Beiträge von 13RF1065

    Nein da sie die (noch) nicht brauchen. Bis Ende 2023 dürfen auch Klasse E Inhaber im 6m Band Betrieb machen.

    Gruss Flo

    Aso. Ich hatte mich gewundert, dass der Frequenzbereich 50.0-50.4 getrennt ausgewiesen wird, und im Post von der Nutzung 50.4 - 52 Mhz die Rede war.

    Ich habe jetzt folgendes gefunden:

    https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Unternehmen_Institutionen/Frequenzen/Amateurfunk/AmtsblattverfuegungenAFu/Mitt1112020.pdf?__blob=publicationFile&v=11

    Da war eine Zulassung bis Ende 2020 festgelegt, was offenbar irgendwo verlängert wurde.

    Auch 70 Mhz ja anscheinend gestrichen wurde? Aber gut, habe ich sowieso keine Ausrüstung für.

    Naja und Kratzen kann auch aus einer Vorverstärkerstufe kommen, oder aus kaputten Potentiometern. Man müsste zuerst verfolgen, an welcher Stelle das Kratzen auftritt. Oder ob es sogar schon am Eingang der Endstufe anliegt.

    Jürgen, da magst du recht haben. Mit mehreren Messpunkten könnte man eventuell niedrige Frequenzen abschätzen, die ans Ohr gelangen. Jedoch sollte eigentlich die Messung der Umgebungsgeräusche möglichst direkt am Ohr erfolgen. Und bei höher frequentem Krach würde das Noise Cancelling nicht funktionieren. Dieser aber ist unterm Helm auch wichtig.

    Fritz

    Auffangen von mehr als 10.000 Lichtjahren entfernten Signalen: mit was für Sendeleistungen rechnen wir da eigentlich, damit wir über solche Strecken etwas empfangen können? Wenn mich nicht alles täuscht, entspricht die zehnfache Entfernung einer Signaldämpfung um 20dB. Ein Signal aus 10.000 Lichtjahren ist also bereits um 80dB schwächer, als eines aus einem Lichtjahr. Und bereits aus einem Lichtjahr Entfernung ist ein Signal mit Sternenleistung - als weit jenseits dessen, was wir realistisch erzeugen könnten - nur noch ein schwaches Funzeln am Himmel.

    Wusste gar nicht, das Regiefunk auf besten Baofeng-Frequenzen statt findet. In den USA liegen dort die GMRS Frequenzen 462/467 MHz, die von "Bubble-Pirate" Walkie-Talkies aus kanadischen Supermärkten genutzt werden, die dann in den USA verboten sind.

    Martin,

    auch mit Amateurfunk-Transceivern funktioniert WSJT-X auf CB. Ich jedenfalls kann, nachdem die Software auf USB-Data und eine der Amateurfunkfrequenzen schaltet, einfach am Transceiver auf 27.245 MHz drehen. Oder wo auch immer man FT8-Betrieb machen wollte. Momentan müsste man einen Sked verabreden, um überhaupt Partner zu finden. Ärgerlich ist weiterhin, dass sich die Software bei CB-Calls weigert, den Locator in CQ-Calls einzufügen. Kann man nur manuell ändern.

    Übersteuerung im Audiolevel ist bei FT8 glaube ich deutlich weniger kritisch, als bei Sprachübertragung in SSB. Schließlich moduliert FT8 nicht die Amplitude, sondern die Sendefrequenz. Die optimale Einstellung findet man, indem man unten links in WSJT-X den Lautstärkeregler so weit runterfährt, bis die Sendeleistung nachlässt. Von hier wieder ein kleines Stück hoch drehen.

    Gruß Fritz

    Mit Anlagenbau auf dem Dach habe ich so meine Erfahrungen. In Montreal wohnte ich im obersten Stockwerk und darüber waren Mobilfunktower. Erstens machte das Amateurfunk schwierig bis unmöglich, da Störungen von 100kHz bis 450MHz gigantisch waren. So eine Mobilfunkanlage bedeutet jedoch auch eine Lärmbelästigung. Da genügt es, wenn auf dem Flachdach Sperrketten aufgestellt wurden, um Mindestabstände zu wahren, dort Metallschilder vor Strahlung warnen und diese im Wind gegen andere Metallteile schlagen. Am besten direkt über dem Schlafzimmer. Schön sind auch Besuche der Mobilfunkfirma - I love Telus - mit erdbebenartigen Schlägen auf dem Flachdach. Pünktlich um 7.05 am, faul sind die ja nicht.

