Beiträge von Tallred

    Hallo Jürgen,

    da gebe ich dir Recht, ein Bekannter von mir ist Elektroinstallateur, der kennt auch nur NF. Und meint: Watt ist/wäre gleich Watt. Von einer Rundfunkantenne auf zum Beispiel 98,5 MHz mit einer HF-Strahlungsleistung von 200 Watt, würde einem einen Stromschlag bekommen, wenn man diese anfassen würde.

    Grüße Patrick

    Hallo Jürgen,

    Kabelfernsehen war wohl noch nie der "Hit".

    Vor einigen Jahren hatte ich mal ein Werkstatt-Funkgerät (150,99 MHz) hier bei mir zu Hause. Beim Senden hat es RTL platt gemacht. Im ganzen Haus.

    Hallo Jürgen,

    ein ehm. Schulkollege hatte in seinem Kinderzimmer ein CB-Funkgerät mit einem kleinen 25 Watt Brenner dahinter. Eine Boomerang hinten auf dem Balkon installiert. Das RG-58 zwar fein säuberlich verlegt, jedoch direkt neben dem 75 Ohm Kabel fürs Kabelfernsehen damals. Abends durfte er nicht funken, wenn sein Vater TV gesehen hat. Beim Drücken der PTT wurde der Bildschirm schwarz. :)

    Gruß Patrick

    Ich möchte nicht unhöflich wirken, aber als Jugendlicher fand ich CB Funk niveaulos. Gespräche über benutzte Schlüpfer. Das tat ich mir damals schon nicht an.

    Eigentlich interessiert mich nur die Funktechnik an sich.

    Gruß Patrick

    Hallo Jürgen,

    die 70cm Procom-Basisantenne finde ich optisch recht schick und ansprechend. Hat natürlich ihren Preis, wenn ich sie selbst beschaffen würde.

    Für die Überbrückung von lediglich 100 Meter zum Bü mit 500mW auf der 456,21 MHz vielleicht sogar etwas zu hochwertig.

    Was hältst du persönlich von der preisgünstigen Sirio CX 455 (neu für 50 € zu bekommen) für den oben genannten Zweck?

    Und noch eine Frage hätte ich. Die Werks-HFGs auf der 150,99 MHz mit 1 Watt Sendeleistung, könnte die man, nach Auslauf der Zuteilung, durch hochwertige Motorola Handfunkgeräte im Freenet-Bereich ersetzten? Denn dort sind mittlerweile auch 1 Watt zulässig.

    Grüße Patrick

    Hallo Jürgen,

    Blitzeinschläge kann ich mir nicht vorstellen. Wie gesagt, die 70 cm Sperrtopf ist an einem Ausleger der Außenfassade des Stellwerks/Leitstelle angebracht. Also nicht besonders hoch. Trotzdem kribbelt es mir in den Fingern, sie wieder "schick" zu machen. Oder ich kaufe auf meine Kosten so etwas hier: PROCOM CXL 70-1LW/h.

    Die finde ich optisch sehr ansprechend. Was meinst du?

    Klar, bei 500mW und nur 100 Meter Entfernung zum Bü würde es auch ein Stück Draht tun. Aber Optik zählt irgendwie auch!

    Und bis zum 31.12.2028 werden wir wohl auch umstellen müssen. Aber bisher kommen wir mit analog Funk bestens zurecht.

    Grüße Patrick

    Hallo Jürgen,

    danke für deine Info! Wie gesagt, ich möchte das Schätzchen (Kathrein 70cm-Sperrtopf) nicht in die Tonne werfen. Sondern vielleicht ein neues Leben "einhauchen". Im Rahmen meiner Möglichkeiten. Die Antenne funktioniert ja noch. Aber ich denke, auf die 100 m, würde sie auch noch funktionieren, wenn sie nicht mehr ganz korrekt funktionieren würde. Richtig, oder?

    Ich bin handwerklich geschickt und die Grundkenntnisse der Funktechnik sind mir bekannt. Das RG-213 ist rein vermutlich bei der 70cm-Sperrtopf genauso verschraubt wie bei der üblichen 2m-Kathrein Sperrtopf.

