Weitere Suche nach verschollenem Flugzeug MH370

    • Offizieller Beitrag

    Das Spezialschiff „Armada 8605“ der Firma Ocean Infinity hat eine erneute Suche nach dem verschollenen Flugzeug MH370 am 30. Dezember wieder aufgenommen. Im Februar/März 2025 fand schon einmal der Versuch einer weiteren Suche statt, allerdings musste sie wegen zunehmend schlechtem Wetter auf der Südhalbkugel alsbald abgebrochen werden. Das Suchgebiet entlang des 7. Bogens liegt gute 2500 km vor der Küste Australiens im südlichen indischen Ozean.

    Über die Webseite https://www.mh370-caption.net/index.php/armada-tracking kann das Suchschiff und seine Position verfolgt werden. Dort eingezeichnet sind u.a. Hotspots. Sie basieren auf verschiedenen Theorien und Analysen. Einer geht auf den ehemaligen US-Luftfahrtingenieur Richard Godfrey zusammen mit Dr. Hannes Coetzee, ZS6BZP, und Professor Simon Maskell zurück. Anhand historischer WSPR-Signale von Funkamateuren haben sie eine mögliche Flugroute rekonstruiert, die abweichend vom geplanten Flugweg nicht nach China, sondern offenbar in den Indischen Ozean führte und dort in den Weiten des Meeres ihr tragisches Ende fand. Godfrey et al. haben ihre Fallstudien unter https://www.mh370search.com veröffentlicht. Kritiker führen an, dass WSPR nicht für Radar-Tracking geeignet sei. MH370 nutzte eine Maschine vom Typ Boeing 777-200ER und war in der Nacht vom 8. März 2014 von Kuala Lumpur (Malaysia) unterwegs nach Peking (China), wo sie jedoch nie ankam. An Bord waren 239 Insassen aus 14 Ländern. Bisherige Suchen verliefen erfolglos. Ocean Infinity hat mit Malaysia eine Vereinbarung getroffen, die besagt, dass sie nur dann für ihre Suche bezahlt werden, wenn sie etwas finden („no cure, no pay“; dt. „kein Erfolg, keine Bezahlung“)