Antennenaufbau, Kabel viel zu lang

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Gemeinde,

    ein Freund sucht nach einer Lösung.

    Er möchte einen Antennenmast im Garten setzen..weit ab vom Haus für Kw und UKW.

    Zum Shack also zu den Funkgeräten wäre die Antennenlänge geschätzte weit über 100m und müsste Kreuz und Quer in den Keller nach oben ins Haus verlegt werden. So wird das nix.

    Gibt es eine andere Lösung wie ein Remotesystem o.ä. ? Ich dachte schon an abgesetzte Bedienteile aber dafür wären auch lange Steuerungskabel und Wasserdichte Boxen erforderlich.

  • Hallo Norbert!

    Er möchte einen Antennenmast im Garten setzen..weit ab vom Haus für Kw und UKW.

    Zum Shack also zu den Funkgeräten wäre die Antennenlänge geschätzte weit über 100m und müsste Kreuz und Quer in den Keller nach oben ins Haus verlegt werden. So wird das nix.

    Prinzipiell kann ich dein Urteil nachvollziehen. Aber wie sieht der Plan "Antennenmast" und dessen geografischer Standort konkret aus? Geht es beim Antennenmast eher um einen Fahnenmast der kaum 6m aus dem Boden ragt, oder etwas richtig ernsthafts, so in Richtung 15m, vielleicht gar Fachwerk-Light aus abgespannten Traversen?
    Und steht das ganze dann auch noch auf einem Hügel, wurde ich zu aller erst den Standort simulieren, ob sich da was lohnt oder nicht.
    Wenn der Standort vielversprechend sein sollte:
    Mit den richtigen Kabeln ginge da schon etwas. RFM 12-50j kommt so auf knappe 2,6dB/100m bei 145MHz oder 4,6xdB/100m bei 435MHz. Auf Kurzwelle bis 30 oder 50MHz läge die Dämpfung eher <1dB.
    Gehen würde da also was - es müsste sich halt nur lohnen. Für einen Fahnenstummel der kaum über die Vegetation guckt, lohnt sich das eher nicht.

    Gibt es eine andere Lösung wie ein Remotesystem o.ä. ? Ich dachte schon an abgesetzte Bedienteile aber dafür wären auch lange Steuerungskabel und Wasserdichte Boxen erforderlich.

    Geben würde es da sicherlich was. Transceiver wasserdicht am Masten, und statt Koax dann halt Strom und Netzwerk-Kabel bis ins Shack ziehen.
    Allerdings auch hier: Egal ob >100m RFS12-50J oder Remote-Station sind teure Investitionen. Beides bräuchte eine Kabeltrasse mittels Bagger durch den Garten gebuddelt.
    Das sollte man sich nur dann antun, wenn der Mast-Standort über jeden Zweifel erhaben sein sollte, also eine Reichweite verspricht die Kosten und Mühen begründen.

    Jürgen

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Jürgen,

    Danke für die Ausführliche Erklärung. Es wird kein Towermast werden.. dann bekommt er die Kündigung von seiner Holde. Es wird eher ein Fahnenmasthalter einbetoniert mit ca. 8m Steckmast, Der Standort der Antenne wäre schon Interessant weil es weiter vom Haus weg wäre und dahinter Freies Feld ist.

    Habe schon befürchtet das es nicht einfach wird. Werde ihm das mit dem Antennenkabel mal vorschlagen. So oder so wird das Vorhaben Teuer.

  • Hallo Norbert,

    tja, ein 8m Mast ohne Gebäude drunter, direkt auf Grasnarbe = MSL +8m ist erst mal nicht vielversprechend.
    Was QRM unterhalb von 30MHz angeht mag sich das u.U. lohnen, aber da dann eher zum Empfang wenn das Umfeld hinreichend still ist. Aber zum Senden auf Kurzwelle sind 8m über Grund nicht wirklich viel.
    Was VHF und UHF angeht ist EMV-QRM aber eher irrelevant im Vergleich zu 100m Kabellängen.
    So kenne ich hier in Dortmund einige wenige Grundstücke wo das Eigenheim oder Doppelhaushälfte eher in einer Senke ist, während jedoch die hintere Grundstücksecke ein hübscher Aussichtspunkt ist mit gut 15-25m höherer MSL als das zugehörige Haus.
    In solch derart besonderen Fällen würde ich abwägen zwischen RFS12-50J oder eben Strom und Netzwerkkabel vergraben.

    Jürgen