    Wenn das nicht möglich ist, neues Leben einzuhauchen, dann würde ich auch auf meine Kosten einen 70cm-Strahler neuerer Bauart besorgen. Aber wie gesagt, das Schätzchen soll erhalten bleiben. Das ist zumindest meine Intention.

    Laut BNetzA enden "unsere" drei analogen Frequenzen Stichtag 31.12.2028. Stimmt das? Bis dato wurde uns darüber nichts mitgeteilt.

    Grüße Patrick

    Hallo Jürgen,

    dem 70cm Sperrtopf sieht man auch an, dass er in die Jahre gekommen ist. Ich habe auch schon mal überlegt ihn kurzzeitig durch eine Behelfsantenne zu ersetzen, um diesen mal in der Werkstatt mit Wenol oder ähnlicher Metall-Polierpaste von außen zu reinigen. Wäre sonst zu schade um "ihn", weil ein seltenes Stück.

    Das kf453 ist auf der Fernwirkfunk-Frequenz (456,21 MHz) eh nur mit 0,5 Watt HF-Leistung eingestellt. Und die knapp 100 Meter zum Bü-Empfänger sollte auch eine Behelfsantenne locker überbrücken können.

    Jedenfalls habe ich das mit diesem alten Schätzchen (Kathrein K 75 26 2) vor. Diesen von außen wieder fit zu machen und anschließend wieder anzubringen.

    Da ich hier im Forum einige Beiträge von dir gelesen habe, und du Funktechniker bist, was hältst du von meiner Idee?

    In der heutigen Zeit vielleicht eine leichtsinnige Idee von damals gewesen, den Bü lediglich mittels 5-Tonfolge zum Öffnen und Schließen zu veranlassen. Aber wer bekommt schon bitte mittels Scanner diese kurzzeitige Aussendung mit? "Scanner-Freaks" eventuell. Aber an Fernwirkfunk haben die wohl wenig Interesse, oder? Zu Schaffen hat sich wohl daran noch keiner gemacht, sonst hätten "wir" ja bemerkt, dass der Bü durch Fremdeinwirkung auf- und zugeht.

    Grüße Patrick

    Hallo, ich habe mich hier registriert, um mich auch einmal zu dem Thema zu äußern.

    1992 begann ich meine Lehre als Metallbauer in einem Industriebetrieb, der über ein bis heute kleines eigenes, nicht elektrifiziertes Schienenstreckennetz verfügt. Nach meiner Ausbildung und weiteren drei Jahren als Geselle entschied ich mich in diesem Betrieb für eine Weiterbildung zum Lokführer. Seit mittlerweile 2019 bin ich in der Leitstelle bzw. in unserem kleinen Stellwerk tätig.

    Die Lok- und Funktechnik hier scheint irgendwie Mitte der 90er Jahre stecken geblieben zu sein.

    Unsere drei analogen Funkkanäle haben immer noch Bestand und sind weiterhin in Betrieb. Sogar mit ein paar Besonderheiten!

    Im Stellwerk habe ich zwei Funkbedienpulte.

    Pult 1: Bosch Bto56 angeschlossen an das Bosch KF-168 für den Hauptkanal auf der Frequenz 149,87 MHz. Als Antenne dient bis dato die übliche Kathrein-Groundplane, angebracht an einem Ausleger ganz links oben am Mast. 5-Ton Selektivruf 7353(X). Die Ziffern haben eine recht lustige Bewandtnis, auf die damals der Funktechniker kam. Unsere vier Loks haben den Spitznamen Lasten-Esel. Liest man die Ziffern kopfüber, entsteht das Wort Esel. Das Bto56 selbst kann nicht mittels Selektivruf gerufen werden. Es wird völlig offen betrieben. Lediglich durch das Drücken der Lautsprecher-Löschtaste, wird das Gerät für 60 Sekunden stummgeschaltet, falls man mal Telefon hat.

