- Offizieller Beitrag
Auch in Ostdeutschland gab es Piratensender – aber natürlich unter noch größerem Risiko als im Westen und daher außerhalb des Empfangsgebiets auch weit unbekannter geblieben.
Thomas Gaevert vom Südwestrundfunk widmete sich diesem Thema nun in einem 53-minütigen Feature, das in der ARD Audiothek angehört werden kann
So kündigten 1986 Flugblätter in Ostberlin den Start eines „unabhängigen Senders“ an. Daraufhin fuhren Peilwagen durch die Straßen, hunderte zivile Stasimitarbeiter waren im Einsatz und ein Hubschrauber mit einem Ortungsgerät kreiste über der Stadt. Vergeblich: Pünktlich meldete sich der illegale Radiosender auf der angekündigten UKW-Frequenz.
Radiopiraten zwischen Sachsen, Berlin und Mecklenburg nahmen ein hohes Risiko auf sich. Neben politischen Motiven war es oftmals Begeisterung für westliche Popkultur, die auf fiebrige Bastelleidenschaft, jugendliches Aufbegehren und ungestillte Abenteuerlust trafen.
DL2MCD, tnx Info Jörn Krieger