    Wenn solche großen Firmen dann auch noch vorschreiben, wer wann wo eine Anlage kriegt, erlauben die sich alles.

    EMV-Standards in Kanada übrigens katastrophal. Ich hatte dann allen Ernstes einen Baldachin überm Bett, mit Aluminium-Rettungsdecken, die die Strahlung auf etwa ein Zehntel reduzierten. Gemessene Feldstärken teils so, als hielte man sich ein Handy an den Kopf.

    Solar war bei mir ein Einsteiger- und Lernprojekt. Grundsätzlich funktionieren aber 3kW in 12V. Der Hersteller meines 2kW Inverters lieferte 25mm2 Kupferkabel, die sehr heiß wurden. Jetzt habe ich für je 3 Autobatterien 6x4mm2 Lautsprecherkabel. Es kommen also 2x 6x 4mm2 Kabel von 6 Batterien in zwei Reihen. An jeder Batterie eine 100A Sicherung, denn einen Kurzschluß möchte ich da nicht erleben. Lautsprecherkabel hat den Vorteil, wesentlich flexibler zu sein und sich dann leichter an die Polklemmen schrauben zu lassen. Gute Kontakte sind essentiell. Eine siebte Batterie kippte dem Lieferanten von der Sackkarre und ich musste Batteriesäure aufwischen. Diese funktioniert jedoch so halb und hängt mit dran. Varta D24 haben ein wesentlich besseres Preis-Leistungsverhältnis als LiFePo. Weiterhin hatte ich den Geistesblitz, Plastikleisten an das Alu-Regal zu schrauben, wo man die Anschlußkabel mal parken kann, wenn man den Inverter ausbaut. Sonst baumeln die rum...

    Du erwähntest PWM. Wirklich Probleme macht nicht die Sinusform, die bei "pure sine" Invertern eigentlich gut genug ist, sondern das Dynamikverhalten bei plötzlichen Lastwechseln. Wenn der Kühlschrank anspringt, flackert die LED-Lampe im Bad. Aber alles im Rahmen.

    Energiewende: ich bin grundsätzlich gegen Zwang. Wer auf seinem Dach aus welchen Gründen auch immer keine Solaranlage wünscht, sollte nicht gezwungen werden. Denn auch daran wird der Erfolg dieser Energiewende nicht hängen. Wenn allein Energiefirmen bestimmen, wo's lang geht, brauchen die sich nämlich keine Gedanken mehr um die Nebenwirkungen zu machen.


    Laderegelung: MPPT-Solarladeregler laden Batterien zuverlässig auf. Der meist vorhandene Lastausgang mit Entladeschutz ist aber in der Regel unbrauchbar. Ich kann daran nicht mal einen kleinen Grid Tie Inverter betreiben. Ist wohl eher für LED-Lampen gedacht.

    Nein, der Entladeschutz ist kniffelig. Erstens schalten Inverter meist erst bei 11,8V oder darunter ab, wenn Batterien schon tief entladen sind. Ist die Last eher regelmäßig, kann man eine analoge Kontrolle basteln. Schwieriger wird es jedoch mit dem Insel-Inverter. Bei 2,2kW fließen so an die 200A. Die Batterie geht hier kurzzeitig unter 11,6V, ohne tief entladen zu sein. Man kann hier nur zuverlässig steuern, wenn man die entnommene Leistung mit einbezieht.

    Außerdem hätte man für solche Steuerungen gerne eine Fernbedienung. Deshalb bieten sich hier Microprozessoren mit WiFi an.

