DG7GJ Mitglied

  • aus Dortmund
  • Mitglied seit 18. Februar 2008
  • Letzte Aktivität:
Beiträge
1.242
Erhaltene Reaktionen
104
Punkte
6.424
Trophäen
3
Profil-Aufrufe
456
  • Hallo DG7DJ,


    suchst Du noch die Buchsenbelegung von dem Dantronik DT812?


    Eventuell kann ich da helfen.



    Cheers,


    John

    • Hallo!


      Die zwei Kisten liegen noch in meinem Schrank.

      Ob ich damit noch jemals was mache weis ich nicht, denn meine Frequenzzuteilung ist neuerdings auf 12,5kHz-Kanälen nach neuem Standard (mit 6,25kHz Offset).


      Die DT812 taugen dafür nicht mehr wirklich.

      Solltest du aber Unterlagen haben, überlege ich mir noch die Teile eventuell irgendwie hin zu biegen..:-)


      Jürgen

    • Hallo Jürgen,


      ich hab Unterlagen zu den DT812. Kann Dir die gern zukommen lassen.


      Eventuell hast Du ja Unterlagen die ich noch suche. Als Beispiel die für das HFG169C/B DU das ist das Breitband Durchwahl Gerät für die Bahn. Und den Personenrufsender Bosch D6305.


      Falls Du zum Funktag Kassel kommst, könnten wir uns dort auch treffen.



      Cheers,


      John

  • Zitat

    Damals, grob bis in die Nullerjahre hinein, unterhielten die Dachorganisationen der Polizeien einen Festen Funkdienst auf Kurzwelle. Dazu waren Polizeipräsidien und Kreispolizeibehörden mit feinster Kurzwellentechnik von Rhode&Schwarz ausgestattet.

    Die KW-Breitbandbeams all dieser Stationen waren fix ausgerichtet auf die Landeszentrale - dem Innenministerium des jeweiligen Bundeslandes. Die Beams waren aber niemals fest auf das IM ausgerichtet, sondern mittels Rotor drehbar.

    Nun ratet mal womit die Polizei dann "auf CB schalten" und sogar "peilen" konnte?

    Und selbstverständlich nix mit 4W. Mitnichten...das waren Gerätesätze die 100-250W sendeten.

    Hallo Jürgen,

    also ich war von 1992-2009 im Fernmeldedienst des PP Nordhessen,

    wir und andere PPs hatten in der Zeit KEINE Kurzwellenanlage, keine Antennenanlage aber einen FRG7700 ;D

    Peilen konnten wir allerdings mit einer mobilen Anlage (hab allerdings den engl. Hersteller nicht parat)


    Zitat

    Nun ratet mal womit die Polizei dann "auf CB schalten" und sogar "peilen" konnte?

    Und selbstverständlich nix mit 4W. Mitnichten...das waren Gerätesätze die 100-250W sendeten.

    von 1987-1992 war ich beim Bundesgrenzschutz in der Fernmeldehundertschaft, dort hatten wir noch R&S Sendeanlagen 100W für Kurzwelle, sowohl mobil mit Mast oder Langdraht und stationär mit Mast/Langdraht/mag.Loop. aber keine Richtantennen / Rotor


    von 1984-1986 war ich im diplomatischen Auslandsdienst (Auswärtiges Amt) und da hatte wir tatsächlich eine log-periodic Kurzwellenantenne von R&S mit Rotor an einer R&S-Sendeanlage

    Leider ist auf meinem Foto die Antenne abgeschnitten

    Gruß Axel

    • Hallo!


      Saudummer weise habe ich keine Fotos von diesen Teilen.

      Hier auf dem PP Dortmund stand solch eine Anlage auf der Dachkante. Auch von vielen anderen PP und KPB's war die selbe Anlage Standardausstattung.


      War keine LPDA, sondern durchgängig ein 3El-Beam von R&S mit auffälligen Verdickungsrohren sowohl im Dipol als auch Direktor und Reflektor.

      Hmm...komme gerade ins grübeln wo ich Beispielbilder suche:


      In Google Earth Pro schaue ich mir gerade das PP Dortmund an auf der Dachkante wo die Anlage stand.

      51°29'57.58"N

      7°27'34.48"E


      Und siehe da: Weis der Geier von wann das 3D-Gebäudemodell ist, aber da ist sie andeutungsweise noch mit drauf!

      OK, die 3D-Gebäudeansicht deaktiviert und Timeline zurück gegangen.

      Bis Juli 2016 stand sie laut Google-Earth noch da.


      Wie dem auch sei, das war eine Standardaussattung in NRW.

