unbekannter Stecker größer als TNC

  • Nachdem ihr keine Mühen gescheut habt, mir die Steckerform zu benennen, habe ich noch klitzekleine Zusatzfragen:


    Mein Projekt: Einen GSM Repeater im Keller wo ich keinen Empfang habe, mit einer Antenne am Dach zu verbinden.


    Antenne Yagi Richtfunkantenne 8 Elemente, 50 Ohm, 11 dBi FmE Stecker,
    Die Antenne möchte ich an den über die Satschüssel zu verlängernden Satschüsselmast schrauben. Ausrichten? - hmm mal schaun ;,z10


    Kabel: Ecoflexx 10 (16,5 db /100 m bei 1,3 Ghz) Länge 15 m


    Repeater AT400 mit N-Stecker ( wie ihr mir ja netterweise geschrieben habt)


    Vielleicht brauche ich bei der Kabel- und Antennenausrüstung gar keinen Repeater mehr ;,z13


    Dann schließe ich das Kabel an eine Antenne im Keller an und kann mir mir die Stromkosten für den Repeater sparen. Welche Antenne im Keller, keine Ahnung ;,z10 das ist aber auch nicht so wichtig schließlich habe ich den Repeater ja schon und:


    Bei meinem Mobilfunkanbieter 1&1 habe ich mir das OK für den Betrieb eines Repeaters geholt damit es keine Klagen gibt ,.lkkjok.jg


    Gibts Ratschläge für mich? Vielleicht brauche ich eine Erdung o.ä.

  • Der Mobilfunkanbieter kann garkeine Genehmigung zum Betrieb eines Repeaters erteilen. Das ist immerhin eine Sendeanlage und zuständig für eine Genehmigung ist einzig und allein die BNetzA.


    Der Mobilfunkbetreiber kann höchstens sagen das er nichts gegen einen solchen Betrieb einzuwenden hat aber ein Freibrief zum betreiben einer Genehmigungspflichtigen Sendeanlage ist das mit absoluter Sicherheit nicht.


    ;,z20 ;,z13

  • Zitat

    Original von pepsicol Bei meinem Mobilfunkanbieter 1&1 habe ich mir das OK für den Betrieb eines Repeaters geholt damit es keine Klagen gibt ,.lkkjok.jg


    Servus!


    Ein Ratschlag: Spar' Dir den Aufwand.


    Kennst Du diesen und diesen Artikel von Henning Gajek?


    Übrigens: 1&1 ist zwar Dein Mobilfunkanbieter, die Frequenznutzungsurkunde ist aber mit Sicherheit auf Vodafone Deutschland ausgestellt. Somit kann Dir 1&1 gar keine Erlaubnis zum Betrieb eines solchen Gerätes erteilen.


    MfG
    ff112

    ˆ\_/
    .O.o
    This is Einkaufswagen. Copy Einkaufswagen into your signature to help him on his way to world domination.

  • Und vor allen Dingen 1&1 hat von allen am Wenigsten was zu melden. Nutzen sie doch selber das Netz eines anderen (Vodafone).


    73, Michi

  • Hallo!


    Das sich das Thema so entwickelt hätte ich gestern noch nicht gedacht.


    Meine Einschätzung dazu:


    Solche Teile wie offenbar dieses AT-400 scheint m.E. keine Endgeräte bzw. Sender im Herkömmlichen Sinn.
    Vielmehr sind es aktive Anlagenteile im Sinne eines Antennenverstärkers.


    Kurzum:
    Das Teil wird eingangsseitung und Ausgangsseitig kleine dielektrische/keramische GSM900-Duplexer besitzen.
    Dazwischen, in den aufgetrennten Uplink- und Downlink-Pfaden sind dann zwei simple Antennenverstärker.


    Die Angabe "Ausgangsleistung 5dBm" darf da nicht verwechselt werden mit der Ausgangsleistung von Sendern, sondern eher als "maximal möglicher Ausgangspegel" bei warscheinlich 1dB Kompression.


    Denn selbst wenn die da nur billigste MMIC's (z.B. ERA1) gibt es eine linearität.


    Ergo: 5dBm Output bei ca. 35dB Verstärkung erreicht das Teil eben nur bei einem Eingangspegel von mindestens -30dBm.
    Solange man die Yagi also nicht 10cm direkt vor einen GSM-Mast aufbaut, oder am anderen Ende die Indoorantenne nicht mit seinem Handy knutscht, dürften diese 5dBm eher unrealistisch sein.


    Zulassungstechnisch gesehen ist solch eine Box aber eben kein "Sender" sondern eben nur ein frequenzselektiver Duplex-Verstärker.
    Ähnliche Teile werden schon seid Jahrzehnten völlig unbürokratisch in Gebäudefunkanlagen für z.B. Grundstückssprechfunk eingesetzt.
    50mW Downlink und maximal 50mW Uplink auf 70cm über größere Messehallen und Veranstaltungsarenas sind eben utopisch ohne ein paar Km Schlitzkabel und kistenweise solcher Duplex-Inlineverstärker.


    Das Einzige wo ich bei diesen GSM-Repeatern durchaus eine Gefahr sehe:
    Ungeschulte Leute ohne besonderes Fachwissen decken sich über Amazon, Pearl und eBay mit solchen Sachen aus und basteln etwas.
    Ohne freilich darauf zu achten das eine gewisse Mindestisolation zwischen Innenantenne und Aussenantenne obligatorisch ist.
    Ebenso muss der damit versorgte Bereich derart dicht sein, das keine andere Handynutzer die zufällig durch die selbe Straße gehen wo sowas steht, plötzlich mit über den Repeater laufen.


    BTW: Nicht nur die Bahn nutzt ähnliche Techniken, auch viele kleinere Straßentunnel werden so ohne eigene Zelle mitversorgt.


    Von der Technik her ist das eine günstige und unbürokratische Lösung wenn Planung und Installation von Leuten gemacht wird die wissen worauf man achten muss.
    Allerdings:
    Würde ein Kunde auf mich mit soeinem Projekt ankommen, käme mir nie die Idee mir irgendein Noname-Kram von Amazon, Pearl oder eBay zu besorgen.
    Vielmehr würde ich nach sowas eher bei Kathrein, RFS oder Andrew suchen.


    Grüße aus Dortmund


    Jürgen Hüser