Yaesu Breitbandempfänger

  • Hallo!


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    Original von Marder
    Hab mal paar Fragen zu diesem Gerät: http://www.thiecom.de/yaesu-vr5000.html?sid=


    Schönes Gerät für Kenner, die wissen was sie wollen!


    Zitat

    Original von Marder
    Was kann man damit hören? ok ädumpost,.; aber.. sind da wirklich alle Frequenzen dabei? Wie Radio, Amateur, Bos, usw.?


    Ja, diese Frage zeigt, das du momentan noch nicht zur Zielgruppe gehörst.
    Also zu den "Kennern, die wissen was sie wollen"...:-)
    Also wie da halt schon steht: 100kHz (Langewelle) bis 2,6GHz.
    Da sind drinn:
    100kHz - 30MHz Lang-Kurzwelle, qualität vergleichbar mit Low-buget Geräten <300€


    30-68MHz bis auf wenig Truppenfunk und Afu (6m Band) nix los in DL.
    68-470MHz so zienmlicher rundumschlag auf alles "normale".
    470-1300MHz mit Reportagefunk, Lückenfunk, Mikrofone, SRD und 23cm Afu.
    1300-2600MHz mit Richtfunk, Satelittenfunk, Videofunk, Afu...


    Und wenn die zahlreich auswählbaren Bandbreiten und Modulationsarten nicht mehr ausreichen, weil man z.B. Videofunkstrecken (F3F/C3F) oder Richtfunkstrecken auswerten will, bietet das Teil sogar einen ZF-Ausgang wo man einen beliebigen externen Demodulator anschließen kann.


    Ganz klar, es ist nicht professionell, aber es füllt eine Lücke die auf jeden Fall schon im semiprofessionellen Bereich liegt.


    Zitat

    Original von Marder
    Was für eine Antenne braucht man für sowas?


    Eine?
    Ähm...das kommt darauf an was zu damit hören willst. Um soein Teil komplett auszureißen, bräuchte man einen ganzen Antennenpark!


    Eine angemessene "Scannerlike"-Lösung findet man z.B. hier.


    Für Kurzwelle, je nach Geldbeutel und Interesse entweder ganz oben die MFJ-1020C, besser aber weiter unten die AA-150.
    Erstere steht dann leider mitten im Haus und somit im Störnebel der ganzen Elektronik, EDV, TK und Unterhaltungstechnik.
    Die AA-150 kann man dagagen mit 20-50m Kabel problemlos in den Garten oder unter dem Dachboden - weit entfernt von Strom- Telefon- und Netzwerkkabeln aufstellen.


    Für den Kompromissrundumschlag für alles hauptsächliche zwischen 68-470MHz käme dann eine D-130J mit N-Stecker in Frage...etwa mittig der Seite im Link.
    Für alles oberhalb von 860MHz lohnt sich, wenn man überhaupt interesse hat da oben ernsthaft was hören zu wollen, eh nur etwas mit anständig Gewinn - da die Kabeldämpfungen eben enorm zunehmen.
    Also entweder LPDA's (so 5-7dBi) oder Yagis (7-12dBi sind noch handlich) drehbar auf Rotor, oder halt eben eine Discone mit einer unteren Grenzfrequenz von 500~800MHz (taugt dann bis 5-8GHz) mit anständig rauscharmen und großsignalfestem Vorverstärker, der gerne mehr als +12dB bringen sollte - je nach Länge und Typ des Antennenkabels.