      Aber genau die selben Antennen habe ich damals auch in Bayern, Baden-Würtemberg sowie auch in Niedersachsen gesehen. Immer auf Gebäuden der obersten Polizeibehörden auf Komunal- oder Kreisebene.


      In Hessen war ich bislang noch nicht so häufig unterwegs.


      Dieses System wurde aber damals heftig als VS behandelt.

      Im Internet findet man hier und da Fragmente wie einzelne Frequenzen und Rufzeichen dieses Fernschreibnetzes.

      In der Verwaltungsvorschrift BOS steht dazu nur "weiterhin 137 Einzelfrequenzen zwischen 1,6-30MHz zugewiesen".

      Genaueres, insbesondere verlässliches erfaährt man darüber bis heute nicht.

      Selbst der Klaus Paffenholz der ja zahlreiche Kontakte hat, konnte darüber jemals mehr erfahren, was eh an Gerüchten kursiert.

      Ahja, noch ein Schnipsel:

      Meterwellenrichtlinie: file:///C:/Users/info/Downloads/smbl_20525_20060912_a_anlage.pdf

      §8 Absatz 1 Punkt 9:Frequenzzuteilungsnummer 98 99 3004 vom 01.12.1999:
      1609,60 kHz bis 27433,50 kHz (insgesamt 137 Frequenzen, ohne Anlage)


      Jürgen

    • Als VS wurde aber eher die komplette Anlage gehandelt, da sämtlicher Funkverkehr mit einem Elcrotel E4 verschlüsselt wurde.

      Ich hatte damals die comsec-Einstufung, das beinhaltete Nachrichten bis Staatsnot 😀

      Jedenfalls hatten wir beim Grenzschutz eine feste überlagernde Funkverbindung vom Kommando zum Ministerium (per Langdraht).

      Vllt war es manchmal Standort bedingt.

      Echt schade dass das alles eingemottet wurde. Jedenfalls bin ich seit 2009 nicht mehr im Dienst.

      War auch recht stressig das "Ministeriums-Hopping".

      Gruß Axel

    • Hallo!


      Alles eingemottet, oder doch nicht?

      Das alte Fernschreibnetz zwischen den PP's und KPB'S zu den IM der Länder, sowie zwischen den Ländern zum Sternpunkt des damaligen BMI in Bonn ist Geschichte. Sehe auch seit jahren diese KW-Beams nicht mehr auf PP/KPB.


      Allerdings gibt es unter Kurzwellenfreaks wieder heftig Aufruhr.

      Anfang 2020, mitten im ersten Corona-Lockdown loggen einige Kurzwellenfreaks ein ALE-Sounding mit der ALE-Kennung "DEA205".

      Seit dem hat sich eine ganze Horde drauf gestürzt, Frequenzen und Soundingschema geloggt.

      Bislang die ALE-Rufzeichen DEA202-DEA208.

      Soundings alle 5 Stunden auf bislang 26 Kanälen:


      01: 3259,5kHz USB

      02: 3262,5kHz USB

      03: 4032,0kHz USB

      04: 4035,0kHz USB

      05: 4067,5kHz USB

      06: 4070,5kHz USB

      07: 4073,5kHz USB

      08: 4132,0kHz USB

      09: 4135,0kHz USB

      10: 4879,5kHz USB

      11: 4882,5kHz USB

      12: 5444,0kHz USB

      13: 5447,0kHz USB

      14: 5450,0kHz USB

      15: 5450,0kHz LSB

      16: 5453,0kHz USB

      17: 7359,0kHz USB

      18: 7362,0kHz USB

      19: 7476,5kHz USB

      20: 7479,5kHz USB

      21: 7482,5kHz USB

      22: 7485,5kHz USB

      23: 7487,0kHz USB

      24: 7490,0kHz USB

      25: 8064,5kHz USB

      26: 8067,5kHz USB


      Wenn "DEAxxx" als zugewiesenes Rufzeichen interpretiert würde, wäre es klar ein deutsches Funknetz mit bislang 7 Stationen. Ältere Freaks berichten aus den 90'er jahren das Funkstellen des BMI mal Rufzeichen aus dem Block DEA...zugeteilt waren.


      Dummer weise aber seit 2020 bis heute keine Sprechkontakte, keine Nutzdaten. Alles nur automatische ALE-Soundings.

      Das einzige was sich seit zwei Jahren stetig verändert ist die Menge der Stationen.

      DEA206 war der erste, inwischen DEA202 - 208.

      Würde mich nicht wundern wenn das irgendwann mal DEA200-DEA216 wäre.

      200 BMI und 201-216 die Innenministerien der Länder.

      Wer sonst sollte solch ein Backup-Funknetz über Deutschland aufbauen?


      Jürgen