    In den Dieselloks selbst befinden sich als fest verbaute 2-Meter-Funkgeräte verschiedene Typen, die nur auf den Hauptkanal programmiert bzw. bequarzt sind. Lautsprecher-Löschtaste in den Lokfunkgeräten, so lange geschlossen (wenn man sie betätigt), bis sie gerufen werden. Jede Lok kann vom Bto56 einzeln, oder alle gemeinsamen mittels Sammelruf, gerufen werden. Wird der Sammelruf ausgelöst, ertönt ein langer Warnton. Auch die Loks selber können einen Sammelruf auslösen, oder die Loks einzeln rufen. Bewandtnis des Sammelrufs und der damit zusammenhängende lange Warnton: Betriebsstörung/Gefahr!

    Zusätzlich befindet sich auf jeder Lokomotive ein Handfunkgerät, programmiert auf zwei Kanäle. Haupt- und Nebenkanal. Zum Nebenkanal später mehr. Vorab nur so viel, für den Nebenkanal befindet sich im Stellwerk lediglich auch nur ein Handfunkgerät, welches meist ausgeschaltet ist, weil es für die Leitstelle kaum von Relevanz ist. Wird dann bei Bedarf eingeschaltet. Der Haupt- und Nebenkanal ist bei den HFGs komplett "offen", kein Selektivruf.

    Lok/Esel01: Bosch Kf166

    Lok/Esel02: Motorola Raduis GM950

    Lok/Esel03: Ascom SE-155

    Lok/Esel04: Bosch Kf164

    Handfunkgeräte verschiedenster Typen, die gerne mal die Lok wechseln.

    Pult 2: Bosch Bto51 (ohne Mikrofon) angeschlossen an das Bosch Kf453 für den Bü-Kanal (Bahnübergang) auf der Frequenz 456,21 MHz. Als Antenne dient bis dato der mittlerweile seltene Kathrein-Sperrtop Typ: K 75 26 2, angebracht an einem kurzem Ausleger an der Außenfassade des Stellwerks. Wird mittels Rufton-Taste 1 geöffnet und Ruf 2 schließt ihn. Die beiden 5-Ton Folgetöne nenne ich hier absichtlich nicht.

    Der einzige Bü übrigens! Keine 100 Meter vom Stellwerk weg und gut einsehbar. Zufahrt zum Werk für die LKWs. Auf beiden Seiten des Bü befindet sich ein Fernsprecher. Sobald der Handapparat abgenommen wird, klingelt im Stellwerk ein internes Telefon. Müssen die Lkw-Fahrer leider immer für aussteigen. Der Bü wird nämlich nur auf Anruf geöffnet und nach der Durchfahrt des LKWs wieder geschlossen.

    Der Nebenkanal (nur HFGs - auch verschiedenster Typen): Dieser dient für den Sprechfunk innerhalb des Werks und auch beim Beladen der Züge, mittels Stabler oder Kran. Deshalb besitzen die vier Loks auch die oben erwähnten Handfunkgeräte mit dem zusätzlichen Nebenkanal. Frequenz 150,99 MHz ohne Selektivruf. Die Werks-HFGs selbst besitzen nur den Nebenkanal!

    Noch eine Besonderheit: Die Werkstatt der Züge hat einen Werkstatt-Wagen (Sprinter - erster Generation, der gehegt und gepflegt wird). Dieser ist auch mit einem Funkgerät (Bosch MR 1116) ausgerüstet, welches über Haupt- und Nebenkanal verfügt und auf beiden Kanälen Selektiv-Ruf besitzt. Macht natürlich auf dem Nebenkanal keinen Sinn, ist aber so programmiert worden. 5-Ton-Auswerter: ESEL0.

    Die Rundfunkantenne des Sprinters wurde damals durch einen Bosch KFA 142 EF Strahler getauscht. Etliche paar Jahre später aber durch einen Kathrein K 50 55 2 ersetzt. Diese lange 5/8 Peitsche ist bis heute vorne auf dem Dach.

    So, jetzt habt ihr mal einen Einblick bekommen.

    Falls Fragen, ich antworte gerne.

    Gruß, Patrick.