Dito! Mit am interessantesten finde aber, die BÜ-Anlage mit 5-Tonfolge zu bedienen. Ist sicher auch alles nach BOA (Bau- und Betriebsordnung für Anschlussbahnen). Nach EBO auf einer Öffentlichen Eisenbahninfrastruktur würde da wohl auch das Eisenbahnbundesamt meckern, aber trotzdem echt eine interessante und kreative Lösung!
Zugfunk
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Taschenblatt -
16. August 2025 um 20:16 -
Unerledigt
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Ich wohn nicht so weit weg von einer Bahn Haltestelle und hier wird auch noch analog mit dem Stellwerk gefunkt.
467,775 UB
457,825 OB -
Moin!
Nach EBO auf einer Öffentlichen Eisenbahninfrastruktur würde da wohl auch das Eisenbahnbundesamt meckern, aber trotzdem echt eine interessante und kreative Lösung!
Das ist aber dennoch ein alter Hut.
Vor knapp 20 Jahren hatte ich sehr viel mit solchen Anlagen zu tun, die Schaltbefehle anhand von 5Ton-Rufen auslösten.
Angefangen von der Steuerung von Schranken und elektrischen Rolltoren, bis hin zu Prozess-Steuerungen im landwirtschaftlichen und industriellen Bereich. Und eben da diese Empfängerchen eben kein Standardprodukt von der Stange war, sondern unzählige verschiedenste Varianten die Alle nach Einzelfertigung oder Kleinstserien aussahen, fing ich damals schnell an eigene Lösungen zu bauen. Und zwar Modelle die zwar kompatibel war mit simplen (festen) 5Ton-Folgen, aber für neue Anlagen eben auch verschiedene Sicherheitsfunktionen erstmals anboten. Eben damit nicht mehr jeder dahergelaufene Schwarzfunker mit einer abgehörten 5Tonfolge eine Funktion auslösen konnte. Oberflächlich stark vereinfacht zusammengefasst: Einmal-Fünftonfolgen.Ich wohn nicht so weit weg von einer Bahn Haltestelle und hier wird auch noch analog mit dem Stellwerk gefunkt.
Rangierfunk auf C-Kanälen, also dem Unterband 457,425 - 458,300MHz wird bis heute noch vielerorts benutzt, und die Ruftöne 1750 & 2135Hz sind da noch immer wichtig weil es dort die Anwahl zum Stellwerk auch noch gibt.
Es scheint das einzige analoge Band zu sein welches noch genutzt wird. Alle anderen Kanäle, egal ob 4m, 2m oder eben das 70cm Oberband 467,425-468,300MHz sind - zumindest hier im Umkreis seit Jahren mausetot.Mit einer Ausnahme: Die 3S-Dienste an den Bahnhöfen funken vielerorts eben noch im ehemaligen BASA-Band 166,45-167,17 / 171,05-171,77MHz. Das aber nicht mehr nach altem Bahn-Standard vergleichbar zu BOS (also FM ohne Preemphrase/Deemphase) sondern je nach Region nach Betriebsfunkstandard und mancherorts auch schon via DMR.
Jürgen
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Zitat
…ohne Preemphrase/Deemphase…
Tja, davon hatte unsere alte externe Funkwerkstatt leider keine Ahnung, dass dieses Verfahren im Bahnstandard nicht angewendet wird. Als ich Anfang der 2000er mein erstes (immer noch im treuen Einsatz stehendes) GP 380 dort programmieren lies, hörte ich die Gegenstellen wie durch drei paar Socken gesprochen, während sich die Gegenstellen beklagten, dass bei ihnen die Gläser im Regal klirren!
Davon habe ich erst hier im Forum erfahren, und hab dann solche Sachen letztlich auch selber programmiert.
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Bei PM wird die Modulation um 3dB pro Oktave beim Senden angehoben und um den gleichen Wert beim Empfänger abgesenkt. Der Frequenzgang bei FM ist lineal.
Arbeitet ein PM-Gerät in einem Netz mit FM, klingen diese beim Senden "hell und spitz", der Empfang wirkt "dumpf". -
Moin!
Tja, davon hatte unsere alte externe Funkwerkstatt leider keine Ahnung, dass dieses Verfahren im Bahnstandard nicht angewendet wird.
Tja, das ist dem Umstand geschuldet das sich auch die Bahn jahrzehntelang selbst um ihre Funktechnik gekümmert hat. Und in den letzten Epochen ging es der Bahn wie viele andere: Wegbrechen von Fachkräften.
Und wenn neue Funktechniker mit Bahn-Funkgeräten konfrontiert werden, fehlt ihnen meist das Wissen um solche Besonderheiten.
Hinzu kommt das die Bahn aus ihren funkspezifischen Regelwerken wo diese Besonderheiten drin stehen müssten ein Staatsgeheimnis macht.Während bei BOS oder auch Flug-und Seefunk die Spezifikationen alle öffentlich zugänglich sind, ist das bei der Bahn nicht so.
Und neben dem Preemphase/Deemphase-Thema gibt es da noch weine weitere Besonderheit:
4m und 2m sind 20kHz Kanäle, also auch 20kHz Kanalbreite. Bei dem Sprachfrequenzband also Nennhub 2,6kHz und Hubbegrenzung 4,0kHz.
Die 70cm Kanäle hingegen sind ja doch 25kHz-Raster! Ist da nicht internationaler Standard 5,0kHz Maximalhub?
Jawollja, aber bei der Bahn speziell: Sprechfunk wie im 20kHz Raster mit 2,6kHz Nennhub und maximal 4,0kHz. Die Ruftöne 1750 & 2135Hz hingegen bitte mit 5,0kHz Hub!
Und genau da wird es komplex. Moderne Betriebsfunkgeräte haben zwar die Funktion Pre-/Deemphase ab zu schalten, aber eben keine - zumindest unabhängigen Hubeinstellungen von Sprache und Ruftönen.Man kriegt es hin, aber profan ist es nicht.
Bei PM wird die Modulation um 3dB pro Oktave beim Senden angehoben und um den gleichen Wert beim Empfänger abgesenkt.
Korrekt, allerdings Vorsicht:
PM/FM wird das genannt u.a. in Kundendienstschriften von Bosch, aber PM ist zweideutig.
Denn egal ob mit oder ohne Preemphase / Deemphase, es handelt sich immer um FM = F3E bei Sprache, der Hub wird bei beiden Verfahren in kHz gemessen.PM meint da etwas anderes, nämlich Phasenmodulation = G3E und die Modulationsstärke wird in Rad = Phasenwinkel gemessen.
Jürgen
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