In meiner Kindheit hatten fast alle Taxen am hinteren Kotflügel eine 5/8 Lambda Antenne. War das damals Regelkonform? Denn ich gehe davon aus, dass die Sendeleistung trotzdem 6 Watt betrug.
Taxi Funk Dortmund (144444) - damals
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Tallred -
1. Juli 2026 um 19:23 -
Unerledigt
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Moin!
Ja, die 5/8tel an der Heckklappe war von 1970-1990 durchweg der Standard bei Taxis, nicht nur in Dortmund sondern quer durchs Bundesgebiet. Erst weit nach dem Jahr 2000 wechselte das zu normalen 1/4tel-Strahlern auf dem Fahrzeugdach.
Und was deine eigentliche Frage ist:
Wenn Perfektionistische Funktechniker da die Sendeleistung korrekt drosselten für exakte 6W ERP, war das auf die Anfangszeit des Taxifunkes beschränkt und nahm mit dem zunehmenden Fachkräftemangel und Arbeitsauslastung ab 1990 dramatisch ab.
Und aus phisikalische Gründen interessiert das die Behörden (damals Post, RegTP und heute BnetzA) nicht wirklich, ob ein Fahrzeug bei erlaubten 6W "irgendwo zwischen 4W und 8W" sendet.
Denn im Gegensatz zu Feststationen wo penibel auf die ERP/EIRP geachtet wird, fahren solche 5/8tel Strahler damals mit Fußpunkt auf Bauchnabelhöhe rum. Da ist das Thema Störreichweite schon dezimiert. Und da "Mobiler Landfunkdienst" zudem verlangt das Mobilstationen nicht wie eine Feststation Monate oder Jahre auf einer Bergkuppe parken beim Funken, sondern sich gefälligst zu bewegen haben, führt das Thema Störreichweite im Zusammenhand mit dem Störpotential (Zeit- und Ortswahrscheinlichkeit als statistische Betrachtung) bei Mobilstationen in die absolute Bedeutungslosigkeit.
Oder klar gesagt: Antennengewinne bis +3dBD machen im mobilen Betrieb kaum Unterschied zu 0dBD-Strahlern im Bereich der Störreichweite.Jürgen
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…hier mal was zum lesen
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Im Raum Süd-Hessen war das etwas anders.
Zu mir kam mindestens ein- / zwemal im Monat ein Landwirt oder Taxler, oder ... um die Sendeleistung / Frequenablage, Hub, etc. einstellen zu lassen.
Da waren teilweise Geräte dabei die mit 25 - 28 W liefen. Und jedesmal wollten die Kunden ein Messprotokoll für die BNA.
Irgendwann ist dann mal durchgesickert, daß ein Hinterhofschrauber sich die Software(en) und Programmieradapter besorgt hatte und fleisig in den Geräten den "goldenen Schraubenzieher" tanzen ließ.
73 Digger
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Oh ja, gerade Kathrein hat zu diesem Thema Pionierforschung betrieben und nicht nur Fahrzeugantennen auf verschiedenen Fahrzeugen, sondern auch das Thema Handfunkgeräte bei unterschiedlichen Trageweisen mit ihren Antennenfeldern vermessen.
Genaueres zum damaligen Taxi-Splin der Heckantennen an der Kofferraumklappe werden aber wohl eher in der Fachbrache Nutzfahrzeuge der Fahrzeugindustrie zu finden sein, wenn man ältere Menschen kennt die das damals gemacht haben.
Denn aus Funktechnischer Sicht waren Antennen auf Kofferraumdeckeln schon immer Pfusch,
Die Gelenke der Kofferraumklappen bieten zwar elektrischen Kontakt zur restlichen Karosserie, aber für HF bei 150MHz ist diese "Masseverbindung" ein Krampf.
Irgendwer hat das mal auf Seiten der Automobilindustrie festgelegt ohne zu wissen das die Reichweite gegenüber 1/4tel-Strahler auf dem Dach grottenschlecht ist. Hinzu kamen Verschleiß am Koaxkabel durch Nutzung des Kofferraumes.
Blöder weise aber hat sich das von 1960-2000 gut vier Jahrzehnte eingebürgert. Erste Fahrzeuge mit Dachantenne bei Funk-Vorrüstung von Nutzfahrzeugen kenne ich ab Baujahr 2000.Jürgen
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Oh ja, da kann ich ein Lied von singen. An unzähligen Fahrzeugen habe ich zusätzliche Massebänder vom Kofferraumdeckel zur Fahrzeugkarosserie eingezogen (die Kunden wollten unbedingt die Antenne auf dem Deckel behalten).
Später als die Vorrüstungen für den λ1/4 Strahler auf dem Dach eingeführt wurden durfte ich dann serienweise die "HF Kabel" (abgeschirmte NF Leitungen) gegen geeignete HF Kabel austauschen.
73 Digger
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