Mehr Sicherheit: Walkie Talkies für Gelsenkirchener Schulen

    • Offizieller Beitrag
  • Ach, die Story...

    Diese Thematik läuft seit mindestens 10 Jahren unterhalb des Medienradars. Nämlich durchweg in der unteren Ebene zwischen den Schulen, den kommunalen Schulämtern bis maximal Landespolitik.

    So wie ich es dort wahrgenommen habe ging es um den ursprünglichen Thema PMR446 im Schulumfeld für schulinterne Sanitätsaufgaben, und die Frage ob man aus dieser Geschichte nicht etwas "professionelleres" machen könnte für Lehrer und angemessen in Bezug auf Amok-/Terror- und allgemeine Sicherheitslage.

    Das wirklich blöde daran ist, das dieses Thema in der Bildungspolitischen Blase ein Karusell ist welches sich stupide im Kreis dreht - seit gut 10 Jahren! Bislang absolut keine Konzepte, keine Ideen zu Technologien.

    Da es neben fehlender Fachkompetenz eben auch immer um fehlendes Geld geht, fängt das Karusell genau dort an:

    1.: Billig wäre Analog, aber eben nicht Abhörsicher - taugt also nicht.

    2.: DMR/NXDN: Autsch, das ist teuer.

    3.: Reichen Handfunken überhaupt für Schulgebäude? Mitnichten, an manchen Schulen bräuchte man eine Infrastruktur.

    4.: Es geht um Brennpunktschulen in NRW. Verflixt viele davon liegen im Abdeckungsbereich kommunaler TETRA-Netze 410-430MHz. Ob man da nicht einfach ein paar Handfunken und Netzflotten für solche Schulen einrichten könnte?

    Ab diesem Punkt 4 versandet es und alle wenden sich wieder Punkt 1 zu...;,z22

    Jürgen

  • PMR wird hier schon ne Weile an einer größeren Grundschule genutzt. Zwar mit CTCSS aber besser als nix. Um Abhörsicherheit werden sich die Nutzer warscheinlich nie Gedanken gemacht haben.
    Heutzutage sich die Kassen leer, da wird sich niemand was teures anschaffen.

  • Moin!

    PMR wird hier schon ne Weile an einer größeren Grundschule genutzt. Zwar mit CTCSS aber besser als nix.

    Wofür denn genau? Das was manche Schulen als Ersthelfersystem haben, also Schüler & Lehrer alarmieren deren Aufgabe es ist Platzwunden und gequetschte Finger zu versorgen, da reicht PMR446 häufig.

    Aber wenn es oberhalb dieser Anforderungen geht, bräuchte es was anderes.

    Um Abhörsicherheit werden sich die Nutzer warscheinlich nie Gedanken gemacht haben.

    Genau das ist aber die Geschichte die oben drauf kam. Also ein Notfunksystem für all die Fälle wo ein Lehrer im Klassenraum überfordert ist. Das fängt an bei Schlägerreien und Gewalt unter Schülern und gegen Lehrer, und geht bis zu Großlagen wie Brand, Amok, Terror. Und das bedingt heute eben, das da nicht beliebig viele Schüler und jeder Mensch im Umkreis von 1Km um dieses Objekt drum herrum da einfach mit Smartphone und SDR-Stick mit-lauschen kann, und ebenfalls auch nicht mit nem billigen Spielzeugfunkgerät dazwischen labern kann.

    Heutzutage sich die Kassen leer, da wird sich niemand was teures anschaffen.

    Speziell im Bildungswesen ist das nix besonderes, sondern gilt da bereits als Kulturgut. Leere Kassen waren schon zu meiner Schulzeit ein Dauerthema.

    Dabei sehe ich durchaus eine handvoll Einzelfälle wo die Kostenfrage umgeschichtet werden könnte.

    Denn zum Gesamtbild gehört auch, das in dieser politischen Disskussion es häufig gar nicht an Frequenzen mangelt. So ziemlich jede Stadt hat durchaus noch ein paar alte Frequenzen die praktisch nicht mehr gebraucht werden. Eben weil in den letzten 10 Jahren immer mehr kommunale Strukturen von analogen Betriebsfunk auf die kommunalen TETRA-Netze umgestellt wurden.

