigsten vermuten würde: Berlin Regierungsviertel...Bundestag...

    Dabei wird für den Frequenzbereich schon seit gefühlt 30 Jahren nix mehr gebaut.

    Und ebenso hört oder sieht man in diesem Teilbereich des Spektrums auch zu Zeiten erhöhter Sonnenfleckenzahl Funkanwendungen aus anderen Europäischen Teilen. BOS-Funkruf aus den französischen Alpen der Bergwacht bei 30-32MHz, das Bündelfunknetz der französischen Autobahndienste, Feste Datenfunkstrecken irgendwo in skandinavischen Raum und etliches mehr.

    Dein Empfang von AM auf 40,68MHz ist allerdings merkwürdig.

    Gebäudefunkanagen dort arbeiten alle mit 9K00F3E oder 9K00G3E, eben exakt dem selben Format wie auf CB-Funk für FM benutzt wird. Anlagen die dort in AM arbeiteten sind mir nicht bekannt, wäre aktuell auch nicht mehr statthaft.

    Jürgen

    Nun...das Problem von Datenfehlern bei Einwirkung von ionisierender Strahlung ist alt bekannt.
    Die Ursache liegt in zu feinen Speicherstrukturen moderner Flash-Chips.

    Wie da eine neue Firmware helfen soll erschließt sich mir nicht.
    Vielmehrmuss docheigentlich sichergestellt sein das elektronische Geräte im Aero-Umfeld doch eigentlich viel höhere Strahlungsdosen aushalten müssten, als real zu erwarten wären.

    Schirmung statt anderer Firmware wäre einleuchtender, und würde sich weniger nach Flickschusterwerk anhören.

    Jürgen

    Moin!

    Das erinnert so ein bißchen an den Hype in der C-Netz-Ära, als stellenweise ernsthaft empfohlen wurde, mindestens 4mm² zu verwenden und das Massekabel unbedingt direkt an den Minuspol der Autobatterie anzuschließen.

    Das ist eine gänzlich andere Baustelle und ein Grundsatz bei KFZ-Funkinstallationen die weit vor der C-Netz Ära zurück reicht.
    Diese Grundsätze bildeten sich vor Jahrzehnten, als man lernte wie gemein das KFZ-Boardnetz von damaligen Autos. In Irgend einem Datenblatt zu einem Spannungsregler holte der Ingenieur etwas aus und ging darauf ein das 12V nicht 12V sind und erinnerte daran das 12V beim Auto eine "Power source from Hell" sei.

    Der Grundsatz "Batteriekabel dick, 4-6mm² und + als auch - direkt vom Funkgerät zur Batterie - im Idealfall direkt an die Batteriepole" ist bis heute in den Installationshinweisen vieler Hersteller (z.B. Motorola) zu jedem Mobilgerät enthalten.
    Es ist der vereinfachte Grundsatz welcher viele Fehler umgeht die damals immer wieder zu Problemen führten.
    Und es basiert auf der Tatsache das die 12V KFZ-Batterie eine zuverlässige Senke für alle möglichen Störungen im Auto ist.
    Wobei die Dicke des Batteriekabels (4-6mm²) nur sehr bedingt etwas mit der Stromaufnahme des Funkgerätes zu tun hat, sondern vielmehr den Kampf mit Impedanzen zu tun hat:

    Magnetische Einkopplung von KFZ-Störungen in die Stromleitung, sind hochohmig, daher mindert man sie dadurch, das die Impedanz des Batteriekabels möglichst niederohmig gehalten wird.

    Das diese nun gut 60 Jahre alten Grundsätze gerade auf den Kopf gestellt werden hat eher mit der E-Mobilität zu tun.
    Denn wie will man diese Grundsätze die z.B. noch im Installations Manual zur Motorola DM2600 stehen einhalten, wenn ein E-Fahrzeug gar keine 12V Batterie mehr hat, und die 12V für die ganze Bordelektronik aus suspekten Schaltwandlern kommt die den Bereich 70kHz -6MHz und Harmonischen bis locker 500MHz mit ihrer PWM zuknallen.

    Bei Panzern und Militärfahrzeugen glaube ich daher nicht das die Kabel zur Stromversorgung das große Thema ist.
    Vielmehr könnte ich verstehen, wenn die alte (SEM35...SEM100) eben über eine Mehrpolige NF-Leitung vom Fahrstand aus bedient wurde, und die aktuellen SOVERON alle ein Netzwerkkabel zwischen Funkgerät und Bedienteil brauchen.
    Sollte man,wie ich befürchte, den Kabelweg erst mittels frei schweißen der Panzerung freilegen müssen um das Netzwerkkabel dort verlegen zu können, wäre der immense Zeit- und Personalaufwand verständlicher.

