Künstliche Intelligenz unterstützt Radioastronomie

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    Forschungscluster verbindet Radioastronomie und Datenwissenschaft

    Radioastronomen untersuchen mithilfe von Radiowellen Objekte im Weltall. Mit immer ausgefeilteren Beobachtungsmethoden blicken sie tief ins Universum und spüren etwa ferne Galaxien, schnell rotierende Neutronensterne (Pulsare) und schwarze Löcher auf. Das Radioteleskop Effelsberg in der Nähe von Bad Münstereifel ist mit seinem 100 Meter großen Parabolspiegel ein prominenter Vertreter der dafür eingesetzten Teleskope, die auch in lokalen bis weltweiten Netzwerken zusammengeschaltet werden, um die Schärfe der Abbildung und die Empfindlichkeit zu erhöhen.

    Moderne Radioteleskope erzeugen Daten in immer schneller wachsenden Raten. „In der nächsten Generation von Radioteleskopen werden Daten mit Raten erzeugt, die dem gesamten heutigen Internetverkehr vergleichbar sind“, erklärt Professor Dr. Michael Kramer, Direktor am Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR) in Bonn. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler suchen deshalb ganz neue Wege, um diese Datenflut zu bewältigen. „Fleiß und große Rechner reichen dazu nicht mehr“, sagt Professor Dr. Frank Bertoldi vom Argelander-Institut für Astronomie der Universität Bonn. Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz sollen den Forschenden künftig helfen, aus der Datenflut die spannenden Signale des Weltalls herauszufiltern.

    Um sich die dafür nötige Expertise anzueignen und auszutauschen, haben sich Radioastronomen und Datenwissenschaftler aus acht Institutionen im „NRW-Cluster für datenintensive Radioastronomie: Big Bang to Big Data“ unter Federführung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie zusammengeschlossen. Der wesentliche Zweck des Verbunds ist die Vernetzung von Wissen und Koordinierung der Aktivitäten von Radioastronomen, interessierten Datenwissenschaftlern und Industriepartnern. Zu den beteiligten Institutionen gehören das Max-Planck-Institut für Radioastronomie, die Universität Bonn, das Forschungszentrum Jülich, die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, die Ruhr-Universität Bochum, die TU Dortmund, die Universität Bielefeld und die Universität zu Köln.

    Info MPIfR

    Red. FA/-joi

    Quelle: https://www.funkamateur.de/nac…ms/RadioastronomieKI.html