Diesen Beitrag hier mal ein Frustgeladener Beitrag zum Thema Großsignalproblematik.
Als vor Jahren DAB (heute DAB+) gestartet ist, gab es viel Ärger bei den BOS, da vielerorts die FuG11 heftig gestört wurden. Das 2m BOS-Band wird daher bis heute nur noch vereinzelt und dann mit gehöriger Sicherheitsvorrichtung gegen DAB+ eingesetzt.
Auch im Betriebsfunk wirkte DAB grandios. Habe selber bei vielen VHF-Feststationen damals beinahe im Akkord Duplexweichen verbauen müssen, damit DAB das Funkgerät nicht übersteuert.
Allein an meiner Werkstatt, etwa 1,5Km von einem DAB+ Standort entfernt lag DAB+ an meiner 2m Stationsantenne mit -9,6dBm an, selbst auf dem UHF-Rundstrahler noch mit -13,2dBm.
Damit war DAB/DAB+ so ziemlich die heftigste Dreckschleuder des vergangenden Jahrzehntes.
Unten auf UKW war es in den letzten Jahren ruhiger geworden, geradezu entspannt. Ein Regionalsender dort brachte es an meinen Antennen lediglich auf -35dBm.
Wenn da nicht letztes Jahr NRW1 neu auf 106MHz gestartet wäre....-20dBm über alle meine Antennen.
Komerzielle Geräte wie GM380, VX-2200, DM4600 brauchen einen wirkunsvollen DAB-Filter.
Scanner wie BCT-15X und PCR-1500 brauchen deutlich mehr Aufwand, wenn man damit noch was empfangen will.
SDR direkt an Antenne ist das kritischste.
Den RTL-SDR V3 konnte man nur an Hochantenne anschließen wenn man entweder den Gain extrem runter drehte, oder eben extern DAB auf möglichst <<-40dBm drückte.
Ganz ähnlich der RSP-1A. Gegen DAB hat er einen schaltbaren Filter. Ohne den geht es auch überhaupt nicht.
Jetzt zusätzlich der UKW-Sender auf 106MHz macht SDR ziemlich fragwürdig.
Zwar hat der RSP-1A auch ein schaltbares Sperrfilter für UKW, allerdings machen UKW+DAB-Filter gleichzeitig das gesammte 2m Band unbrauchbar.
Tja, nu sitze ich hier und warte sehnlichst auf eine Platine die mir zumindest 137-138MHz APT-Empfang wieder ermöglicht. 2x3 lose gekoppelte Resonatoren, dazwischen LNA's.
Das werde ich wohl zukünftig mit vielen Frequenzbereichen machen müssen. ![]()
Jürgen