    Außerdem ist meine Meinung über militärische Funktechnik erst kürzlich dramatisch gesunken.
    Bislang nahm ich pauschal an das VHF-Mobilantennen wie die FAF-80 für 30-80MHz genau so wie die KW-Mobilantennen eine aktive ATU im Fuß hat.
    Aufgrund eines Kunden der sich vornahm eine alte FAF-80 für CB-Funk zu modifizieren, habe ich inzwischen Bilder vom Innenleben des FAF-80, die passive Schaltung konnte ich rekonstruieren und durchrechnen, ebenso legen mir Plots von einem Nano-VNA vor:

    Im Originalzustand eine Resonanzstelle bei 43MHz, der ganze Bereich 30-80MHz hingegen wahrlich zum kotzen.
    Die Simulation der Schaltung: Furchtbar!
    So langsam begreife ich wo überall Ursachen waren, als damals Veteranen sagten das die SEM's kaum über 10Km kommen und man daher Betriebsfunkgeräte von Motorola anschaffte die 5 mal weiter reichten als die SEM35/SEM100.

    Ja, so langsam wundert mich gar nichts mehr!

    Jürgen

    Hallo!

    Aufgrund einer Anfrage bin ich letztens über den amerikanischen Antennenhersteller Firestik gestolpert:
    Firestik Antenna Company Home Page
    Ein Hersteller der eine Serie von CB-Mobilantennen produziert die durchweg alle 5/8tel Strahler sein sollen, als Wendelstrahler verkürzt auf handliche 61cm bis sperrigen 213cm Strahlerlänge.

    Was mich konkret interessiert sind deren NGP-Varianten, also für Montage auf Gegenständen die keinerlei Massefläche bieten.

    Generell ist klar: Einziges asymmetrisches Gebilde was ohne Massefläche als Antenne funktioniert ist eine Halbwelle.
    Die Firestik-NDP hingegen sollen aber ebenfalls 5/8tel Ruten sein, die mittels einem "selbst hergestelltem, sehr speziellem" NGP-Antennenkabel mit exakt 5,2m Länge zur "No-Ground"-Antenne werden.

    Ich frage mich ob das taugt und versuche zu verstehen wie das funktioniert.

    Laut den Informationsfetzen folgende Anhaltspunkte:

    Das NGP-Kabel ist 5,2m Lang, auf der einen Seite ein PL-Stecker und Antennenseitig wird nur die Kabelseele mit dem Antennenfuß verbunden. Das Abschirmgeflecht ist deutlich kürzer und endet vor der Antenne im Kabel.

    Ebenso soll ein DC-Kurzschuss zwischen PL-Stecker Innenleiter und Masse sein, sowie ebenso DC-Kurzschluss zwischen Innenleiter PL-Stecker und Antennenstrahler.

    Ein L- oder PI-Match ins NGP-Kabel gequetscht fällt also aus - L und PI-Matches hätten je nach Topologie Hochpass oder Tiefpass entweder DC-Durchgang zwischen Innenleiter und Masse, ODER Innenleiter und Antenne, aber niemals beides.

    OK, dann dachte ich an ein J-pole...also antennenseitig der Innenleiter ohne Abschirmung als Strahler-Verlängerung, dann ein 1/4tel Stub mit Kurzschluss und einem knapp darüber sitzenden Speisepunkt...
    Jawoll, das ginge mit einer 1/4tel Antenne...aber um eine 5/8tel die elektrisch um die 6,94m ist auf 5,5m als Halbwelle zu bekommen braucht es keine Verlängerung, sondern massive Kürzung.

    Hat hier jemand mal Erfahrung machen können mit diesen Teil?
    2' NGP Roof Mount Antenna Kit

    Oder ist das eine dubiose Krücke und mein Eindruck das dieser Hersteller mehr großkotzig rummlabert ohne wirklich Ahnung zu haben nicht ganz unbegründet ist?

    Jürgen

    Hallo!

    Dann wird das Band noch leerer als es schon ist.

    Naja, bei diesem Thema bin ich zwiegespalten.

    Auf der einen Seite:
    Wenn das Mittelwellenband sowie Langewellenband leerer werden, können die Gerätehersteller endlich das Dämpfungsglied weg lassen was bei durchweg allen Kurzwellentransceivern unterhalb von 1,6...2MHz fest eingebaut wurde...über Jahrzehnte.
    Denn der einzige Zweck waren eben starke Rundfunksender auf LW und MW wo dieses Dämpfungsglied sorgen sollte das im 160m Band und darunter nichts übersteuert wird im Empfänger.

