Antennenverlängerung remote zuschalten

  • Ich möchte meinen 450-Ohm-feedergespeisten 2x17m Dipol an einem Ende um 10m verlängern um damit auf 160m sendetauglich zu werden. Das ist getestet und funktioniert. Leider wird die Abstimmung dann allerdings auf 80m und 40m sehr ungünstig, so daß ich die Drahtverlängerung am liebsten bei Bedarf remote zu- und abschalten würde. Das Dipolende der Zuschaltung liegt in ca. 9m Höhe in einem Baum.

    Hat jemand eine Idee mit welchen Bauteilen /-gruppen solch eine ferngesteuerte Drahtzuschaltung gemacht werden kann?

    Ich freue mich über jeden Hinweis.

  • Hallo!

    Da fallen mir zwei Ansätze ein:

    Traps (Sperrkreise) für 80&40m dazwischen - wenn das klappt wäre das eine rein passive Lösung.

    Oder halt mit ferngesteuerten Relais.

    Wahlweise via Kabel gesteuert, oder auch via Funk:

    ISM-Funkmodule für 433 oder 868MHz die bei Bedarf das Relais schalten können.

    Jürgen

  • Hallo Jürgen,

    vielen Dank erstmal!

    Traps kommen nicht infrage, bleibt also nur die "Remote Lösung".

    Es wäre schön, wenn jemand mit solchen Sonderlösungen Erfahrung hätte. Vermutlich treten an der Schaltstelle 10m vor dem Antennenende hohe HF-Spannungen auf und ich habe überhaupt keine Vorstellung, wie und ob das mit einer Relais-Schaltung realisiert werden kann. Zur Erläuterung: Umgeschaltet wird natürlich nicht während des Sendens. Wären denn diese ISM-Funkmodule für diesen Einsatz geeignet?

    Mit Grüßen aus Mettmann

    Werner

  • Hallo!

    Wenn Traps nicht gehen, bleibt nur Relais.

    Aber eben unter Beachtung entsprechender Relais-tauglichkeit.

    Also große Kontaktabstände aufgrund der hohen HF-Spannungen. Möglicherweise wäre es sogar Sinnreich mehrere Relaiskontakte hintereinander zu setzen, um die Krichstrecke zu vergrößern.

    Die Funkschalter-Methode wäre ein Bastel-Kompromiss.

    Eben weil fertiges ISM-Zeugs was es zu kaufen gibt, beispielsweise der ganze ASK-Schrott definitiv nicht für den Einsatz an KW-Sendeantennen geeignet.

    Aber mit Funkmodulen wie RFM69 u.ä. kann man durchaus was bauen, was dann diese Spannungen und Feldstärken aushalten kann.

    Und Kompromiss: Statt Kabel und Netzteil muss man bei der Funklösung gucken wie man diese mit Strom versorgt.

    Denn Relais, ISM-Modul und µC brauchen schon bisschen was.

    Mit Batterien oder Akkus erkauft man sich das Problem das man solche Energiespeicher regelmäßig wechseln muss.

    In einem Baum auf 9m Höhe bestimmt eine Aufgabe die man nicht so häufig machen möchte.

    Jürgen

  • Hi,

    nach deinen Ausführungen und Gesprächen mit anderen OMs glaube ich, daß der Aufwand für Relais-Fernsteuerung doch in keinem Verhältnis zum Erfolg, d.h. Nutzung von 160m - stehen wird. Und dann ist mir dein Trap-Vorschlag wieder in den Sinn gekommen.

    Die Idee wäre, an dem besagten Ende vor der Verlängerung ein Tiefpassfilter für 160m zu setzen. Das würde bedeuten, daß der Verlängerungsdraht für alle QRGs höher als 1,8MHz nicht angeschlossen ist. Ich habe allerdings momentan noch keine Ahnung, wie ein solcher Tiefpass dimensioniert sein muss, insbesondere die bauseitigen Voraussetzungen betreffend, z.B. Drähte, Isolierung, Kapazität, aber das lässt sich leicht ausrechnen. Ich werde das vielleicht mal antesten. Was denkst du?

    Grüße

    Werner

  • Hallo!

    Ein Tiefpass?

    Ähm...zum einen müsstest du die Impedanz für alle Bänder am Ende deiner Antenne treffen, damit der Tiefpass als solcher funktioniert.

    Zudem fehlt dir die Masse wo du dein Tiefpass (Vierpol) hängen kannst.

    Traps währen einfache Zweipole die zwischen den Drähten passen.

    Da du nur von 80 & 40m geschrieben hast wo der 9m verlängerte Draht das SWR versaut, wäre das die einfachste Lösung.

    Alternative wäre für 160m vielleicht einen eigenen Draht?

    Jürgen