    Für mich ist daher die Kostenfrage eher: Wie viele Altfunkgeräte bekommt man noch zusammen die für sowas nutzbar wären, die man mit den Frequenzen einfach den Schulen die Bedarf haben zuschiebt? Kosten nahe 0 und wäre besser als nix. Oder Nölt man sich endlich die Entscheidung aus dem Kreuz die Schulen als letztes dahin zu holen, wo Nahverkehr, Ordnungsamt, Bauhof, Fuhrpark, Wasser-/Abwasser/Energie und Müllabfuhr bereits sind...: TETRA!

    Jürgen

  • Tetra wird hier nur von BOS genutzt und ein Knast im Nachbarort.

    Wofür denn genau?

    Naja im Moment nur welches Kind wann abgeholt wird oder wo welches Kind grade ist oder was ein Kind machen soll. Also nix spannendes. Manchmal auch wo sich ein Lehrer aufhält, Schulhof, Klassenzimmer.

  • Hi!

    Tetra wird hier nur von BOS genutzt und ein Knast im Nachbarort.

    Äh, ich rede nicht von BOS-TETRA, also 380-395MHz sondern dem zivilen TETRA 410-430MHz. Und ja, bundesweit gibt es da bis heute nix flächendeckendes, es ist ein Flickenteppich. Aber hier ging es um NRW und Brennpunktschulen, also primär Ruhrgebiet.

    Und genau da gibt es fast überall schon kommunale TETRA-Netze. Antrieb damals wofür die Netze ausgebaut wurden war der Nahverkehr der zwar eigenständig überall kommunal definiert ist, aber eben kompatibel mit den anderen Nachbarn in den Verkehrsverbünden funken muss.

    Und steht erst mal solch ein Netz was jeder Stadt schnell bis zu zweistellige Millionenbeträge kostete, wird es schnell skaliert. Gesamte Verwaltung die bislang was mit Funkgeräten brauchte wird nach und nach mit rein geholt.

    Hier in Dortmund wurde rasant umgerüstet: Ordnungsamt, Energieversorgung, Grünflächenamt, Müllentsorgung, Flughafen, sowie das gesamte Verkehrs- und Parkleitsystem der Stadt. In vielen Ruhrgebietsstädten wurde ähnliches gemacht.

    Sogar diese eher kleinere Stadt Hamm hat kommunales Tetra und bietet als Netzbetreiber sogar das Netz an. Zumindest gibt es dort, oder gab es zumindest vor einigen Jahren ein Taxiunternehmen welches in Hamm darüber funkte.

    Der Grund ist simple: Tetra ist teuer. Aus politischer Sicht schmerzhaft teuer. Die Kosten die solche Netze verursachen sind um so relativer, je mehr Strukturen und Nutzer dran hängen.

    Oder anders gesagt: Ein Netz was 10Mio kostete und jährlich fast 1Mio Unterhalt verschlingt, ist für 30 Busse und 5 Ordnungsamtbeamte schwachsinnig. Hat man aber täglich an die 3000 Endgeräte eingeloggt, fängt Tetra langsam an sich zu lohnen.

    Naja im Moment nur welches Kind wann abgeholt wird oder wo welches Kind grade ist oder was ein Kind machen soll. Also nix spannendes. Manchmal auch wo sich ein Lehrer aufhält, Schulhof, Klassenzimmer.

    Also unwichtiges Geplänkel. Das mag nützlich sein bei friedlichen Grundschulen oder Kitas. Was man aber mit Brennpunkschulen meint inklusive dem dort vorherrschenden Gewaltanteil, braucht es anderes, und am besten was einheitliches. Denn wir haben da schon Wildwuchs. Angefangen von Notrufknöpfen aus dem PNA-Bereich, über PMR446 und Chinakrachern bis hin zu anständigen Betriebsfunk gibt es an vielen solcher Schulen schon.

    Jürgen