    Auf der anderen Seite:
    Ich bin ein Kind des kalten Krieges, wo bis vor 30 Jahren noch galt das MW sowie LW als "die letzte Option zur Information der Bevölkerung im V-Fall" waren - für eben den Fall das Fernsehtürme weg gebombt wurden.
    Freilich hat man schon damals darüber gelächelt...denn wenn Fernsehtürme zu den strategischen Zielen eines kriegerischen Angreifers zählen, dann damals bestimmt auch die riesigen Sendeanlagen für Langewelle und Mittelwelle.

    Und gerade aus heutiger Zeit wo noch erschwerend hinzu kommt das Rundfunk wie UKW, DAB, DVB-T sowie DVB-S großflächig über Internet digital vernetzt ist, braucht es gar keine Bomben mehr, ne Gruppe fähiger Hacker irgendwo auf der Welt reicht im Zweifel um das was wir heute an Informationsnetzen kennen zu sabotieren.

    Und m.E. wäre es gerade LW und MW die da als "letzte Informationsader" herhalten könnte. Eben nicht digital über das Internet vernetzt, und eben auch nicht mehr mit riesigen Senderstandorten weithin sichtbarer über mehrere Hektar reichende Antennenanlagen, sondern getarnter, fast ohne Flächenverbrauch.

    Denn gerade Frequenzen unterhalb von 1MHz könnte man mühelos mit wenig Aufwand über bestehende Leitungsnetze als Antennen abstrahlen:

    LW, also so bis 300kHz beispielsweise über unterirdische Wasserleitungen und 500kHz - 1,6MHz beispielsweise via Überlandleitungen der Stromnetze.

    Alles was man dafür bräuchte....drei Isolatoren zur Ablängung eines Dipols und dipolförmige Leitungsstrukturen.
    Das ganze freilich nicht wie bisher mit > 500kW, sondern eher im Bereich 50-250W.

    Da sollte doch was machbar sein...

    Jürgen

    Hallo!

    Holla, dann muss aber richtig Strom geflossen sein!
    Eventuell über eine Erdschleife?

    Also die +12V von Pin 2 dann nicht über HOOCK sondern Masse des PC's, weiter über PE der Steckdose, in den PE eines blöder weise geerdeten Netzteils ins Funkgerät oder Erde über eine eventuell angeschlossene Antenne?

    Die Netzteile meiner Werkstatt liegen mit GND nicht auf PE/Erde. Wenn ich aber gelegentlich andere Funkgeräte mit dran habe, kommt freilich auch Erdpotential über die Antennen auf mein GND.

    Genau das versuche ich aber bei Gerätereparaturen zu unterbinden. Bei Arbeiten an offenen Platinen könnte das sonst böse enden.

    Jürgen

    Hallo!

    Ich brauche einen der mir das Gerät wieder Instandsetzen kann. Ich möchte da selbst nicht drin herumlöten.

    Ich kenne diese Geräte nicht. Daher möchte ich das gerne weggeben zur Reparatur

    Kein Problem, ich könnte mir die Kiste mal anschauen.
    Wenn allerdings der Worst Case passiert ist, also D1 im Bedienteil versagt haben sollte, dürften etliche Chips an der 5V-Leitung daran gestorben sein.

    ok im Gerät befindet sich auch noch eine 4A Sicherung die F400.Vllt haste ja glück und es ist nur die

    Hab ich auch schon gesehen. Glaube aber nicht das dort so viel Strom geflossen sein kann, das diese Sicherung durchbrennen könnte. Eher wahrscheinlich das D1 im Bedienteil durchgebrannt ist, und nun die 5C dauerhaft kurzschließt.

    Jürgen

    Hallo!

    genau deshalb habe ich Programmierzubehör in unterschiedlichen Kisten je nach Hersteller.
    Und wenn das nicht reicht, auch die Kabel deutlich beschriftet.

    Aber mal sehen was alles passiert sein könnte:

    Pin 1: Da erwartet das Icom-Kabel 8V, die Kenwood hat dort aber 5V über 100 Ohm Vorwiderstand, gedacht zur Tastenbeleuchtung eines Tastaturmikrofons. Da wird also nix passiert sein an Pin 1. Zumal das Icom-Kabel den Pin 1 gewöhnlich gar nicht nutzt.

    Pin 2 hat das Icom Kabel seinen CLO bzw. TxD der Programmierschnittstelle. Die Kenwood spuckt hier jedoch Ubat+, also 12-14V aus. Das mag der CLO des Icom-Kabels bestimmt nicht. Wenn das Icom Kabel noch funktioniert wäre das ausgesprochenes Glück.