    Zitat

    Original von Marder
    Aber im endefekt :DD ((kohle/s


    Auf gehts ans sparen :D


    Lohnt sich aber! Das ist durchaus ein Spielzeug, was süchtig machen kann.
    Selbst wenn man da am Anfang nur eine brauchbare Discone (D-130J mit N-Stecker oder gleich Selbstbau) drann hängt, als Kabel mindestens richtiges RG-58ALL oder besser Aircell-7 nimmt, führt das dazu das man die ganzen "Möchtegernscanner" der untersten Preisklasse nie wieder anfassen will..:-)


    Grüße aus Dortmund


    Jürgen Hüser

  • nach der beschreibung von thiecom fehlt das frei definierbare raster, um so bitterer, nachdem auch datt "neue" flugfunk raster von 8,33 fehlt. die kleinste schrittweite in fm ist 5 khz.


    ferner fehlt mir in dieser preisklasse zumindest ein II. antenneneingang, damit ich wenigstens die kurzwellenantenne getrennt anschliessen kann... inwieweit der symmetrische eingang schaltbar ist, ist nicht beschrieben.


    ausserdem sind weder in der beschreibung noch in der bedienungsanleitung filterbandbreiten angegeben, geschweige denn, bei welcher modulationsart welches filter verwendet wird, oder gar welche ZF filter man nach oder umrüsten kann.


    die nachrüstbare DSP-1 einheit ist offensichtlich nur ein filter, das in die NF eingeschleift wird, es kann nur Notch, Bandpass, Peak, und Störunterdrückung.


    da gefällt mir der AOR AR8600 MK II wesentlich besser, wegen dem frei definierbaren raster (kleinste schrittweite 50 Hz.), dem super schmalband fm und den ZF Filter Umrüstmöglichkeiten. ich würde also einwandfrei den aor bevorzugen, auch wenn ich etwas mehr sparen müsste.


    den ZF ausgang würde ich auch umrüsten, auf einen soundkarten ausgang, dann kann ich demodulieren und spectrum anzeigen mit dem PC, ist keine grosse affäre. auch wenn der aor auf dem ersten blick weniger "gimmiks" hat, ist er der bessere empfänger.

  • Hallo!


    Zitat

    Original von hfuhfvhf
    nach der beschreibung von thiecom fehlt das frei definierbare raster, um so bitterer, nachdem auch datt "neue" flugfunk raster von 8,33 fehlt. die kleinste schrittweite in fm ist 5 khz.


    Ich weis auch nicht was sich die Ingeneure bei Yaesu haben einfallen lassen, unterschiedliche Kanalraster für die verschiedenen Modulationsarten zu verwenden.
    Sicherlich macht es keinen Sinn in FM-W mit 10Hz-Schritten über das Band zu kurbeln.
    Aber was mir generell an Kurzwellenempfängern z.B. fehlt ist das 3kHz-Raster mit beliebig einstellbarem Offset.
    Das effektive und störungsarme abtasten von See- und Flugfunkbändern ist nur möglich, wenn man die Kanalfrequenzen vorher abspeichert..:-(
    Aber wie gesagt...das zieht sich durch alle Preisklassen bis hin zu den teuersten Afu-Transceivern.


    Und was das fehlende 8,33kHz Raster angeht:
    Für absolut eingefleischte Flugfunkfreaks währe das ein KO-Kriterium, sicher.
    Aber das ist eh ein spezieller Fachbereich wo richtige Freaks eh keine "Scanner" mehr wirklich wollen. Die haben meißt schon was von Dittel rumstehen.
    Der Name ist Programm in dem Bereich - vergleichbar mit der ehemaligen Firma "König" (Giftzwerg Co.) damals im CB-Funk.
    Dagegen kannst du die ganzen Flugfunkmöhren von Icom+Yeasu usw. vergessen.


    Zitat

    Original von hfuhfvhf
    ferner fehlt mir in dieser preisklasse zumindest ein II. antenneneingang, damit ich wenigstens die kurzwellenantenne getrennt anschliessen kann... inwieweit der symmetrische eingang schaltbar ist, ist nicht beschrieben.


    Doch, ist schaltbar.
    Schiebeschalter rückseitig zwischen Koaxialbuchse und High-Z Schraubklemme :-)
    Nundenn...550 Teuros...
    Man darf halt nicht vergessen, das es ein Gerät im unteren semiprofessionellen Bereich. Darüber geht's fast beliebig weiter...


