Aus dem Leben eines Polizeivollzugsbeamten

    • Offizieller Beitrag

    Aus dem Leben eines Polizeivollzugsbeamten (PVB) der LaPo Bremen, das dort im Intranet der Pol Bremen veröffentlicht wurde:
    Zitat:
    Um eines vorweg zu nehmen, ich bin kein Reformgegner und kein Ewiggestriger. Fortschritte sind fast immer gut. Und ich bin immer ein Fan von allem Neuen. Aber seit geraumer Zeit kann man bei der Polizei eine Entwicklung beobachten, die schlichtweg besorgniserregend ist.


    Es werden viele Sachgebiete erneuert und angepasst. Dabei ist jedes einzelne Gebiet auf absolute Perfektion und Qualität bedacht. Dies ist durchaus verständlich und auch absolut richtig. Jedoch fehlt dabei ein entscheidender Punkt: Eine Vernetzung der einzelnen Aufgabenfelder und eine dringend notwendige Begrenzung und Steuerung.


    Ich will mal einige Beispiele nennen, damit anschaulich wird, was den Einsatzdienstbeamten, aber auch alle anderen, heute so beschäftigt…


    1.Digitalfunk: Mehrere 10.000 Features (Bedienmöglichkeiten) hat das neue Funkgerät. Man kann von München aus telefonieren, funken oder simsen. Das einloggen in das Funknetz ist in wenigen Sekunden innovativ und krypto-verschlüsselt geschehen. Ich weiß nur, dass 25 Sekunden zur Arbeitsbereitschaft draußen auf der Straße 24 Sekunden zu viel sind. Ich bin froh, wenn ich weiss, wo das Ding angeht, wie es lauter gestellt wird und wo die Tastensperre ist, damit sich nichts verstellt. Ein Kanalwechsel / Gruppenwechsel ist schon zu viel. Wenn man es nicht ständig macht, wird es wieder vergessen. In Stresssituationen sowieso. 9.990 Features interessieren mich überhaupt nicht.


    Über 6 Funkgeräte und 3 Handys auf dem Streifenwagen zur Zeit sprechen wir erst gar nicht.


    2.Computerprogramme und Anwendungen: Ohne Kommentar seien mal einige genannt: MESO, ISA, EKOL, POLOWI, EPOST, ZEVIS, POLAS, AZR, dann geht es locker weiter in Extrapol mit EUFID, DOKIS, HANS, RAKK und so weiter.


    Hinzu kommen interne Sachen wie Fotomanagement, Outlook, Datenbank Fahrrad, Datenbank Wohnungsverweis, Datenbank Schwerpunktmaßnahmen, Handydatei, KUNO-Speicherung und so weiter und so fort…Dazu noch die unzähligen Dokumente in ISA und WORD. Oder OLAST, Tägliche Ereignismeldung, Fahndungen. Ein wenig Revier-S- hier, oder Felis da….Dazu noch die unzähligen Kontrollkästchen, Häkchen, Sondervermerke und so weiter und so fort.


    Weiter Lesen und Quelle: http://gdp-direktion6.de/?p=1435

  • das thema ist hier bzw bei ihm nicht "tetra bos" sondern die verwaltungsbelastung und ähnliches, das sie immer weniger zeit haben um den eigentlichen dienst ausüben zu können und es immer mehr erschwert wird mit verschiedensten dingen.