    Preiswerte Varianten eines modifizierten Sinus verwenden m.E. keine PWM zur Glättung eines Rechtecksignals. Sondern schalten ±311V mit einem Nulldurchgang einer Länge, dass 230V effektiv heraus kommen. Ein solcher Rechteck-Sinus hat die Umschaltung meines Trenntrafos gekillt. Ich hab sie dann einfach rausgeworfen. Davor habe ich noch nie ein Elektrogerät durch Entfernen der Hauptplatine repariert. Aber für Basteleien brauche ich keinen Werkstatt-Trafo mit automatischer Umschaltung, falls das Netz mal nur 120V liefern sollte. Am Solarinverter erübrigt sich übrigens der Trenntrafo, weil das Hausnetz dann keine Null mehr hat.

    Das Batterie- und Inverterregal darf niemand anrühren, ohne sich auszukennen. Das machen jedoch auch nur die wenigsten und Kinder wuseln bei mir nicht herum. Dann wäre die Problematik eine völlig andere.

    Was zu den Lebensgewohnheiten mit einer 12V Batterie schreibst, kann ich bestätigen. Allerdings muss ich nur umschalten, wenn sie alle ist. Was mir fehlt, wäre eine brauchbare Entladeregelung. Bei Betrieb eines Grid Tie Inverters aus einer Pufferbatterie ist das noch verhältnismäßig einfach mit analogen Schaltkreisen hinzubasteln; Solarladeregler versagen hier leider. Für Inselbetrieb hingegen bräuchte es eine intelligente Steuerung beispielsweise über einen Arduino.

    Meines Erachtens ist der Solarbalkon mehr was für Bastler und wird insbesondere die Energieprobleme unseres Landes nicht lösen können. Gerade die Variante mit Inseloption ist hingegen in Entwicklungsländern beliebt, wo es öfter mal zu Stromausfällen kommt. Mein Inverter hat sogar eine Vorzugsfunktion, wo er als unterbrechungsfreie Stromversorgung fungiert.

    Auf Besuch in Pakistan standen batteriegepufferte Inverter teils sogar im Treppenhaus von Mehrparteienhäusern, was ich leider nicht fotografiert habe.

    Mein Kühlschrank zieht 85W, wenn der Kompressor läuft. Das ist aber wegen der Pausen keine Grundlast, die bei mir zwischen 4W und 20W liegt. Einfach, indem ich nicht benötigte Elektrogeräte mit Schalterleiste ausschalte. Ohne Grundlast bringt aber die Einspeisung wenig bis nichts, es sei denn, man hätte noch einen alten Zähler, der sich ggf rückwärts dreht.

    Was hingegen funktioniert, ist, die Wohnung als Insel zu betreiben. Wobei man glaube ich besser den Schaffner fragt, ob man beim Schwarzfahren umsteigen darf, als dafür eine VDE-Zulassung zu beantragen.

    Jetzt steigen wir aus Kernkraft aus, verkünden den Klimanotstand, dass Energie zu sparen sei und dann sollen Balkonkraftwerke nicht in Betrieb gehen, weil sie u.U. nach Abdrehen der Hauptsicherung noch Strom produzieren und Elektriker, die vor dem Berühren von Leitungen keine Spannungsprüfung vornehmen, einen Schlag bekommen könnten? Das gibt es nur in Deutschland. Inverter stellen im Übrigen keinen Nullleiter, erzeugen also Spannung mit galvanischer Trennung symmetrisch und man bekommt beim Berühren einer der Leitungen in der Regel keinen Schlag, weil es keine Phase gibt. Selbst beim billigsten chinesischen Modell.

    Nach Netzausfall kommt aus Grid Tie Invertern nichts mehr. Nur wenn man die Hauptsicherung abdreht, kann es sein, dass sie weiter eine Spannung produzieren. Mit welcher Frequenz das erfolgt, kann ich nicht sagen. Solange Verbraucher am Netz sind, bricht die Spannung ohnehin schnell zusammen.

    Die offiziellen Einspeisezähler vergüten einen realistischen Strompreis und nicht das, was E-Werke momentan den Kunden berechnen. Für ein Balkonkraftwerk wird sich das nicht lohnen. In den Niederlanden soll das anders sein.