    Ich für mein Teil würde mir eh nie was hinstellen, was ich von Kurzwelle bis 2/3GHz nutzen wollte.
    Dann lieber getrennte Geräte für Kurzwelle und VHF/UHF.
    Ja gerne sogar so getrennt, das man gleich 2m und 70cm getrennt hat mit anständigen VX-2200/4400.
    Momentan habe ich hier noch zwei GM380 in der Werkstatt montiert, wo mir aber die Kanalzahl nicht immer reicht und die Scanfunktion für mich zu dürftig ist.


    Zitat

    Original von hfuhfvhf
    ausserdem sind weder in der beschreibung noch in der bedienungsanleitung filterbandbreiten angegeben, geschweige denn, bei welcher modulationsart welches filter verwendet wird, oder gar welche ZF filter man nach oder umrüsten kann.


    Wie gesagt...IC-R8500...EM100...ESMD...EB500...
    Man kann schon Geld loswerden, nur das vorherige verdienen macht meißt Probleme..:-)


    Zitat

    Original von hfuhfvhf
    da gefällt mir der AOR AR8600 MK II wesentlich besser, wegen dem frei definierbaren raster (kleinste schrittweite 50 Hz.), dem super schmalband fm und den ZF Filter Umrüstmöglichkeiten. ich würde also einwandfrei den aor bevorzugen, auch wenn ich etwas mehr sparen müsste.


    Nunja, der AR8600 MK II liegt aber auch deutlich über dem VR5000.
    Ausserdem eine Preisklasse, wo ich schon energisch werde was meine Ansprüche bezüglich Großsignalfestigkeit und Vorselektion angeht.


    Mit ein Grund dafür, das ich hier noch kein IC-R2500 rumstehen habe.
    Als ich ernsthaft drüber nachdachte, lief mir das Servicemanual über den Weg. 800€ ausgeben kann deutlich mehr Spass machen, als sich mit soeinem Ding in einer Großstadt rumzuärgern...


    Zitat

    Original von hfuhfvhf
    den ZF ausgang würde ich auch umrüsten, auf einen soundkarten ausgang, dann kann ich demodulieren und spectrum anzeigen mit dem PC, ist keine grosse affäre.


    Hmm, wie meinst du das...?
    Du kannst doch ohne jeglichen Umbau da direkt z.B. einen SDR-Empfänger an den ZF-Out hängen.
    Klar, man könnte sich auch einen I/Q-Mischer einbauen und dann per Klinkenbuchse direkt in eine (gute!) Soundkarte nebst SDR-Software rein gehen.


    Grüße aus Dortmund


    Jürgen Hüser

  • breitbandempfänger sind immer nur ein kompromiss, eine gut optimierte anlage würde wohl mehrere 19zoll racks füllen.


    der hier machts richtig:


    http://www.signal-intelligence…ening-station-photos.html


    und hat auch einiges an antennen:


    http://www.signal-intelligence.com/antennas-and-tower.html


    dabei kann man mit einem breitbander, einen guten standort vorausgesetzt und gute antennen, auch ganz schön was rausholen. trotzdem wäre es vermessen, zu behaupten, es gäbe für unter 1000€ einen semi-profi für alle fälle. hab ich noch nicht gesehen.


    ich hab mal einen watkins-johnson für den militärischen flugfunkbereich verglichen mit einem AOR3000A (der wirklich nicht schlecht ist), aber der aor hat im vergleich dazu gerauscht wie die niagara fälle und hat da was empfamgen, wo eigentlich gar nix ist. der watkins dagegen war die ruhe selber, die spectrum anzeige hat mir gezeigt wo was los ist und ich habe von hand auf den "Zacken" gedreht, so ganz ohne mikroprozessor.


    aber zurück zum fragesteller:mit dem gerät kann man theorethisch alles von dir geschriebene hören, antennen minimalausstattung dabei für kurzwelle 15meter draht und für obenrum eine discone guter qualität an einem guten standort montiert.