Teleport 9 Fehlerdiagnose

  • Hallo,


    ich habe ein Teleport 9 (D)16 von Kleinanzeigen ergattern können. Optisch ist es in einem guten Zustand, Akku muss noch erneuert werden.


    Leider macht es, stationär angeschlossen, nicht viel außer komisch fiepen.

    Die rechte Reihe der Tasten ist wie folgt beschriftet:

    AS

    F

    V

    X

    und anstelle des * ist ein Q.


    Weiß jemand, was die Tasten bedeuten?


    Nach dem Einschalten bekomme ich lediglich kurz FFF16E86 und dann permanent 47 angezeigt.


    Ist da eventuell ein EPROM defekt? Die Rauschsperre aufmachen funktioniert nicht, und das Gerät zieht komischerweise nur manchmal Strom, flackert immer so zwischen 0 und 0,012 A hin und her.


    Wenn ich eine der Funktionstasten drücke, bekomme ich bei 7,2V einen 500Hz Sägezahn-Ton.


    Mache ich da bei der Stromversorgung noch etwas falsch?


    Mit freundlichen Grüßen


    Tobias

  • Hallo

    Da hast du ein EVU Gerät erwischt.Die können,je nach bestückter Steuerungsbaugruppe, analoge oder digitale Signalisierungen.Das was du beim hochlaufen des Gerätes siehst,ist die Auswerternummer,was mich dabei stutzig macht,ist die Anzahl der Stellen;bei einer 5Tonfolge wären es 5.Um erst einmal die Grundkonfiguration heraus zu bekommen,wäre es

    hilfreich,ein Bild von der Bestückungsseite der Steuerungsplatte zu sehen.Dazu löst du die 4 Schrauben an der Rüchseite und ziehst dann das Vorderteil ab.Dann siehst du 5 kleine Schrauben,die das Abschirmblech halten,die drehst du auch heraus.Und nun wird es spannend,der Multiprogrammer ist ja gesteckt,aber leider hat sich bei vielen Geräten das innenliegende Dichtungsgummi zu einem Bremsklotz verwandelt.Wenn der Multiprogrammer nicht relativ leicht herausgeht,drückst Du von der Steuerunsseite einen Schraubendreher durch das Loch unter dem Multiprogrammer.An der Stelle kann auch eine Sicherunsschraube sitzen,die das Herausziehen des Multiprogrammers verhindern soll.Also ziehe an der Lasche nicht mehr als nötig,sonst kann dir die Lasche abreißen.Wenn Du den Multiprogrammer draußen hast,kannst du aufschreiben,was du zwischen den Kontakten siehst:C4 wäre der Burner,der Stecker ist dann widerprogrammierbar.

    Wie und wo bekommst Du einen Sägezahnton zustande-aus dem Lautsprecher oder über Sendertastung aus dem Messplatz?

    Das "Fackern" der Stromaufnahme wäre noch mit einem dauernden Neustart des Geräte zu erklären,wobei die stabile 47 Anzeige dagegen spricht,dann müßte auch die FFF16E86 Anzeige blinken.

    Fazit von allen Ferndiagnosen,aus der Ferne schwierig,da braucht es Referenzbaugruppen zum umstecken......

    mfG Gunnar

  • Hallo Tobias

    Das "Flackern" der Stromaufnahme lässt mir keine Ruhe..In Verbindung mit der langen Auswerteranzeige,könnte das auf ein digital Gerät deuten.Es gab EVU Systeme,die mit An- und Abmeldetelegrammen gearbeitet haben.Nun haben aber fast alle Digitalrufe den Nachteil,daß sie eine Quittunng erwarten und beim Ausbleiben selbiger das Telegramm wiederholen.Von Bosch gab es sowas,ARX hieß das.Deshalb die Frage,sendet das Gerät nach dem Einschalten zyklisch?EVU Netze wurden niicht imm markenrein betrieben,so das auch andere Hersteller solche Möglichkeiten im Portofolio haben mußten.

    Aber mal eine andere Frage,wie bist du aufgestellt-Messplatz,,Eprommer,langsamer DOS Rechner mit dem Programm vorhanden?

    mfG Gunnar

  • Mein Messplatz ist nicht der beste. Aktuell hatte ich erstmal die beiden äußeren Pins des Akkusteckers mit 12V vom Labornetzteil verbunden. Das Flackern wundert mich auch echt. Die Auswerteranzeige lässt sich wahrscheinlich dadurch erklären, dass der Multiprogrammer 6886 eingeprägt hat und eventuell einfach 2 Segmente des LCD defekt sind. Dadurch das E. Ist aber nur eine Vermutung.

  • Hallo Tobias

    Ich muß meine Aussage leicht korrigieren,irgendwie hatte ich im Hinterkpf,daß an meiner Gerätebeschreibung was nicht stimmt und ich habe in meinen Unterlagen nach dem Tastaturlayout gesucht-es ist kein EVU Gerät,sondern einWSV Gerät.Die sind für die Instandhaltung aller schiffbaren Gewässer zuständig und haben entlang dieser ein Durchwahlnetz betrieben.Ich habe mal in meiner todo Kiste gesucht und bin fündig geworden.Mein Gerät ist ein analoges Gerät.Es war natürlich defekt und nach provisorischer Inbetrienahme startetr es mit 8 mal F und danach der Anzeige 39A.Die Tastatur reagiert auf keine Eingabe und die Tonruftasten machen 1750 und 2135Hz auf einem Simplexkanal;sinnigerweise in den KHz auch mit 39.Es ist der 5Ton Auswerter gesteckt und aktiv,ich höhre erst was nach einer Sendertastung.Die 8mal F Anzeige deutet darauf hin,das die Auswerternummer nicht mehr vorhanden ist;das Gerät nicht mehr mit Spannung versorgt wurde,hat sich der Stützkondensator im RAM Bereich entladen und das Gerät hat seine Auswerternummer vergessen.Dieses Elend ist dem Alter und der Schaltungstechnik des Gerätes geschuldet-EEproms waren damals noch nicht so in Mode.Das gute daran ist aber,man kann die Auswerternummer wohl über die Tastatur einstellen,das gab es auch schon mit der erweiterten Standardfirmware.Da meine Tastatur aber keine Reaktion zeigt,sind da weitere Versuche erst mal obsolet....

    Das heißt;wenn deine Steuerung auch eine analoge ist und auf dem Eprom WSV draufsteht,brauchst du erst einmal eine Referenz.Zunächst würde ich erst einmal das Funkteil wechsen und danach die Firmware und einen dazu passenden Multiprogrammer.

    Wozu möchtest du das Gerät denn benutzen,geht es dirnur um ein funktionsfäheíges Gerät,oder hast du Vorstellungen für neue Frequenzen?Wenn letzteres der Fall sein sollte,der HF Aufbau ist für Frequenzen in 20/25KHz Raster,wenn du Amateurfunk oder 149MHz damit machen willst,wird da nichts draus.Wenn du HF und NF Parameter beibehalten willst,mußt du den RO umbauen und wenn es datenhaltig werden soll,brauchst du die beiden ZF Stufen,den Frquenzteiler und das Schleifenfilter in der 12,5KHz Version.Vor knapp2 Jahren hatte ich das Glück an diese Teile zu gelangen und habe mir ein 2m Gerät für Amateurfunk fertig gemacht.Da aber noch einmal dran zu kommen,kommt einem 6er im Lotto gleich,die Geräte sind zu alt,sie waren eigendlich nur zur Zentralreperatur in Hamburg vorgesehen und die Leute,die sich damit beschäftigt haben,sind in Rente oder unter dem Torf.

    mfG Gunnar