    Pin 3 wird vom Icom-Kabel sicherlich auch nicht genutzt, da bei Icom dirt der AF-Out sitzt. Ein Kenwood-Gerät hat dort aber seine Masse.

    Pin 4 ist bei Icom und Kenwood PTT mit 5V-Logik. Kenwood erwartet hier außerdem den TxD des Programmierkabels.
    Auch hier wird nichts passiert sein, zumal das Icom Kabel den Pin 4 wahrscheinlich gar nicht nutzt.

    Pin 5 ist bei beiden Herstellern Mikrofon-GND.

    Pin 6 ist bei beiden Herstellern Mikrofon

    Pin 7 nutzt das Icom-Kabel als GND, jedoch Kenwood hat hier den HOOK kombiniert mit RxD der Programmierschnittstelle

    Pin 8 nutzt das Icom Kabel als Programmierschnittstelle CLI, also RxD. Die Kenwood hat hier jedoch einen Dateneingang für das Tastaturmikrofon.

    Das wahrscheinlichste was passiert sein kann:

    Ubat+ 12-14V sind auf den "CLO" gekommen, aus Sicht des Programmieradapters also ein RxD wo die Daten des Funkgerätes eingelesen werden. In dem Programmierkabel kann dann was passiert sein....:

    Wenn das Programmierkabel am CLO/RxD eine Überbespannungsbegrenzung mittels TVS hatte, die Ubat+ der Kenwood hart kurzgeschlossen und damit in der TK-7360 eine Sicherung durchgehauen hat.
    Aber Moment: Eine TVS versucht eine Überspannung nach GND ab zu leiten....und wo hat das Programmierkabel seinen GND?
    Blöder weise auf Pin 7 wo die Kenwood aber HOOK/RxD hat. Autsch!

    Im Worst Case sind genau über diesen Weg knappe 12V somit auf die Vcc-Schiene der Kenwood gekommen.
    Die Kenwood hat am HOOK/RxD freilich auch eine TVS die ab 6,2V kurzschließen soll - vielleicht hat die das schlimmste verhindert.

    Jürgen

    Hallo!

    Anders als wie im Juni bei Freenet hat die Bundesnetzagentur die Regeln für PMR446 ebenso verschärft bzw. das was zuvor schon untersagt war nochmals verdeutlicht.

    Allerdings diesmal über einen anderen Weg.

    Mit Verfügung 91/2025 wurden zahlreiche einzelne Allgemeinverfügungen für Funkanwendungen geringer Reichweite, darunter auch PMR446 zusammengefasst:

    https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/Telekommunikation/Frequenzen/Allgemeinzuteilungen/_DL/vfg91_2025.pdf?__blob=publicationFile&v=2

    So ist in Tabelle 1 aus Seite 6 klargestellt:

    Jürgen

    Moin,

    Die alte, gut 20 Jahre alte Leier wieder.
    Freilich muss ich zugeben das ich da seit gut 10 Jahren kaum noch mit diesem 50mW-PMSE Bereich zu tun habe.
    Allerdings frage ich mich, warum alle Aufregerthemen durchweg auf 470-608 / 614-698MHz starren.

    Dieser Bereich ist der historisch gewachsene Rest von 470-869MHz (abzüglich des Radioastronomiebereichs 608-614MHz) stammte noch aus einer Zeitära der analogen PAL-Norm der Fernsehverbreitung. Seit der digitalen Dividende 1 und Einführung des DVB-T Standards ist genau dieser Bereich 470-869MHz hinfällig.

    Gerade im Kleinkunstbereich, beispielsweise im Probenraumunfeld war der damalige Kernbereich die Sennheiser-Bänder D und E, wenn ich mich recht erinnere 790-830 und 830-869MHz. Davon heute übrig: 736-753 und 821,5-832MHz was eben 17 + 10,5 = 27,5MHz verfügbares Spektrum bereit steht.

    Und das ist nicht Nichts - mit ordentlicher Koordinierung und eben hochwertigen "frequenzagilen" Endgeräten wäre damit schon verflixt viel machbar.