    Ich habe drei Inverter 12V 230V für Inselbetrieb, von denen einer einen "modifizierten Sinus" bereitstellt, die anderen beiden ohne wesentlich Einbußen des Wirkungsgrads Sinuskurven. Modifizierter Sinus ist viel problematischer, als ich dachte. So kam ich auf die dumme Idee, mittels eines Werktstatt-Trenntrafos die Ausgangskurve zu glätten. Das klappte jedoch nicht, es wurden höchstens noch Überschwinger erzeugt. Zudem hat sich die automatische Spannungsumschaltung 110V/220V sofort selbst zerstört, weil sie in den verlängerten Nulldurchgängen auf 110V schaltete. Soviel zu preiswerten chinesischen Trenntrafos. Ein Glück, dass die Umschaltung mir keine teuren Geräte zerschossen hat. "Pure sine" Inverter haben drei Stufen. Erstens einen Wandler von 12V auf ca 400V Gleichspannung. Zweitens eine 50Hz Umschaltung der 400V. Drittens eine Drosselspule, die mit rund 20kHz getaktet wird und an der die Differenz zwischen Rechteck und Sinus abfällt. Und das funktioniert recht gut.

    Für die Netzstabilität kann ich mir durchaus vorstellen, dass zu viele private Einspeiser Stabilitätsprobleme verursachen können und auch industrielle Windkraft- und Solaranlagen nicht die stabilisierende Wirkung eines Kohle- oder Kernkraftwerks haben. Genau aus solchen Gründen wird ja ein Blackout befürchtet.

    Manche Anwender werden mit einem Balkonkraftwerk überfordert sein. Preiswerte chinesische Wandler funktionieren grundsätzlich und fast alle Installation speisen mit Grid Tie Invertern ins Netz.

    Bei meinem Grid Tie Inverter ist mir aufgefallen, dass er, wenn ich die Hauptsicherung abdrehe, oftmals weiter Strom produziert, obwohl diese Geräte eigentlich nur Spannung produzieren sollen, wenn sie am Netz hängen. Außerdem ist der Strom alles andere als sinusförmig, was eher ein Problem für Elektrizitätswerke werden kann. Im Grid Tie Betrieb werden jedoch immer 50 Hz 230 V erzeugt. Solange man das Kabel erst am Inverter trennt, kann man beim Ausstecken keinen Schlag kriegen. Aber das muss man erst mal wissen.

    Grid Tie Inverter haben ein großes Problem: bei einem modernen Zähler, der sich nicht rückwärts dreht, verschenkt man den nicht selbst verbrauchten Strom ans E-Werk.

    Alternativ, wie im Wohnmobil, kann man Inselbetrieb machen. Das funktioniert mit Invertern ab 2kW auch in Wohnungen, wenn man die Hauptsicherung abdreht und speziell dann, wenn es eine alte Anlage mit einer einzigen Phase ist. Dann kommt der Strom in die Steckdose und betreibt die gesamte Wohnung.

    Nach VDE braucht man dann allerdings gar nicht erst zu fragen. Überhaupt bedeutet eine angepriesene VDE-Zulassung eines Inverters noch lange nicht, dass man vom E-Werk die Genehmigung bekommt. In Kommentaren bei Amazon las ich Bemerkungen wie "na gut, dann eben ohne...."

    Die Bedrohung durch Covid war längst nicht so gravierend wie ein großflächiger, langanhaltender Stromausfall. Allein die Furcht vor ausgerechnet einem Mangel an Klopapier, an dem noch niemand gestorben ist, reichte damals zur Massenhysterie. Wenn die Pumpen der Wasserwerke ausfielen, wären innerhalb von kürzester Zeit sämtliche Getränke ausverkauft, sofern Supermärkte in so einem Szenario überhaupt noch geöffnet blieben. Auch Grundnahrungsmittel wurden zu Beginn des ersten Lockdowns knapp. Eine Bekannte aus San Francisco berichtete, dass es nichts mehr zu kaufen gab als italienische Spaghetti. Die sie dann panisch ins Regal zurück legte, weil ja Waren aus Italien nach "den Bildern von Bergamo" möglicherweise kontaminiert wären.

    Nein, bei einem Blackout bräche der totale Wahnsinn aus. In Deutschland und anderswo.

    Fritz