QSO mit D41CV über 4966 km ... auf 144 MHz!

  • Mittlerweile gibt es kaum noch Zweifel, dass die fast ständig herrschenden troposphärischen Überreichweiten zwischen Südspanien und den 1000 km entfernten Kanaren sich auch bis zu den Kapverdischen Inseln erstrecken. Diese troposphärische Funkstreckenverlängerung sorgt bei Sporadic-E-Ausbreitung auf 2 m mitunter dafür, dass auch aus DL nach EA8 gearbeitet werden kann, trotz der über 3000 km Entfernung. Und wenn das nach EA8 funktioniert, warum nicht auch nach D4? Aus Italien/Slowenien war das im Juni ja auch schon möglich, wir berichteten.


    Tatsächlich war es am 23.7. nachmittags in DL soweit: Intensive Sporadic-E-Wolken über Südwestfrankreich ermöglichten 2-m-QSOs von Deutdchland aus in den Süden der Iberischen Halbinsel. Ein Großteil der Aktivität spielte sich dabei in FT8 in der Nähe von 144,174 MHz ab. Gleichzeitig mit den CTs und EA7ern tauchten auch EA8-Stationen auf – und D41CV von den Kapverden! Nicht immer klappte es ausbreitungsbedingt mit einem QSO – doch um 1511 UTC tauschten schließlich Wolf, DK5AI, in Bad Sachsa, JO51GO, und D41CV in HK76MU [K7FRY.com] Rapporte und Rogers aus. DK5AIs Signal kam über die Distanz von 4966 km mit maximal –06 an, D41CV war mit –16 zu decodieren.


    Damit dürfte ein neuer DX-Rekord für die IARU-Region 1 erreicht worden sein. Besonders erfreulich ist, dass mit Wolfgang ein wirklich „alter UKW-Hase“ das Glück hatte, als erste Station aus Deutschland die Kapverden über terrestrische Ausbreitung zu arbeiten. Mehr dazu im UKW-QTC in der Septemberausgabe des FUNKAMATEUR.


    Bernd Mischlewski, DF2ZC

    Quelle: https://www.funkamateur.de/nac…ls/items/D41CV-DK5AI.html