    Was heist nun "Frequenzagil"?
    In dem Bereich der 50mW-PMSE ist die generelle Schwachstelle der aller meißten Endgeräte eine hochkritische Intermodulationsfestigkeit. Gepaart mit der Natur der Funkanwendung -> Viele solcher Geräte auf engstem Raum (Bühne) führt das bei kleinsten Fehlern in der Frequenzplanung ins Chaos.
    So richtig fing es in mir an zu kochen, als ich eine PMSE-Schulung des zweitgrößten Funkmikrofonanbieters in Europa mitnahm. Weite Teile der Schulung war die Erklärung von Intermodulation 3. Ordnung und der Planung der Intermodulationsfreien Frequenzwahl. Im Anschluss wurden Fremdgeräte präsentiert die man neu mit ins Programm nahm. Vom Herstellers Wysicom und hob hervor das man diese Geräte nun vertreibt, da sie Frequenzagil seien...im Sinne von 470-869MHz frei programmierbar.
    Allerdings machte man sich ansatzweise etwas lustig über Wisycom-Eigenschaften wie fettere Netzteile, Erwärmung...und ein 470-869MHz LNA für abgesetzte Antennen, welcher nicht als kleines Blechkästchen daher kam, sondern als fettes schwarzes Rohr umringt von heftigen Kühlrippen. Etwas was man in dem Segment nicht kannte, höchstens aus dem Campingbereich von 12V/230V Wechselrichtern kannte.

    Man begriff dort absolut nicht das dieser ganze Intermodulationsscheiß der weite Teile der Schulung fraß, unmittelbar mit diesen belächelten "Schwächen zu tun hatte. Will man Einen IP³ von >20dBm, braucht man Strom. Und geht es um einen LNA der eben schön kalt bleiben muss damit er "rauscharm" bleibt, braucht es eben ein paar Kg Aluminium mit fetten Kühlrippen. Irgendwo müssen die 10-15W Abwärme ja hin.

    Als ich dann als Seminarteilnehmer darauf hinwies, das Wisycom offenbar die Intermodulationsfestigkeit besser hinbekäme als deutsche Hersteller, vielen manche Kinnladen herrab.

    Und das gehört bei mir zur Frequenzagilität dazu. Die Fähigkeit eben viele Frequenzen auf engem Raum störungsfrei nutzen zu können, und eben auch 200kHz neben der Flanke eines DVB-T-Signals noch störungsfrei arbeiten zu können.
    Und das genau kann man mit den üblichen Anlagen der Sennheiser, AudioTechnica und Beyerdynamic nicht.

    Jürgen

    Hallo!

    Die technischen Daten und der Strombedarf sind ganz bestimmt höchste Geheimhaltungsstufe! :alien3

    Das glaube ich auch.
    Hab mal bisschen rumgeschnuppert. Die Funkgeräte nebst Software soll von R&S sein.
    Also kann es sich bei den Mobilgeräten nur um zwei Varianten handeln:

    SOVERON VR:

    SOVERON VR
    Zukunftssicheres softwaredefiniertes Funkgerät. Portierung von Wellenformen. Integrierte COMSEC und TRANSEC. SCA 2.2.2; optimiert für den Einsatz auf…
    www.rohde-schwarz.com

    oder SOVERON D:

    SOVERON D
    Multi-channel, multi-line SDR with embedded multi-level security, certified by German BSI up to secret classification level, interoperable with SOVERON D…
    www.rohde-schwarz.com

    Und bis auf die Produktbilder und die extrem oberflächlichen Prospekte steht absolut nichts über Betriebsspannung, Strombedarf oder Gewicht.
    Lediglich das die Sendeleistung bis zu 50W beträgt.
    Bei angenommenen 60% Wirkungsgrad heutiger Sendeendstufen also beim Senden mit 50W theoretisch mindestens 70W.

    Das wären bei 12V dann 5,8A oder bei 24V eben 2,9A. Was den ganzen Digitalkram angeht, kann man vielleicht 20-30W dazu rechnen.

    OK, nehmen wir mal vereinfacht an: Bei einem Panzer das SEM90 ausbauen und eine der SOVERON rein.
    Die VR schaut deutlich flacher als ein SEM90 aus, wäre also noch Platz für ein zusätzliches "Handschuhfach" im Einbauschacht.
    Ob eine SOVERON D in eine Öffnung passt wo zuvor eine SEM90 steckte...weis der Geier, könnte aber knapp werden.
    Ok...Verkabelung: Die Geräte wollen mittels Ethernet fernbedient werden, was für eine SEM90 nicht der Fall ist.
    Wenn nun die Kabelwege wo man die analogen Kabel rauszupfen und neue Ethernetkabel reinstopfen muss freilich hinter Zentimeterdicken Panzerstahl verschweißt sein sollte...

    Aber dennoch...ein Unding was da durch die Medien schwirrt bezüglich "Lichtmaschine zu schwach" und "über 400 Arbeitsstunden je Fahrzeug" ist einfach nur noch peinlich. Im Kremel dagegen lachen sich die Leute kaputt.

    Jürgen