- Offizieller Beitrag
Alles anzeigenAusgangspunkt für den Einspruch ist die geplante Nutzung des 70-cm-Satellitenbandes durch eine Konstellation von 243 Satelliten der AST SpaceMobile (wir berichteten).
Bis zum 21. Juli 2025 war es möglich, in dieser Sache Kommentare und Petitionen an die FCC zu übermitteln. Davon haben 2283 Einzelpersonen und Organisationen Gebrauch gemacht. Das ist eines der am stärksten kommentierten Amateurfrequenz-Verfahren in der jüngeren FCC-Geschichte. Während AST behauptet, dass die Frequenznutzung auf Phasen während der Inbetriebnahme und Notfälle beschränkt wäre, argumentieren zahlreiche Kommentatoren, einschließlich der AMSAT, dass eine solche "begrenzte Nutzung" das reale Störpotenzial nicht mildert.
Die AMSAT übermittelte eine Petition gegen den Vorschlag unter Berufung auf die umfangreiche nichtkommerzielle Nutzung von 435 MHz bis 438 MHz durch Amateurfunksatelliten, einschließlich der OSCAR-Klasse, der Ausbildungs-CubeSats und der ARISS-Station an Bord der Internationalen Raumstation.
Hierbei wurden die anhaltenden Störungen hervorgehoben, die durch den BlueWalker-3-Satelliten von AST auf 437,500 MHz verursacht werden. Die AMSAT-DL lieferte direkte Beweise für BlueWalker-3-Interferenzen, die an der Bochumer Sternwarte empfangen wurden.
Die Petition fordert die FCC auf, den Antrag von AST abzulehnen und die Integrität des Amateurfunkdienstes über Satelliten zu wahren. Die Internationale Amateurfunkunion (IARU) wies darauf hin, dass die Nutzung dieses Frequenzbereichs durch AST gemäß Artikel 4.4 der ITU-Funkordnung ohne die erforderlichen Studien zur gemeinsamen Nutzung erfolgen soll und erhebliche Interferenzrisiken für den Amateurfunkbetrieb weltweit mit sich bringen würde.
Das Kommentarfenster der FCC bleibt hierfür bis zum 5. August 2025 offen. Dort kann man direkt auf bereits eingereichte Kommentare reagieren, technische Bedenken klären und die Argumente für die Erhaltung des Amateurzugangs auf 435–438 MHz vorbringen. Die AMSAT ruft dazu auf, Stördaten zu zitieren, pädagogische und nicht-kommerzielle Nutzungen hervorzuheben und die formellen Einreichungen von AMSAT und IARU zu unterstützen.
Nach Ablauf der Kommentarfrist wird die FCC sämtliche Einreichungen überprüfen. Dieser Prozess kann Wochen oder Monate dauern, bevor eine Entscheidung bekannt gegeben wird. Die AMSAT wird das Verfahren weiterhin überwachen und in Abstimmung mit der IARU und internationalen Partnern für den Schutz des Amateur-Satellitenbereichs arbeiten. Die AMSAT dankt allen, die Kommentare eingereicht haben, und bittet um fortgesetztes Engagement.
DM4TG
Quelle: ANS-208 AMSAT News Service Weekly Bulletins